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Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 18:43
von Amber Marie Ford
Original von Rafael van der Linden
Das wäre natürlich mal eine Geste gewesen: der US-Präsident lehnt den Friedensnobelpreis ab und erklärt dazu, z. B. chinesische Dissidenten hätten ihn mehr verdient. Darüber, dass das so ist, brauchen wir wohl nicht zu streiten.

Aber ironischerweise bezeugt Obama mit seinem Verhalten gerade, dass das norwegische Parlament mit seiner Einschätzung Recht hatte! Er ist gerade kein kompromissloser Moralist, sondern ein Meister der diplomatischen Rhetorik. Er geißelt - keinesfalls zu Unrecht - soziale Missstände in der westlichen Welt. Aber vermeidet zugleich Konfrontationen, indem er solche menschenverachtenden Regimes verschont und sogar aufwertet, die die USA nicht durch eine Invasion beseitigen könnten.

Macht ihn das nun zu einem gerade würdigen oder gerade unwürdigen Preisträger? Es ist eine Frage des Standpunktes: 1935 erhielt der Publizist Carl von Ossietzky den Friedensnobelpreis, der damals als Gegner des NS-Regimes im KZ Esterwegen inhaftiert war. 1970 erhielt Alexander Solschenizyn zwar nicht den Friedensnobelpreis, aber für sein schriftstellerisches Wirken im Geiste der Humanität und gegen das kommunistische Regime in der UdSSR den Nobelpreis für Literatur. Mutige Männer, Obama mit ihnen zu vergleichen wäre eine Frecheit - ihn, den wohlhabenden Anwalt in einem freien Land, kostet sein Idealismus schließlich nichts.

Aber letztlich sind Regimes wie in Moskau und Peking unberechenbar. Und kompromisslose Propaganda westlicher Werte und Ideen - wie durch die US-Regierung unter Bush jr. - ist einem zumindest friedlichen Miteinander nicht unbedingt zuträglich. Obamas Auftreten auf dem internationalen Parkett öffnet mindestens die Möglichkeit, für alle drei Großen - also die USA, Russland und China - relevante Probleme wie das iranische Atomprogramm in einer kollegialen Atmosphäre zu bearbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden, die für keine der Weltmächte einen Gesichtsverlust bedeuten.

Auf seine Weise auch ein Beitrag zum Weltfrieden...

Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 19:43
von Rafael van der Linden
Original von Amber Marie Ford
Auf seine Weise auch ein Beitrag zum Weltfrieden...
Vielleicht zumindest zur Verhinderung eines heißen Großkriegs. Dann hätte man aber auch andere US-Präsidenten längst den Friedensnobelpreis geben müssen. Aber scheibe, das hat man ja schon. :D
Die Kritik ist wie gesagt, dass Obama noch gar nicht viel außenpolitisch gemacht hat. Er wird also für eine zukünftig erwartete friedensfördernde Politik ausgezeichnet. Das ist auch in Ordnung. Einen besonderen Stellenwert hat der Friedensnobelpreis damit aber nicht mehr.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 00:13
von Hans Sack
Herr Obama ist um es mal forsch auszudrücken, schlicht der Quoten Neger. Nach dem ein Land das eingentlich nur ein zusammengewürfelter haufen Irgendwas ist, welcher seine Nationalität auf einen papierfetzen beruft, in den 50iger jahren an die Welt Spitze geklettert ist. Wurde dieses gebilde Kontinuirlich Herunter gewirtschaftet und machte sich durch Absurde Ungewinnbare Konflikte in aller Welt Lächerlich. Nun nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und Zahlreichen Sinnlosen Materrialschlachten ist dieses Skuriele Ding namens USA an einer Grenze angekomen, welcher Busch in seinem Wahn die krohne aufsetzte.

Die Wirtschaft am Boden und das Einst so Mächtige Militär ein viel gescheiterter Witz.

Herr Obama ist lediglich das Resultat der Verblendeten Verzwiflung dieses Fragwürdigen Volkes. Herr Obama ist kein Politiker, sondern eine Produkt der Scheinheiligen Amerikanischen Medienwelt. Obama ist Schwarz, scheinbar Pazifistisch und das Idealbild des Humanistischen Retters der dieses Obskure gebilde aus der Scheisse zieht.

Aber das Ändert nichts daran das, das land am ende ist und kein Papiertieger diesen Gewaltigen Pott voll Dreck und Scheisse auszuschütten vermag, da sas Problem in der Kranken Volksmentailtät an sich steckt.

Manch einer mag noch meinen das die Amis immer noch eine Militär macht seien, aber man bewegt sich schon lange auf sehr Dünnen Eist. Alles Fällt und steht mit der EU. Entscheidet sich die EU gegen die USA, Jubelt die Arabische Welt Säbel rasselnt und Onkel Putin steigt bereitwillig ein. Und ich denke eine VK China wirt sich nicht für die Amis entscheiden.

