Original von SRM
Inwiefern?
Nun - also wenn man mich fragen würde, was ich von dem ganzen Untergang der Aktivität halte, so würde ich es ganz klar damit verbinden, dass neben dem allgemeinen Schwund an Mitspielern, insbesondere der DU ein weitere Phänomen aufgetreten ist, was dem Spiel schadet. Und das ist die Spielleitung. Es sind nicht die Person, oder die, die gewählt worden sind, sondern einfach nur die Institution an sich. So weit ich weiß, wurde sie aktiviert, nach der Vesteransache. Man wollte nicht nochmal so was haben und sich notfalls dagegen wehren können. Schon und gut, aber zu welchem Preis?
Ich stell mir das so vor. Hätte es eine Spielleitung gegeben, hätte es die Abspaltung nicht gegeben, oder wäre in ihren Wurzeln abgehackt worden. Viel politisches Gespiels wäre dadurch verloren gegangen. So enstand eine lebendige Diskussion. Politische Entscheidungsträger wurden kritisiert und was nicht alles. Aber es war spontan, frei und so, wie man es wollte. Oder - hier muss ich nun ganz an die Anfänge meiner Zeit zurückdenken und da bin ich mir nun mal nicht sicher, wie ganz genau das gehandhabt wurde, aber...
Die V-Mann Affäre von Schuhmann und Moe Syzlak oder so. Ich schätze mal, dass so was unter den derzeitigen Spielregelauffassungen durchaus fast schon zum Spielausschluss führen kann.
Außerdem bin ich der Meinung, dass DvA (Die Spielfigur) sicherlich gefährlich war, ein Verbrecher und was nicht alles war. Die Simofffigur dahinter jedoch bei weitem charakterlich besser, als sein virtuelles Meisterstück. Wie es sich für einen guten Künstler gehört, wird er sich nicht für seine Kunst rechtfertigen und so lange auch die meisten einfach nur rumschreien und einen Kopf wollen, so wird das Spiel damit selber begrenzt.
Ich würde, wenn ich zu entscheiden hätte, die Spielleitung per sé abschaffen und höchstens ein kleines Gremium von Streitschlichtern erstellen, welches falls jemand simoffbeleidigend wird einschreiten kann. Ansonsten sollte es Laissez-Faire zu kommen. Und hier möchte ich mich dann auch direkt anknüpfen. Ich wage die These aufzustellen, dass wenn man das Spiel sich mehr oder minder sich selber überlassen würde, es viel mehr sich entwickeln würde. Krisen würden sich von alleine auspendeln und relativ sicherer Aktivitätszyklus würde entstehen.
So finde ich es anfürsich auch nicht wichtig, wenn die Spielleitung gewählt wird, wenn sie eh kaum Einfluss nehmen kann auf das Spiel. Ich würde das Spiel sich frei entwickeln lassen und selbst wenn es dann mal zwischenzeitlich zur Cooperativen Republik Ostanticanischer Nationen wird, oder zur Räterepublik Wasauchimmerland. Solche großen Veränderungen sollte man simulativ mit seinen Spielfiguren aussimulieren und ausspielen. Finde ich zumindest.
Man kanns auch wie Improvisationstheater sehen. Die Administratoren sind die Leute, die die Requisite stellen, es gibt einen Bühnenmanager der dazu da ist, dass hier keinerr aufeinander losgeht und ansonsten gibt es nur ein Setting und das ist das jetzt. Wir haben gerade eine sehr schwache Union, die auf bundesebene und auf landesebene politisch sehr schwach ist. die spielfiguren sollten hier anfangen und dann sehen, wie sie ihren charakter sehen und wie dieser sich unter den Umständen entwickeln kann und wie er meint, am besten dieses problem zu lösen.
Ob nun etwas simulationsschweinisch ist, tut doch nichts zur sache? so lang man es plausibel erklären kann unter den gegeben umständen, die bisher plausibel sich haben erklären lassen. ich kann ja nicht auf einmal dahergehen als VerMi und einen Putsch über Nacht erkläen, die Regierung absetzen und was nicht alles. Es wäre nicht plausibel erklärbar, auch wenn mir manchmal die Fußnägel hochrollen, weil einem als VerMi nicht viel zu tun ist und das wenige was zu machen wäre, nur dann möglich ist, wenn andere Vorraussetzungen gegeben sind, wie das zB alle Unionsländer eine Karte haben, oder oder oder.
So jetzt hab ich mal ganz furchtbar lange vor mich hinphilosophiert. Kurz zusammengefasst:
Ich bin gegen eine Spielleitung, da sie den Spielfluss und die spielerische Entfaltungsfreiheit eingrenzt.
Aber mich stört es nicht, wenn nun einer für die DU an den Gesprächen teilnimmt. Und ich sehe auch eigentlich nicht das ganz große Problem was Herot mit der neuen Karte hätte. Es ließe sich sicher auf tausendwegen erklären, wie das so zustande kam, ohne das man gravierend was an der Ausgestaltung verändern müsste. Flexibilität, Anpassungsfähigkeiten, kreatives Schauspielern sind für mich das A und O und nicht zwingend Fachwissen zu Wirtschaft, Jura oder politischen Abläufen. So amen.