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Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 06:30
von vSzP
Original von Baudouin de Billancourt
Halten wir fest: je nach Wohnsituation sind schätzungsweise täglich 30-90 Minuten Hausarbeit erforderlich, um einigermaßen komfortabel zu wohnen. Das macht dann 8-10 Stunden Arbeit pro Tag, die heute in wohl fast jedem Fall sehr viel leichter ist als im Mittelalter, wo man deutlich länger arbeiten musste.
Das bestreitet doch auch niemand. Waschmaschine, Spülmaschine, Staubsauger etc. machen natürlich das Leben leichter.
Ach, der arme Stahlarbeiter... unter einer Karriere (->Fortschritt) verstehe ich mehr als die Durchführung der immer selben Bewegungen. Und Karriere kann hier und heute jeder machen.
Schon einmal daran gedacht, dass manche Menschen eher mit ihrer Familie zusammenleben wollen, dass sie sehen wollen, wie ihre Kinder aufwachsen, dass sie im Sommer lieber die Natur genießen als Karriere zu machen?
Und sich über 80% Steuerbelastung und horrende Inflation zusätzlich ein wenig ärgern.
Ach Quark. 80 % Steuerbelastung, wenn ich sowas schon lese dann wird mir vor lauter politischer Dummheit schlecht. Die Erhöhung der Mwst. reicht völlig aus.

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 06:43
von vSzP
Original von Julia Elián
Also zunaechst muss man mal festhalten - und ich weiss das die Linken das nicht gerne hoeren - das Leute, die in Deutschland nicht arbeiten, sowas von pervers reich und materiell wohlhabend sind, dass man sich das im geographischen und historischen Vergleich kaum vorstellen kann. Ich betone das bewusst in dieser Weise, weil ich hier neulich mal einem Chilenen vorgerechnet habe (und Chile gehoert ja nun in Suedamerika durchaus zu den reichsten Laendern und bei Weitem kein Entwicklungsland mehr), was man als Hartz 4 Empfaenger + Wohngeld etc. so bekommt. Natuerlich sind diese Leute relativ gesehen immernoch "arm" (indem sie weniger als 60% des Durchschnitts = offizelle Definition verdienen), aber man muss da, wenn man ueber den deutschen Tellerrand schaut, schon sehr diferenzieren.
Gibt es noch Wohngeld neben Hartz IV? Ich denke nicht... Hartz IV übernimmt ja bereits die Miete, warum dann noch Wohngeld?

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 09:27
von Baudouin de Billancourt
Original von vSzP
Schon einmal daran gedacht, dass manche Menschen eher mit ihrer Familie zusammenleben wollen, dass sie sehen wollen, wie ihre Kinder aufwachsen, dass sie im Sommer lieber die Natur genießen als Karriere zu machen?
Dann sollen sie eben in der Fabrik körperliche Arbeit verrichten und gefälligst den Mund über ihre selbstgewählte Situation halten. Ich bin nicht fähig, Naturgesetze für sie zu ändern.
Ach Quark. 80 % Steuerbelastung, wenn ich sowas schon lese dann wird mir vor lauter politischer Dummheit schlecht. Die Erhöhung der Mwst. reicht völlig aus.
Wenn wir statt 4 Millionen (heute Arbeitslosen) nun 82 Millionen durchfüttern? Und wenn davon 5 weitere Millionen im Gegensatz zu heute keine Arbeiten mehr verrichten? Meinst du, da reichen dann 22% MwSt? :rolleyes:

PS. Wenn jemand doch beruflich vorankommen will und statt 40 Stunden nun 50 pro Woche arbeitet - verwendet er auf die Arbeit weit weniger als ein Drittel seiner Zeit; Feiertage, Urlaub, Krankheit und Rentenalter sind noch nicht mit eingerechnet. Gar nicht mal so unmenschlich viel, dass man seine Familie vernachlässigen müsste, nicht?

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 10:19
von Matt Suchard
Also manchmal frage ich mich, was für Sozialfaschisten sich in diesem Forum rumtreiben. Diese Diskussion ist ja mal wieder absolut hanebüchern und kann eigentlich nur von Leuten angeleiert werden, die entweder eh keine Abzüge haben (z.B. die lieben Politiker) und/oder direkt abhängig sind von solcherlei Zahlungen (z.B. nicht-sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Arbeitslose, Faule, Personen die bereits anderweitig "Stütze" etc. empfangen) sind.

