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Registriert: Mi 9. Mai 2007, 00:28
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So, versuchen wir doch mal, das alles auseinanderzurödeln.
Was die Vollbeschäftigung angeht: Bei uns wurde gesagt, Wir tun , als ob wir arbeiten, der Staat tut, als würde er uns bezahlen und alle tun als wäre es echtes Geld...
Uns war das Problem durchaus bewusst, man hat im Rahmen des NÖSPL
versucht, daran was zu ändern. Leider war eines unserer gravierenden Probleme das Primat der Politik, wie es so dumm hieß. Eigentlich nix anderes, als daß die Ideologie über den Fakten stand.
War von Anfang an eine Grundkrankheit, gegen die mit wechselndem Erfolg gekämpft wurde, letztlich vergeblich. Sicher sagt euch der Name Lyssenko nichts, ihr kennt nicht Ramsins Abschlußrede vor dem Gericht,
viele werden auch Chrustschovs Rede beim XX. Patrteitag nie gelesen haben, aber für den politisch denkenden Ostler waren das eben Basics.
Es war ja auch bequem. Man konnte begangene Fehler mit ideologischen Notwendigkeiten begründen und die Sache dann endgültig mit einem "Keine Fehlerdisskussion, das stärkt den Klassenfeind..." abwürgen. Sicher, dagegen konnte man vorgehen, aber das erforderte eben Rückgrat, was leider überall Mangelware ist.
Und man bedenke weiter, wir konnten im eigenen Land nicht tun, was wir für richtig hielten. Sonst wäre eine Kreatur wie Honnecker sicher nicht an die Macht gekommen, bzw wäre ihm widerfahren, was gestürzten Hohen bei uns eben widerfahren ist. Man wusste ganz genau, daß es so nicht weitergehen kann, schon seit 1983 kamen von mittleren Kadern des MfS zunehmend Warnungen und Mahnungen. Das waren Techniker Ökonomen und andere. Wurde oberhalb einer gewissen Ebene ignoriert.
Und das ein System sich selber schützt, ist ja wohl mehr als normal.
Wir haben unsere Feinde nicht gut behandelt. Aber wie geht es denn Leuten hier, die die Grundlagen des derzeit herrschenden Gesellschaftsmodells in Frage stellen? Die Methoden mögen etwas subtiler sein, das ist auch schon alles.
Sicher, wir haben Reisefreiheit. Eine wichtige Sache für jemanden, der im Regen zum Arbeitsamt laufen muß, weil das Geld nicht für den Bus reicht....
Und mal eines noch zur Wirtschaft: Klar, es sieht hier besser aus. Wenn es aber so weiter geht, ist lediglich die Fallhöhe größer.
Weiterhin will ich mal bemerken, daß Demokratie kein Erfolgsgarant ist, es gibt genug Beispiele für die ngativen Folgen und die Entartung dises Gesellschaftsmodelles, selbst, wenn man es nur an der Wirtschaft misst, von anderen Kriterien zu schweigen.
Und noch was zu den Menschenrechten.
Der Westen brach und bricht sie in wesentlich schlimmerem Maß, als wir es je getan haben, Und, ja, wir helfen dabei mit. Schon wenn wir einkaufen.
Den Preis für die billigen Konsumgüter zahlen andere.
Macht sich irgendjemand hier, der seiner Freundin einen Blumenstrauß kauft, mal Gedanken über die Lebenserwartung der Leutchen, die in Südamerika diese Blumen produzieren?
Und das ist nur ein Beispiel.
Was die Vollbeschäftigung angeht: Bei uns wurde gesagt, Wir tun , als ob wir arbeiten, der Staat tut, als würde er uns bezahlen und alle tun als wäre es echtes Geld...
Uns war das Problem durchaus bewusst, man hat im Rahmen des NÖSPL
versucht, daran was zu ändern. Leider war eines unserer gravierenden Probleme das Primat der Politik, wie es so dumm hieß. Eigentlich nix anderes, als daß die Ideologie über den Fakten stand.
War von Anfang an eine Grundkrankheit, gegen die mit wechselndem Erfolg gekämpft wurde, letztlich vergeblich. Sicher sagt euch der Name Lyssenko nichts, ihr kennt nicht Ramsins Abschlußrede vor dem Gericht,
viele werden auch Chrustschovs Rede beim XX. Patrteitag nie gelesen haben, aber für den politisch denkenden Ostler waren das eben Basics.
Es war ja auch bequem. Man konnte begangene Fehler mit ideologischen Notwendigkeiten begründen und die Sache dann endgültig mit einem "Keine Fehlerdisskussion, das stärkt den Klassenfeind..." abwürgen. Sicher, dagegen konnte man vorgehen, aber das erforderte eben Rückgrat, was leider überall Mangelware ist.
Und man bedenke weiter, wir konnten im eigenen Land nicht tun, was wir für richtig hielten. Sonst wäre eine Kreatur wie Honnecker sicher nicht an die Macht gekommen, bzw wäre ihm widerfahren, was gestürzten Hohen bei uns eben widerfahren ist. Man wusste ganz genau, daß es so nicht weitergehen kann, schon seit 1983 kamen von mittleren Kadern des MfS zunehmend Warnungen und Mahnungen. Das waren Techniker Ökonomen und andere. Wurde oberhalb einer gewissen Ebene ignoriert.
Und das ein System sich selber schützt, ist ja wohl mehr als normal.
Wir haben unsere Feinde nicht gut behandelt. Aber wie geht es denn Leuten hier, die die Grundlagen des derzeit herrschenden Gesellschaftsmodells in Frage stellen? Die Methoden mögen etwas subtiler sein, das ist auch schon alles.
Sicher, wir haben Reisefreiheit. Eine wichtige Sache für jemanden, der im Regen zum Arbeitsamt laufen muß, weil das Geld nicht für den Bus reicht....
Und mal eines noch zur Wirtschaft: Klar, es sieht hier besser aus. Wenn es aber so weiter geht, ist lediglich die Fallhöhe größer.
Weiterhin will ich mal bemerken, daß Demokratie kein Erfolgsgarant ist, es gibt genug Beispiele für die ngativen Folgen und die Entartung dises Gesellschaftsmodelles, selbst, wenn man es nur an der Wirtschaft misst, von anderen Kriterien zu schweigen.
Und noch was zu den Menschenrechten.
Der Westen brach und bricht sie in wesentlich schlimmerem Maß, als wir es je getan haben, Und, ja, wir helfen dabei mit. Schon wenn wir einkaufen.
Den Preis für die billigen Konsumgüter zahlen andere.
Macht sich irgendjemand hier, der seiner Freundin einen Blumenstrauß kauft, mal Gedanken über die Lebenserwartung der Leutchen, die in Südamerika diese Blumen produzieren?
Und das ist nur ein Beispiel.

