Original von Richard Stresemann
Das "mehr Geld für fast alle"-Gelaber der Linken ist noch unglaubwürdiger als der kaum mehr versteckte Klientelismus der schwarz-gelben Kleptokratenkoalition
Auf Dauer unfinanzierbar? Ja. Zerstört den Willen, mehr zu leisten als notwendig, bzw. innerhalb des Steuer- und Regulierungssystems lohnenswert ist, noch mehr als schon jetzt? Ja.
Aber: Wir glauben ja inzwischen wahrscheinlich alle nicht mehr daran, dass dieser Staat noch mal schuldenfrei wird. Also: Es ist rational für Menschen, die nichts haben, die zu wählen, die ihnen (für und durch ihre Wahl) etwas geben wollen/können. Natürlich müssen sie das von anderen nehmen. Aber das geschieht doch heute schon in einem exzessivem Ausmaß, das es zuvor in der Menschheitsgeschichte nicht gegeben hat. So ist das heutige Staats- und Kultursystem, im subjektiv Guten (für den der netto und empfundenermaßen profitiert) wie im Schlechten (für den der es unter dem Strich bezahlen muss und es nicht gut findet). Ganz nach der Definition von Frederic Bastiat.
Die Arbeitslosen würden von einem bedingungslosen Grundeinkommen bzw. der Wiedereinführung einer locker gehandhabten Sozialhilfe profitieren.
Die Mittelschicht ist großteils - nicht wie Guido gehofft hat - nicht primär an Steuersenkungen oder weniger Regulierung interessiert, sondern an sozialer Sicherheit. Das wird mit immer mehr steigendem Altersdurchschnitt auch noch weiter steigen. Also hier ist definitiv die nächsten Jahre keine Reformstimmung in der entscheidenden Mitte der Gesellschaft mehr zu erwarten.
Ergo: Die Mitte wählt den Sozialstaat. Ob das nächstes Mal noch mal Mutter Angela oder Vater Sigmar Staatschef wird, ist im Ergebnis ziemlich equal.
Als jemand, der kein Vermögen hat, hat man auch unter einer SPD-Linkspartei-Regierung nicht viel zu verlieren.
Und dann ist es subjektiv rational, eher mehr Sozialstaat, bzw. ein größeres Stück vom restlichen Kuchen zu wählen, als freiwillig zu verzichten, in dem man die Status-quo-Verwalter von der Union oder die ordnungspolitischen Träumer von der FDP wählt.
und was man mit Afghanistan machen will, wenn man da erstmal draußen ist, darüber will man dort wohl auch erst danach nachdenken.
Afghanistan den Afghanen. Deutschland wird die nächsten Jahre genug mit sich selbst und der inneren "Ordnung" zu tun haben.