Jeder der nämlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist und sich einfach mal den Unterschied zwischen Brutto und Netto anschaut, weiß doch heute nicht mehr, ob er lachen oder heulen soll. Wenn dann ein Anspruch auf ein "Grundeinkommen" generiert wird, kann man eigentlich nur noch sauer, wütend und frustriert werden. Ich acker mir den Arsch ab, studiere nebenbei, um mir selber und meiner Familie später ein gutes Leben zu ermöglichen und dann muss ich mir von irgendwelchen Spasten, deren einzige Arbeitsbeschäftigung bis dato wohl das Bauen von Sandburgen war, sowas hier anhören: nichts gegen arbeit und wohlstand und dessen mehrung. aber arbeit um jeden preis? nein!?!?! Das ist doch nicht mehr normal.

Ich glaube ich beantrage mit meinem Umzug in die USA dort auch gleich die Staatsbürgerschaft, dann kann sich das faule, arbeitsscheue Gesindel in Deutschland gegenseitig das Geld aus der Tasche ziehen. Lass noch ein paar Tausend weitere "Besserverdiener" solche Schritte vollziehen und man kann den Laden "Deutschland endgültig dicht machen.

Diese Durchfütter - Mentalität geht mir von Gehaltsabrechnung zu Gehaltsabrechnung mehr auf den Sack. Und wenn ich dann noch solche Leute hier labern höre, von wegen "alternative Lebensstile sollten gefördert und unterstützt werden", dann platzt mir echt der Kragen. Kommt mal in der Realität an, ihr Deppen. Meine Fresse, ey...
Original von vSzP
Ich möchte natürlich unseren Lebensstandard halten. Aber dafür müssen wir mehr maschinelle Kraft einsetzen wenn wir uns ein wenig mehr Freizeit gönnen möchten. Das sollte schon drin sein. Im Übrigen halte ich es für sinnfrei, dass jeder Mensch heute mehr arbeiten muss weil es in der Summe mehr Menschen gibt. Wenn es gesamteinheitlich betrachtet mehr Menschen gibt, dann müssten diese eigentlich weniger arbeiten um den selben Pro-Kopf-Stand zu haben wie eine geringere Zahl.

Technik vor menschlicher Arbeitskraft!
Ich frage mich ja echt aus welcher Ecke du kommst, aber das ist somit der größte Scheiß, den ich seit langem gehört habe.
Erst letzte Woche war ich in einem unserer Betriebe zur Werksbesichtigung. 1983 haben da noch ca. 470 Personen in der Produktion gearbeitet. Durch die Automatisierung und Rationalisierung wurde der Personalbedarf bis heute auf 83 Personen mit nahezu verdoppeltem Output gesenkt.

Wenn man bedenkt, dass wir heute in einer Dienstleistungsgesellschaft leben und zukünftig weitaus mehr als 70% der Menschen im Dienstleistungssektor arbeiten werden, werden deine Aussagen bzgl. dieses Themas immer unglaubwürdiger. Oder willst Du dich von einer Maschine bei der Bank beraten lassen bzw. die Haare von einer Maschine schnippeln lassen, anstatt die heiße Azubine deine Kopfhaut massieren zu lassen? ;)

Und deine Rechnung "mehr Menschen = weniger Arbeit pro Kopf = gleicher Lebensstandard" ist ja mal dermaßen undurchsichtig, dass mir dazu gar nichts mehr einfällt. Pro zusätzlicher Person muss doch logischerweise ein proportional zusätzlicher Leistungsbeitrag erzeugt werden, um der Lebensstandard gleich zu halten.

So....jetzt habe ich mich erstmal genug ausgekotzt. ;)

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 10:28
von Montgomery Scott
Wenn hier pauschal gegen die Massen fauler Arbeitsloser gehetzt wird, kann man das "sozial" vor Faschismus auch gleich noch weglassen. Praktisch, gell? Wieder sechs Tastendrucke gespart.

Diese Massen von faulem Gesindel - wo sollen die denn sein? Ich kenne keinen Einzigen. Nicht jeder will unter jeden Bedigungen arbeiten. Das ist richtig so und die Politik sollte die Menschen weiter dafür sensibilisieren und fördern.

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 10:36
von Matt Suchard
Original von Montgomery Scott
Wenn hier pauschal gegen die Massen fauler Arbeitsloser gehetzt wird, kann man das "sozial" vor Faschismus auch gleich noch weglassen. Praktisch, gell? Wieder sechs Tastendrucke gespart.