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Oder Orangensaft, Jägermeister oder Vanillesoße und vieles mehr. Man hat eine Vielzahl von Möglichkeiten zu wählen, das ist Marktwirtschaft.Original von Rainer Zufall
Eben, das is wie Pepsi oder Coke =)
Dass in der Politik die großen Parteien inzwischen relativ ähnlich sind ist richtig. Das liegt zum Teil auch daran, dass die etablierten Parteien sich an die moderne Massen- und Mediendemokratie angepasst haben. Wenn jemand jedoch etwas ganz anderes im politischen Angebot sehen möchte, kann er anders wählen oder selbst eine Partei gründen. Die meisten Menschen sind jedoch derzeit noch mit dem Angebot zufrieden (Wähler) oder kennen/wünschen/glauben auch (an) keine Alternative.
Sonst würde die NPD die Wahlen gewinnen oder die Naturgesetzpartei oder die Zufallspartei.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Original von Lady Enigma
Und die Unterstützung krimineller Vereinigungen ist strafbar.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Hardcore DDR-Freak? Wenigstens wurde bei uns Begreifen gelehrt.Original von Oliver von Palm
Ich bezweifle, dass Hardcore-DDR-Freaks libertär denken.
Ich les schon ab und an die EF
Nur passe ich eben nicht in die Schubladen, die sich in den meisten Schädeln befinden....
Ich bin nicht libertär, ich bin kein Demokrat und auch kein "Hardcore-DDR Freak"
Ich vergleiche und ziehe Schlüsse. Mehr nicht. Und das, was ich in der BRD derzeit sehe, ist das schlimmste mir aus der jüngeren Geschichte bekannte. Immerhin hat sich unsere Gesellschaft von den Folgen des NS-'Regimes noch erholen können. Ob sie sich von den Folgen dessen was jetzt ist und 68 begonnen hat erholen kann, ist fraglich....

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Falsch. Du wählst IMMER.Original von Lady Enigma
Wählen? Würde ich nie tun.
Denn mit meiner Stimme unterstütze ich ja die gewählte Partei.
Und die Unterstützung krimineller Vereinigungen ist strafbar.
Indem Du aber deine Stimme nicht auf dem zettelchen abgibst gibst du sie automatisch Extremisten, Neonazis oder Kommunisten ist dabei eher egal. Aber eher sogar den Nazis.
Mit Abgabe der Stimme kannst du die Politik beeinflussen, ohne Abgabe eben nicht.
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
So so. mit Abgabe der Stimme...
Wenn ich wählen würde, sicher extrem, das destabilisiert.Und je eher der faule Zauber hier zusammenkracht und vernünftige Leute die Trümmer wegräumen und sich an was Neues machen, desto besser. Du hast recht, bei der nächsten Wahl nehm ich teil---
Es muß wohl wirklich erst wirklich schlimm werden, bevor man es besser machen kann...
Wenn ich wählen würde, sicher extrem, das destabilisiert.Und je eher der faule Zauber hier zusammenkracht und vernünftige Leute die Trümmer wegräumen und sich an was Neues machen, desto besser. Du hast recht, bei der nächsten Wahl nehm ich teil---
Es muß wohl wirklich erst wirklich schlimm werden, bevor man es besser machen kann...

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila