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Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:03
von Tennessee Rockefeller
Original von Fabian Montary
Ich bin selbst kommunalpolitisch informiert und engagiert, mir ist durchaus bewusst, dass sich die Medien, bis auf – webb überhaupt – lokale Käseblätter, nicht auf niedrige Wahlbeteiligungen stürzen und ich weiß auch, dass Kommunalpolitik von den Wählern unterschätzt wird, dabei ist sie, abgesehen von großen Städten – von denen hat Thüringen höchstens drei, Erfurt, Jena und Gera – die noch am meisten beeinflussbarste Politikebene. Aber in Deutschland hat ja jeder den großen Plan von Welt- und Bundespolitik, wenn er sich denn überhaupt für Politik interessiert. Das ist ungefähr so wie mit den 80 Millionen potentiellen DFB-Auswahltrainern...
Das ist zwar alles richtig, aber im Kern geht es doch darum: auf kommunaler Ebene ist die Obrigkeit für weitestgehendes Desinteresse dankbar, so kann sie sich ungestört die Taschen vollstopfen und unbescholtenen Menschen das Leben schwer machen.

32% Wahlbeteiligung bei einer Bundestagswahl könnten nicht mit allgemeiner Zufriedenheit, schönem Wetter oder der Live-Übertragung einer Tortenschlacht nackter Supermodels in der Glotze erklärt werden - das würde ein Erdbeben auslösen...

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:05
von Fabian Montary
Original von Tennessee Rockefeller
Das ist zwar alles richtig, aber im Kern geht es doch darum: auf kommunaler Ebene ist die Obrigkeit für weitestgehendes Desinteresse dankbar, so kann sie sich ungestört die Taschen vollstopfen und unbescholtenen Menschen das Leben schwer machen.
Ich kenne solche Beispiele, nicht aus meiner 700-Seelen-Gemeinde, denn die hat kein Geld, aber in größeren Kommunen in der Nähe, wo gegen den Bürgermeister mehrere Dutzend Verfahren laufen. Die Menschen müssen für die Kommunalpolitik sensibilisiert werden.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:06
von Tennessee Rockefeller
Original von Rainer Zufall
"Demokratisch legitimiert" ist in diesem Staat so gut wie gar nichts - es gibt kein hohes Staatsamt, daß in der BRD demokratisch in Form einer wahl von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt würde. Bundeskanzler, Bundespräsident, Verfassungsrichter, Ministerpräsidenten; alle werden durch Versammlungen gewählt. Aber auch die werden nicht vom Volke gewählt (zumindest nicht auf faire Weise), sondern dem Volk obliegt es lediglich den Proporz der Parteien in den Parlarmenten festzulegen. Dank der unseligen Landeslisten und der mangelnden Einflußnahmemöglichkeiten des Bürgers auf die Kandidaturen ist es mit Demokratie in diesem Land sehr sehr schlecht bestellt. Was wir haben ist eine Kaste, die sich alle vier jahre neu legitimieren läßt, eine Pluto-, Oligo- und Ochlokratie.
Das geht völlig an des Pudels Kern vorbei.

Was bedeutet Demokratie? Eine Horde Volldioten, die du dir nicht ausgesucht hast und die du auch nicht loswerden kannst, wählen ein paar andere Volldioten, die über dein Leben bestimmen.

Die Begriffe "Demokratie" und "Legitimation" bzw. "Legitimität" in einen Satz zu packen ist schon ein Treppenwitz...

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:08
von Tennessee Rockefeller
Original von Fabian Montary
Ich kenne solche Beispiele, nicht aus meiner 700-Seelen-Gemeinde, denn die hat kein Geld, aber in größeren Kommunen in der Nähe, wo gegen den Bürgermeister mehrere Dutzend Verfahren laufen. Die Menschen müssen für die Kommunalpolitik sensibilisiert werden.
Und dann?

Ich halte, siehe meinen vorangegangenen Beitrag zur Antwort auf Rainer Zufall, rein gar nichts von Demokratie.

Man muss die Menschen nicht für diesen Humbug sensibilisieren, man muss ihn abschaffen.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:11
von Fabian Montary
Original von Tennessee Rockefeller

[...]
Man muss die Menschen nicht für diesen Humbug sensibilisieren, man muss ihn abschaffen.
Man kann auch seine ideologischen Scheuklappen ablegen und sehen, dass die Menschen miteinander auskommen müssen, Politik organisiert das.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:20
von Tennessee Rockefeller
Nimm den Artikel heraus, und es stimmt: Menschen müssen miteinander auskommen. Die, die das können bzw. tun, schließen sich freiwillig zu einer Gemeinschaft zusammen, bestimmen was sie gemeinsam regeln wollen, und er nicht einverstanden ist, kann jederzeit gehen.

Es aber gutzuheißen, dass ein Mensch noch bevor er überhaupt realisiert hat auf der Welt zu sein von einem Multimillionenmob vereinnahmt und sein Leben für dessen ganze Dauer von diesem Mob fremdbestimmt wird, hat nichts mit Reife, Einsicht oder Pragmatismus zu tun.

Das ist wie - ach, vergiss es...

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:32
von Fabian Montary
Original von Tennessee Rockefeller
Das ist wie - ach, vergiss es...
Mmh?

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:34
von Tennessee Rockefeller
Nein, den Vergleich ziehe ich nur im vertraulichen Gespräch mit Gleichgesinnten ;)

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:35
von Fabian Montary
Original von Tennessee Rockefeller
Nein, den Vergleich ziehe ich nur im vertraulichen Gespräch mit Gleichgesinnten ;)
Feige?

Verfasst: So 7. Sep 2008, 21:51
von Tennessee Rockefeller
Klug.