Diese Massen von faulem Gesindel - wo sollen die denn sein? Ich kenne keinen Einzigen.
Habe ich nicht. Ich habe in meinem ersten Absatz ganz klar zwischen "Faulen", die es zu Hauf gibt (habe selbst welche in der Familie...frage nicht nach Sonnenschein. Jede Familienfeier ist ein wahres Fest... 8)), und Arbeitslosen differenziert.
Ich habe nichts gegen Unterstützung von Arbeitslosen, Geringverdienern usw., ich habe aber ganz klar etwas dagegen, Personen, die nicht gewillt sind einen Leistungsbeitrag zu erbringen, einen rechtlichen Anspruch auf "Grundeinkommen" zu geben.
Nicht jeder will unter jeden Bedigungen arbeiten. Das ist richtig so und die Politik sollte die Menschen weiter dafür sensibilisieren und fördern.
Verstehe ich dich richtig, dass die Politik die Bürger darin unterstützen soll, ihr Bestreben nach der Erlangung des Traumjobs zu unterstützen? Ganz á la ich will Filmstar werden und sonst nichts! Das kannst Du doch nicht ernst meinen?!

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 12:43
von Michael Schneider
Original von vSzP

Da spricht der Christ! Arbeit ist also der Grund für unsere Existenz. Dann lass uns gleich mal wieder Aufschwitz aufmachen und die 4,0 Mio. Arbeitslosen sozialverträglich vergasen. Und wenn die Kammern gerad leer sind können wir ja schließlich auch gleich noch Rentner reinpacken. Die sind ja schließlich auch so eine Plage... :rolleyes:

Von der DDR unterschied uns ja auch, dass eben der Mensch unverletzliche Rechte hat und das ein Mensch aufgrund seiner Existenz Menschenwürde besitzt. Behinderte, Rentner etc. all die, die nicht (mehr) arbeiten konnten, hatten trotzdem ein Recht auf Leben in der Mitte unserer Gesellschaft während z.B. der Wert eines Menschens in der DDR vielmehr über seine Produktivät definiert wurde. Behinderte hatten es dort sehr schwer, Rentner wurden mit sehr kleinen Renten abgespeist. Ich will diese Zustände nicht haben, dass jeder Mensch nur aufgrund seines Beitrags zum BIP gemessen wird.

Ich möchte natürlich unseren Lebensstandard halten. Aber dafür müssen wir mehr maschinelle Kraft einsetzen wenn wir uns ein wenig mehr Freizeit gönnen möchten. Das sollte schon drin sein. Im Übrigen halte ich es für sinnfrei, dass jeder Mensch heute mehr arbeiten muss weil es in der Summe mehr Menschen gibt. Wenn es gesamteinheitlich betrachtet mehr Menschen gibt, dann müssten diese eigentlich weniger arbeiten um den selben Pro-Kopf-Stand zu haben wie eine geringere Zahl.

Technik vor menschlicher Arbeitskraft!
Das Christentum erzählt eine Menge von Mitleid, Barmherzigkeit und Mildtätigkeit. Aber nichts davon faule Idioten durchzufüttern. Behinderte und Rentner mit Leuten gleichzusetzen, die einfach Arbeit verweigern um auf Kosten anderer zu leben ist eine Frechheit.

Und wenn wir nochmal aufs Mittelalter zurückkommen: da gab es ganze Industriezweige nicht, die allein dem Freizeitvergnügen anhingen. Und im Haushalt fehlten Fernseher, Waschmaschinen, PCs, fließend Wasser usw. damals alle auf einen Stand in Bildung und Vermögen zu bringen dürfte erheblich leichter gewesen sein, da es einfach weniger zu verteilen gab.

Und wenn der Tag kommt, an dem Technik gänzlich menschliche Arbeitskraft ersetzt können wir den Tag des Untergangs der Menschheit feiern.

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 12:49
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Diese Massen von faulem Gesindel - wo sollen die denn sein?
Na, zu Hause und in den Kneipen, wo arbeitende Leute mangels Zeit oder Geld mittlerweile weniger zu finden sind.

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 13:00
von Michael Schneider
Original von vSzP

Ach Quark. 80 % Steuerbelastung, wenn ich sowas schon lese dann wird mir vor lauter politischer Dummheit schlecht. Die Erhöhung der Mwst. reicht völlig aus.
Mal mitbekommen dass mehr als 50% des Bundeshaushalt in Soziales geht?

Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 13:23
von Rainer Zufall
Kommt mal klar ey.
Das Christentum erzählt eine Menge von Mitleid, Barmherzigkeit und Mildtätigkeit. Aber nichts davon faule Idioten durchzufüttern.
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wenn dein Nächster ein fauler Idiot ist - das wird ihm Gott vergelten, aber es ist nicht deine Aufgabe ihn zu richten, denn das sollst du nicht, auf daß du ebenfalls nicht gerichtet werdest!