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Verfasst: Do 27. Mär 2008, 21:24
von Madonna Ritchie-Ashcraft
Original von Robert Marshall
Eine Scheidung ist heutzutage weder ungewöhnlich noch ein Grund sich zu schämen.
Eben, was ist dabei, wenn man sich scheiden lässt und mehrere Partner hat - nichts ....
Verfasst: Do 27. Mär 2008, 23:14
von Schrobi
Original von Robert Marshall
Eine Scheidung ist heutzutage weder ungewöhnlich noch ein Grund sich zu schämen.
Wenn es kirchlich geschah, dann finde ich schon.
Wenn man die Ehe als reinen Vertrag, den man abschließen und bei Bedarf wieder kündigen kann, ansieht, dann mag es sich eingebürgert haben, dass der Ehe ein gewisser Reiz und eine gewisse Vorstellung verloren hat.
Verfasst: Do 27. Mär 2008, 23:16
von Robert Marshall
Als Jurist werden Sie die Ehe wohl auch eher als einen Vertrag zwischen zwei Menschen ansehen, oder?
Was die Institution der Ehe in keinem Fall abwerten soll.
Verfasst: Do 27. Mär 2008, 23:22
von Schrobi
Ja, juristisch muss ich die Ehe selbstverständlich als Vertrag ansehen.
Als Privatperson hat für mich die Ehe aber eine größere Bedeutung als ein Vertrag zwischen zwei Privatleuten. Und deswegen finde ich es schade, dass die Eheschließung heutzutage mit der Scheidung einher geht bzw. die Scheidung für den Großteil der Bevölkerung fast schon "normal" zu sein scheint.
Verfasst: Do 27. Mär 2008, 23:27
von Robert Marshall
Ich denke das liegt vor allem daran, dass die Menschen heute mehr Freiheit wollen. Nicht nur politisch, sondern auch gerade im Privatleben. Unabhängigkeit ist zu einem sehr hohen Gut geworden, dass sich die wenigsten nehmen lassen wollen.
Aus diesem Grunde werden auch immer weniger Ehen geschlossen und die Scheidungsrate steigt.
Ich denke es ist an der Zeit völlig unvoreingenommen und ohne Scheuklappen darüber zu diskutieren in wiefern die traditionelle Ehe heute noch zeitgemäß ist.
Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 10:07
von Nicolas Seroux de Fay
Original von Robert Marshall
Ich denke es ist an der Zeit völlig unvoreingenommen und ohne Scheuklappen darüber zu diskutieren in wiefern die traditionelle Ehe heute noch zeitgemäß ist.
Könnten Sie Beispiele geben, was Sie bezüglich einer Diskussion zum Thema Ehe als "voreingenommen" und "Scheuklappen" bezeichnen würden?
Fällt darunter auch der Segen der Kirche?
Mir ist überhaupt nicht klar, worauf Sie eigentlich hinauswollen. Verstehen Sie eine liberale Gesellschaft dahingehend, dass zwei Privatpersonen mehr oder weniger völlig frei sind, wie sie ihre Angelegenheiten untereinander regeln? Sehen Sie Sitte und Tradition als unnützen konservativen Ballast, den man bedenkenlos über Bord werfen kann?
Man könnte fast den Eindruck haben, eine Ehe könne nach Ihrer Meinung einfach so und jederzeit wieder aufgelöst werden, je nach Gusto der Ehepartner. Was geschieht dann mit dem immer grösser werdenden Heer von Scheidungskindern und alleinerziehenden Müttern, für die schlussendlich in vielen Fällen der Steuerzahler aufzukommen hat?
Steht Ihrer Meinung nach der freie Wille der Ehepartner über dem Kindeswohl und der Staatskasse?
Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 10:28
von Robert Marshall
Völlig unvoreingenommen bedeutet, dass man keinerlei Tabus in dieser Frage haben sollte. Weder sollte man stur an der Tradition festhalten müssen, noch sollte man die Ehe als überholt ansehen müssen.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Für mich ist die Ehe etwas sehr wichtiges das auch weiterhin bestehen muss, jedoch sehe ich eben auch das es heutzutage oft nicht mehr richtig funktioniert. Viel zu viele Ehen werden wieder geschieden.
Daher ist es wohl an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen in welche Richtung es zukünftig gehen soll.
Für mich stehen hier, selbstverständlich die Kinder im Vordergrund. Diese müssen so gut es geht geschützt werden, schließlich können diese am wenigsten etwas dafür das die Ehe der Eltern nicht mehr funktioniert.
Jedoch halte ich eine Zwangsehe zum Schutz der Kinder für keine Lösung.
Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 11:01
von Nicolas Seroux de Fay
Wie sieht denn eine Lösung nach Meinung Ihrer Partei aus? Eine Lösung, die sowohl den Ehepartnern eine grösstmögliche Freiheit bezüglich der Ehe lässt als auch die Familie schützt?
Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 11:24
von William C. Ashcraft
Das hört sich doch nach einer vernünftigen Lösung an.
Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 11:26
von Robert Marshall
Darüber werden wir intern noch beraten.
Aber wir werden Sie umgehend über das Ergebnis informieren.
Es wird aber vermutlich in die Richtung gehen, dass man eine Lösung finden muss die sowohl den Ansprüchen der Ehepartner als auch der Ansprüche der Familie gerecht wird.