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Verfasst: So 7. Sep 2008, 14:29
von Wolfgang Müller
Wobei auch große Teile der Linken, man als Sozialdemokrat als Cousains bezeichnen kann. Dieser heterogene Haufen wird sich dann spalten wenn es um ein echtes, handfestes Programm und um die Zusammenarbeit mit der SPD geht.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 14:33
von Oliver von Palm
Dann sollen diese Sozialdemokraten sich auch wieder ihrer demokratischen Mutterpartei SPD anschließen und die Ex-Diktatorenpartei links liegen lassen.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 14:34
von Lady Enigma
Original von Montgomery Scott

Eben, ich bin schon Parteimitglied. Mir muss man nix vormachen ;)
Also, die die bei den Nazis von der sozialen Revolution geträumt haben und das Sozialismus geglaubt haben, waren auch Parteimitglieder. Und was denen widerfahren ist,....

Verfasst: So 7. Sep 2008, 14:35
von Rainer Zufall
Du schmeißt mit Begriffen wie "demokratisch" um dich rum, die mit dem deutschen Parteiensystem null(!) zu tun haben. Die Hessen-CDU zB ist keine demokratische Partei (sic!)

Die SPD geht übrigens unter (falls das so passieren sollte), nicht, weil sie zu links war, sondern, weil sie nicht links genug war.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 15:54
von Gunnar Svensson
Original von Wolfgang Müller
Palm sollte sich mal lieber Sorgen um die Spinner von der DKP, der MLDP, den verschiedenen KPDen und sonstigen marxistisch-leninistischen, stalinistischen und trotzkistischen Splittergruppen machen. Die wollen zum großen Teil eine Diktatur des Proletariats unter Führung einer Partei.
Unglaublich wen du hier alles in einen Topf wirfst. :D
Original von Montgomery Scott
Marxistisch ist die Linke ihrem Programm nach auf keinen Fall, das kann eine realpolitische Kraft in der BRD auch schwerlich sein.
Es ist für eine linke Partei sicher eine völlig falsche Haltung, nur auf die Revolution zu warten und sonst nichts zu tun, andererseits bedeutet dieser schillernde Begriff "Realpolitik" in der Praxis wenig mehr, als es sich im Kapitalismus gemütlich zu machen und danach zu streben, ihn besser zu verwalten als die bürgerlichen Parteien. Eine linke Kraft die auf Reformismus statt auf Klassenkampf setzt macht sich überflüssig.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 16:37
von Wolfgang Müller
Original von Gunnar Svensson

Unglaublich wen du hier alles in einen Topf wirfst. :D
Wer an eine Revolution glaubt und diese unter Führung einer Partei will ist halt eben bekloppt.

Verfasst: So 7. Sep 2008, 16:38
von Rainer Zufall
Original von Wolfgang Müller

Wer an eine Revolution glaubt und diese unter Führung einer Partei will ist halt eben bekloppt.
In der Arbeiterbewegung bist du aber auch noch nicht angekommen, wa?

Verfasst: So 7. Sep 2008, 16:38
von Gunnar Svensson
Original von Wolfgang Müller
Wer an eine Revolution glaubt und diese unter Führung einer Partei will ist halt eben bekloppt.
Hör mal Junge, lies erstmal was anderes als SPD-Broschüren, dann reden wir weiter. ;)

Verfasst: So 7. Sep 2008, 16:44
von Tennessee Rockefeller
Original von Rainer Zufall
In der Arbeiterbewegung bist du aber auch noch nicht angekommen, wa?
Wie soll er denn da auch hinkommen?

Ich tippe mal, seine Eltern sind Beamte, höhere Angestellte oder Selbstständige, und aufgewachsen ist er in einem hübschen Einfamilienhaus in einer gutbürgerlichen Wohngegend. Dort hat er sich dann, frei von allen existenziellen Sorgen und Nöten, in seinem geräumigen Kinderzimmer seine altklug-ultralinke Rhetorik angelesen, und in der Diskussion mit anderen wohlstandsmüden Mittelschichtkindern geschärft.

Ein Che-Guevara-Poster an der Wand, die Toten Hosen im CD-Player und der Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer im Aktenordner im Regal runden den halbintellektuellen "Systemkritiker" des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ab ;)

Verfasst: So 7. Sep 2008, 16:58
von Rainer Zufall
Du wirst dich wundern, aber du hast gerade zwar etwas polemisch aber recht adäquat beschrieben, wieso die SPD den Draht zur Basis komplett verloren hat - die SPD ist die Partei des höheren Mittelstandes mit sozialem Gewissen und hat somit nichts mehr mit ihrer Stammwählerschaft zu tun, die natürlich zu denen abgewandert ist, die großteils nichts anderes vertritt, als die SPD der 80er, die neue Linke.
Ein Che-Guevara-Poster an der Wand, die Toten Hosen im CD-Player und der Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer im Aktenordner im Regal runden den halbintellektuellen "Systemkritiker" des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ab
Eins von den Dreien hab ich auch =)