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Verfasst: Do 20. Sep 2007, 15:54
von Bane Möllgaard
Original von Oliver von Palm
Kant hatte schon recht mit seiner hässlichen Äußerung über die Ehe. Ein Vertrag zur wechselseitigen Benutzung der Geschlechtsteile.
Ich nehme nicht an, dass Du verheiratet bist.

Ich teile die Meinung, dass das Eheversprechen heutzutage oft viel zu leichtfertig gegeben wird, auch wenn ich den religiösen Hintergrund da ausblende.

Eine Scheidungssperre ist nicht möglich, da es eben auch immer Härtefälle gibt, aber wenn ich höre, dass jemand vier Mal verheiratet war und sich schon nach der nächsten umschaut, kann ich nur den Kopf schütteln.

Wozu heiraten solche Menschen? Mit welchem Glauben versprechen sie sich gegenseitig Durchhaltevermögen auch in schlechten Zeiten? Das ist in meinen Augen heuchlerisch und Schlag ins Gesicht derjenigen, die es ernst meinen.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 15:57
von Konrad Grimm
Original von Bane Möllgaard
Wozu heiraten solche Menschen? Mit welchem Glauben versprechen sie sich gegenseitig Durchhaltevermögen auch in schlechten Zeiten? Das ist in meinen Augen heuchlerisch und Schlag ins Gesicht derjenigen, die es ernst meinen.
Warum gehen Menschen überhaupt monogame Beziehungen ein? Nur, weil sie unkritisch übernehmen, was ihnen vorgelebt wird. Monogame Partnerschaften, ja Partnerschaften, "Beziehungen" überhaupt, sind Besitzverhältnisse, mithin also Herrschaftsverhältnisse.

Wer möchte denn, wenn er recht darüber nachdenkt, besessen werden?

Ich verzichte.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:04
von Bane Möllgaard
Original von Konrad Grimm
Warum gehen Menschen überhaupt monogame Beziehungen ein? Nur, weil sie unkritisch übernehmen, was ihnen vorgelebt wird. Monogame Partnerschaften, ja Partnerschaften, "Beziehungen" überhaupt, sind Besitzverhältnisse, mithin also Herrschaftsverhältnisse.

Wer möchte denn, wenn er recht darüber nachdenkt, besessen werden?

Ich verzichte.
So ein Denken trifft vielleicht auf die Leute zu, die mehr als einmal heiraten (würden), weil sie nicht prüfen, sondern gedankenlos versprechen ohne es zu meinen.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:06
von Oliver von Palm
Original von Hajo Poppinga

Hast Du dich nicht irgendwann mal als Christ bezeichnet?
Tue ich auch weiterhin. Ich halte nur nichts von der Idee, dass die Ehe auch dann weiterzuführen ist, wenn man nichts mehr füreinander empfindet. Dann ist sie Sklaverei.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:07
von Oliver von Palm
Original von Pawlak
«Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein»? 6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da fragten sie: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. 9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe. 10 Da sprachen seine Jünger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seiner Frau so, dann ist's nicht gut zu heiraten. 11 Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es! Matthäus 19,5

Es ist egal aus welcher Zeit es stammt. Diese Worte sind immer noch aktuell und gültig.
Du musst dich nicht scheiden lassen, wenn du es nicht willst. Aber du hast es hinzunehmen, wenn es jemand will.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:08
von Bane Möllgaard
Original von Oliver von Palm
Tue ich auch weiterhin. Ich halte nur nichts von der Idee, dass die Ehe auch dann weiterzuführen ist, wenn man nichts mehr füreinander empfindet. Dann ist sie Sklaverei.
"...drum prüfe, wer sich ewig bindet."

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:14
von Oliver von Palm
Wenn man heiratet, rechnet man nicht unbedingt damit, dass das irgendwann passieren könnte.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:20
von Bane Möllgaard
Das ändert nichts daran, dass viele sich denken: "Ach ja, warum nicht? Zur Not lasse ich mich scheiden.". Menschen, die nach einem halben Jahr heiraten oder nie zusammen gewohnt haben, haben ihre Gefühle ganz sicher noch nicht ausreichend hinterfragt, aber sind bereit mal eben ewige Treue zu schwören.

Niemand zwingt einen zu heiraten, man kann auch in der so genannten wilden Ehe vereint glücklich werden, aber wenn man heiratet, sollte man wissen, was man tut.

Die Ehe ist schließlich kein Club mit schickem Mitgliedsausweis und einfacher Möglichkeit, wieder auszutreten.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:21
von Konrad Grimm
Original von Bane Möllgaard
So ein Denken trifft vielleicht auf die Leute zu, die mehr als einmal heiraten (würden), weil sie nicht prüfen, sondern gedankenlos versprechen ohne es zu meinen.
Nein, nein, immer. Was ist eine Partnerschaft anderes als ein Vertrag (ja, nicht im formaljuristischen Sinne, das ist dann erst die Ehe)? Was begründet sie anderes als Nutzungs-, also Besitz-, also Herrschaftsansprüche am anderen? Meistens exklusive (also monogame), manchmal nicht, aber darauf kommt es gar nicht an (mal wieder ein Irrtum der 68er).

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:24
von Oliver von Palm
Du hast ja grundsätzlich Recht. Aber auch wenn man vorher 2 Jahre zusammengelebt hat, können sich Gefühle ändern.