Seite 4 von 4

Verfasst: So 11. Okt 2009, 16:17
von Rafael van der Linden
Original von Kathryn Janeway
Warum sollte es ohne Lobbies nicht gehen?
Weil man die Bildung von Lobbies nicht wirklich verhindern kann. Und es auch "natürlich" (in der modernen Gesellschaft) ist, dass sich Interessenverbände bilden.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 16:21
von Kathryn Janeway
Original von Rafael van der Linden

Weil man die Bildung von Lobbies nicht wirklich verhindern kann. Und es auch "natürlich" (in der modernen Gesellschaft) ist, dass sich Interessenverbände bilden.
Aber man kann z. B. durch geeignete Maßnahmen verhindern, dass sie zu großen Einfluss nehmen.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 16:23
von Rafael van der Linden
Original von Kathryn Janeway
Aber man kann z. B. durch geeignete Maßnahmen verhindern, dass sie zu großen Einfluss nehmen.
Ja.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 20:45
von Amber Marie Ford
Ein zentrales Problem im Umgang mit dem Phänomen bzw. Begriff des "Lobbyismus" ist hierzulande bereits die hohe politische Passivität der Deutschen. Wer das Wort "Lobby" hört, denkt fast automatisch an Großkonzerne oder deren Zusammenschlüsse, deren Vorstände Partys im Kanzleramt feiern und bei diesen Gelegenheiten politische Foderungslisten einreichen.

Zunächst mal sind Lobbys aber ganz schlicht Interessenvertretungen. Auch Gewerkschaften, Kirchen, Umweltverbände, Berufsvereinigungen, Autoclubs usw. sind Lobbys, bzw. können sich als solche betätigen. Nur ist leider die Neigung der Leute sehr gering, sich je nach ihren Interessen solchen Organisationen anzuschließen und sich aktiv an ihrer Arbeit zu beteiligen.

Lieber reduziert man demokratische Mitbestimmung darauf, alle vier Jahre sowieso mehr oder weniger die immer gleiche Partei zu wählen und sich die restliche Zeit darüber aufzuregen, dass die Politiker ja sowieso nicht tun, was man eigentlich für richtig hält.

Und noch mal kurz zum Thema Kernenergie: im Wesentlichen gebe ich Stresemann Recht. Angesichts des ungelösten Entsorgungsproblems ist sie noch auf absehbare Zeit weit davon entfernt, als die Energiequelle der Zukunft gelten zu können. Anstatt neue REaktoren zu bauen, sollte das Geld lieber in die Weiterentwicklung regenerativer Energien investiert werden. Ehe diese aber den Anteil der Kernenergie am Energiemix nicht voll ersetzen können, ist das Klammern an starren Ausstiegsterminen ebenso unvernünftig.