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Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 07:03
von Nestor Caprice
Original von Hans Sack
Wo soll es zum wohle der Nation sein, durch lug und betrug jemanden an die Macht zu bringen, obwohl die meisten Wähler dagegen sind ?
Es geht ja nicht darum bei jeder schnell wechselnden Stimmung immer absolute Mehrheiten zu haben, sondern bei Wahlen und in der Gesamtlinie. Und ein soziales Programm kommt immer gut beim Wähler an. Das ist ein konstanter historischer Erfahrungswert.
Die Wahlen haben eine Mehrheit für eine sozialdemokratisch geprägte Regierung ergeben, die volksrepublikanische Akzente setzen kann. Geben wir der neuen Regierung die Chance, etwas für eine sozialere und weniger neoliberale DU zu machen. Arbeit hat nun Vorfahrt vor Kapital.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 09:30
von Hans Sack
Original von Nestor Caprice

Es geht ja nicht darum bei jeder schnell wechselnden Stimmung immer absolute Mehrheiten zu haben, sondern bei Wahlen und in der Gesamtlinie. Und ein soziales Programm kommt immer gut beim Wähler an. Das ist ein konstanter historischer Erfahrungswert.
Die Wahlen haben eine Mehrheit für eine sozialdemokratisch geprägte Regierung ergeben, die volksrepublikanische Akzente setzen kann. Geben wir der neuen Regierung die Chance, etwas für eine sozialere und weniger neoliberale DU zu machen. Arbeit hat nun Vorfahrt vor Kapital.
In der Essenz meinen sie also, das der betrügerische Wortbruch gerechtfertigt ist weil er eine Regierung an die Macht bringt welche sie bevorzugen ? Ihr verhältniss zur Demokratie ist wahrlich fraglich.

Ich beispielsweise möchte einer Sozialistischen Regierung keinerlei Chance geben und bekomme diese nun durch betrug Aufgezwungen.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 09:36
von Bernardo Macaluso
Das hat nichts mit Betrug zu tun. Ein klares Statement zu Koalitionsoptionen vor einer Wahl kann aufrichtig und ernst gemeint sein. Dass ein problematischer Wahlausgang eine vorher abgelehnte Koalitionsoption als einzig verantwortungsvolle Lösung gebietet, ist davon völlig unberührt.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 09:57
von Hans Sack
Original von Bernardo Macaluso
Das hat nichts mit Betrug zu tun. Ein klares Statement zu Koalitionsoptionen vor einer Wahl kann aufrichtig und ernst gemeint sein. Dass ein problematischer Wahlausgang eine vorher abgelehnte Koalitionsoption als einzig verantwortungsvolle Lösung gebietet, ist davon völlig unberührt.
Kommen sie schon, fast alle von Herrn Sendelhofers Wählern, haben ihn gewählt weil er versprochen hat : "kein Kanzler Conner". Und dann nach dem er gewählt wurde, Koaliert er mit Conner und bricht sein Wort, bricht das versprechen wegen dem er gewählt wurde. Oder denken sie ersthaft das auch nur eine Person Herrn Sendelhofer gewählt hätte, wenn dieser auch nur die Möglichkeit offengelassen hätte, die Sozialisten an die Macht zu bringen ? Ich denke wohl kaum.

Um es auf den Punkt zu bringen. Sendelhofer hat seine Wähler schlicht um ihre Stimmen beschissen.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:01
von Bernardo Macaluso
Original von Hans Sack

Kommen sie schon, fast alle von Herrn Sendelhofers Wählern, haben ihn gewählt weil er versprochen hat : "kein Kanzler Conner". Und dann nach dem er gewählt wurde, Koaliert er mit Conner und bricht sein Wort, bricht das versprechen wegen dem er gewählt wurde. Oder denken sie ersthaft das auch nur eine Person Herrn Sendelhofer gewählt hätte, wenn dieser auch nur die Möglichkeit offengelassen hätte, die Sozialisten an die Macht zu bringen ? Ich denke wohl kaum.

Um es auf den Punkt zu bringen. Sendelhofer hat seine Wähler schlicht um ihre Stimmen beschissen.
Das halte ich für irreführend. Natürlich werden die meisten von Herrn Sendlhofers Wählern ihn gewählt haben, um eine FLA-Sendlhofer-Koalition zu unterstützen, soviel ist völlig klar und hätte Herr Sendlhofer sich leichtfertig darüber hinweggesetzt, währe das sicher nicht in Ordnung. Aber niemand - außer Ihnen vielleicht, Herr Sack - hat Herr Sendlhofer gewählt, weil er wollte, dass das Land lieber handlungsunfähig ist als dass die stärkste Fraktion im Unionsparlament mitregiert. So destruktiv ist Herr Sendlhofers Klientel nicht.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:04
von Hans Sack
Eine Neuwahl, währe in diesem Fall die einzige Anehmbare und Ehrenvolle Option gewesen.

Aber wie gesagt, genießen sie ihre drei Monate an der Macht. Der Wähler wirt sich bestimmt nicht zwei mal nacheinander über den Tisch ziehen lassen.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:08
von Bernardo Macaluso
Neuwahlen sind überhaupt keine Lösung. Der Wähler hat seine Aufgabe mit der ersten Wahl getan. DIe Regierungsbildung ist Aufgabe des Unionsparlaments.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:19
von Hans Sack
Original von Bernardo Macaluso
Neuwahlen sind überhaupt keine Lösung. Der Wähler hat seine Aufgabe mit der ersten Wahl getan. DIe Regierungsbildung ist Aufgabe des Unionsparlaments.
Das sagen sie doch bloß weil sich ihre verachtenswerten Sozialisten Brüder durch Zufall und Betrug an die Macht Schmuggeln konnten.

An Neuwahlen, haben sie freilich kein Interesse, da diese ja den Tatsächlichen Wählerwillen umsetzten könnten und das Rote Pack dann mit sicherheit wider auf der Straße sitzt.

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:34
von Bernardo Macaluso
Ich schätze, die Diskussion ist damit beendet...

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 10:35
von Nestor Caprice
Original von Hans Sack
An Neuwahlen, haben sie freilich kein Interesse, da diese ja den Tatsächlichen Wählerwillen umsetzten könnten und das Rote Pack dann mit sicherheit wider auf der Straße sitzt.
Bei den nächsten Wahlen wird eine noch stärkere Linke entstehen, da sie die Volksmeinung des kleinen Mannes und der kleinen Frau am Besten wiedergibt. Man muss da ganz pragmatisch sein. Wer das beste Angebot macht, erhält die meisten Stimmen. Wer weniger Markt und mehr staatliche soziale Schutzleistungen anbietet, erhält mehr Erfolg auf dem Wählermarkt. So ist die menschliche Neigungspriorität.
Aber nun mal zum Wesentlichen: Die schwarz-gelbe Regierung Bont wurde sang- und klanglos und gleichzeitig mit Pauken und Trompeten abgewählt. Das zählt. Dass die neu gegründete sozialkonservative Partei sich nun der Regierung der Stunde angeschlossen hat ist folgerichtig. Die neue Koalition passt inhaltlich und formal zum Geist der Zeit.