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Verfasst: So 20. Mai 2007, 17:50
von Robert Lindberg
Bin nun auch in der Gruppe. ;)
Marcel Hagedorn, Iserlohn. :daumen:

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 01:22
von Zachary J. Mason Smith
So, im StudiVZ bin ich jetzt auch: Klick bzw. Suche nach Martin.

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 09:28
von Bryn Thomson
Original von vSzP
Und damit man dann ganz cool wird, verlinkt man in seiner Freundesliste Menschen, die man eigentlich garnicht kennt. Hauptsache aber, ich stell mich als jemand da der 120 Millionen Freunde hat, mindestens ebensoviel Sex und ebensoviele Biersorten kennt.

Warum muss ich Menschen verlinken, die ich garnicht kenn?
Weil es heute so einfach wie noch nie ist, neue Menschen kennen zu lernen. Da werden natürlich auch die Beziehungen flacher, unpersönlicher und schnelllebiger. Das muss man nicht gut finden, ist aber m.E. eine Begleiterscheinung, die man wohl hinnehmen muss. Oder aber man muss das Internet wieder abschalten oder zumindestens den Zugriff stärker reglementieren. Ich bin sicher, dass dies nicht in Deinem Interesse wäre. ;)

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 09:43
von vSzP
Original von Bryn Thomson

Weil es heute so einfach wie noch nie ist, neue Menschen kennen zu lernen. Da werden natürlich auch die Beziehungen flacher, unpersönlicher und schnelllebiger. Das muss man nicht gut finden, ist aber m.E. eine Begleiterscheinung, die man wohl hinnehmen muss. Oder aber man muss das Internet wieder abschalten oder zumindestens den Zugriff stärker reglementieren. Ich bin sicher, dass dies nicht in Deinem Interesse wäre. ;)
Das wäre es gewiss nicht ;)

Vielmehr würde ich mir von den Usern wünschen, dass sie sich stärker Gedanken dazu machen ob sie diese Prostitution wirklich brauchen. In einem Artikel auf faz.net wird auf den sozialen Druck hingewiesen. Aber bin ich gleich ein Außenseiter, nur weil ich eben nicht Mitglied bei studi.vz bin?

Wir beschweren uns über einen Staat, der IP-Adressen sammeln möchte, haben Angst vor Videokameras auf öffentlichen Plätzen aber gleichzeitig stellen wir unsere gesamte Persönlichkeit online ins Netz. Wie passt das zusammen?

Und überhaupt, wo bleiben die Individualisten? Wo bleiben die kreativen Köpfe die so eine Plattform eben nicht brauchen?

Mich stört studivz.net nicht, weil es die Idee gibt. Mich stören die Mitläufer und vor allem dieses Herden-denken. Wo soll das bloß hinführen?

Ich möchte auch kein Spaßverderber sein, aber man gestatte mir den Einwand, dass das Leben eben nicht nur auf Parties, Freunden, Sex, Bekanntschaften etc. besteht und es mehr gibt.

Traurig ist es, wenn heutige Jugendliche in ihre Lebensläufe keine vernünftigen Hobbies mehr schreiben können. Was machen die alle in ihrer Freizeit? Genau. Die sitzen vor ihrem Rechner und chatten mit wildfremden Menschen. Das ist ganz und garnicht schlimm, aber man sollte doch auch noch andere Sachen im Kopf haben. Die Jugend ist das schönste Alter im Leben: diese Epche sollte man mit reellen Freunden in einer reellen Welt verbringen und nicht stundenlang vor dem Rechner sitzen...

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 10:23
von Montgomery Scott
Original von vSzP

Und ich halte unsere Studentengeneration schon für ziemlich daneben. Wert auf eine anständige, universale Bildung legt heute kaum noch jemand. Früher waren Studenten angesehene Leute die eine wissenschaftliche Karriere einschlugen.
Vgl. Goethe: Faust I ;) Das Klischee eines Studenten war nie besonders idealistisch.

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 10:32
von Bryn Thomson
Original von vSzP
Wir beschweren uns über einen Staat, der IP-Adressen sammeln möchte, haben Angst vor Videokameras auf öffentlichen Plätzen aber gleichzeitig stellen wir unsere gesamte Persönlichkeit online ins Netz. Wie passt das zusammen?
Freiwilligkeit vs. Zwang? Bei studivz und Konsorten kann ich selbst entscheiden, ob und wenn ja welche Daten ich dort eintrage und damit öffentlich mache (und teilweise sogar angeben, wer welche Daten sehen darf). Der Staat lässt mir diese Freiheit in seiner Datensammelwut nicht.

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 10:40
von Amber Marie Ford
Nun, der "Gruppenzwang" ist im Laufe der Diskussion doch auch bereits zur Sprache gekommen:
Original von vSzP
Aber bin ich gleich ein Außenseiter, nur weil ich eben nicht Mitglied bei studi.vz bin?
Wer skeptisch ist, wer eine andere Meinung hat, wer Kritik äußert anstatt Hurra rufend mitzumachen ist doof - das wissen wir spätestens seit der sportlich enttäuschendsten Fußball-WM seit langem (o mein Gott! Was rede ich denn da? 8o Das war doch die geilste Zeit, seit es Geschöpfe gibt die wissen, was Zeit ist! Ich muss doof sein, ein trauriger, hässlicher Außenseiter ohne Freunde, der diese schöne bunte Welt hasst, und all die glücklichen Menschen darin, die dazugehören...)

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 11:19
von vSzP
Original von Bryn Thomson

Freiwilligkeit vs. Zwang? Bei studivz und Konsorten kann ich selbst entscheiden, ob und wenn ja welche Daten ich dort eintrage und damit öffentlich mache (und teilweise sogar angeben, wer welche Daten sehen darf). Der Staat lässt mir diese Freiheit in seiner Datensammelwut nicht.
Ja, das stimmt. Man gibt zwar die Daten freiwillig ein. Aber weiß man auch, wer alles mitliest? Einen Account bei studivz. zu bekommen ist sehr einfach. Und wer sagt, dass sich dort nur Studenten und Personalchefs rumtreiben?

Mich stört, dass so eine Location ohne zu Hinterfragen angenommen wird. Misstrauen? Keiner da. Es gibt bei StudiVZ natürlich auch eine Gruppe, die sich damit beschäftigt. Die hat keine 20 Mitglieder. Der Rest gibt seine Persönlichkeit schonungslos preis.

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 16:20
von Gunnar Svensson
Die meisten machen sich wegen ihrer Gruppen im studivz zuviel Sorgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Personalchef lieber Leute sieht, die Mitglied in 20 Sauf und Fickgruppen sind als solche die nur eine politische Gruppe des linken Spektrums in ihrer Liste haben.

Verfasst: Di 19. Jun 2007, 17:22
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von vSzP
Der Rest gibt seine Persönlichkeit schonungslos preis.
Wie eindimensional muss ein Mensch denn sein, damit er das beim StudiVZ hinbekommt? Name, Alter, Studienfach und Gruppen wie "Wir trinken Bier nr an Tagen, die mit *g* enden. Und Mittwochs" oder "Ich fand Johnny Cash schon vor dem Hype gut" machen doch keinen Menschen und sagen, ohne einen Menschen real zu kennen nichts aus.