Sollte das Amerikanische Militär einen pfad einschlagen der für die EU nicht Haltbar ist. steht dem Land ein Kampf bevor der nur in der eigenen Totalen vernichtung enden kann.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 13:07
von Stigman
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Das ist ja mal hilarious wie der Amerikaner so schön. Da hätte ihn ja Kohl noch eher verdient, der hat wenigstens irgendetwas gemacht und sei es gegessen...
Obama hat den Preis nicht unbedingt verdient. Kohl hat ihn definitv nicht verdient! Für den Satz: "Hier entstehen blühende Landschaften" müßte er heute noch jede Nacht zwei- bis dreimal mit Elektroschocks geweckt werden.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 13:12
von Lady Enigma
Wieso? Ich hab es schon mehrfach gesagt. Da , wo unsere Industrie war grünt und blüht es oft....
Kein Wort unwahr...
Im ehemaligen Lichtenberger Kugellagerwerk haben sie sogar irgendeine seltene Orchideenart entdekt....

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 14:12
von Amber Marie Ford
Original von Rafael van der Linden
Vielleicht zumindest zur Verhinderung eines heißen Großkriegs. Dann hätte man aber auch andere US-Präsidenten längst den Friedensnobelpreis geben müssen. Aber scheibe, das hat man ja schon. :D
Die Kritik ist wie gesagt, dass Obama noch gar nicht viel außenpolitisch gemacht hat. Er wird also für eine zukünftig erwartete friedensfördernde Politik ausgezeichnet. Das ist auch in Ordnung. Einen besonderen Stellenwert hat der Friedensnobelpreis damit aber nicht mehr.
Eine offene militärische Konfrontation zwischen den großen Drei - USA, Russland, China - hätte ich auch in noch vier - oder acht, oder noch mehr Jahren - unter Bush jr. nicht erwartet. Der Zirkel greiser Millionäre, der ihn kontrolliert hat, wusste aus seiner Erfahrung im Kalten Krieg, dass es dabei keinen Sieger gegeben hätte.

Allerdings wäre ich mir nicht sicher gewesen, wie klug und effektiv sie im Umgang mit anderen Gefahrenquellen verfahren wären. Der Iran etwa muss es nur schaffen, eine einzige Nuklearrakete auf Israel abzufeuern. Die Israelis würden wahrscheinlich ebenfalls mit Nuklearwaffen zurückschlagen - und wir könnten uns von der Welt, wie wir sie kennen, verabschieden.

Nur: so lange Russland und China das Gefühl haben, ein Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm diene allein oder zumindest in erster Linie den militärischen Interessen der USA, und könne sich über diese zum Nachteil ihrer Sicherheit vor den USA auswirken, werden sie sich notgedrungen vor Teheran stellen.

Obama begegnet diesen Ängsten durch seine betont defensive und rücksichtsvolle Rhetorik durchaus wirkungsvoll, eröffnet Russen und Chinesen die Möglichkeit, mit ihm an einem Strang zu ziehen ohne als US-Lakaien dazustehen oder gar fürchten zu müssen, an ihrem eigenen Grab mitzuschaufeln.

Das muss man ihm lassen. Insgesamt halte ich ihn aber nach wie vor für die wohl meistüberschätze zeitgenössische Persönlichkeit. ;)

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 17:25
von Richard Stresemann
Bild

Saint Obama
Nobel Peace Prize - For not beeing Dabbeljuh

Als nächstjährigen Preisträger schlage ich Muammar al Gaddafi vor - weil er in den letzten Jahren nicht nachweislich einen Terroranschlag unterstützt hat.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 17:51
von Baudouin de Billancourt
Original von Tony Gold
öhm... seit wann ist Obama anti-amerikanisch?
Puh... wo soll ich anfangen? Oft hat man den Eindruck, er würde sich für die Stärken und Tugenden der USA schämen, nicht für die Fehler. Es wurde ein verpflichtender Sozialdienst angestrebt. Die USA haben noch nie so große Schritte in Richtung Etatismus unternommen wie unter Obamas Führung (mit der möglichen Ausnahme Roosevelts, mit dessen Amtszeiten ich mich nicht hinreichend befasst habe), Beispiel staatliches Gesundheitssystem. Er lobt den Altruismus und verdammt den Egoismus. Den Höhepunkt bietet wohl der Aufruf der Regierung, "fishy emails" zu melden. In der DDR waren IMs inoffiziell und man hat damit nicht geprahlt, für Obama ist Denunziation, die politische Meinungen betrifft, eine Selbstverständlichkeit, die er gern und offen propagiert.
Noch Fragen?

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 19:07
von Tony Gold
Ja, doch, meine alte Frage steht noch: Seit wann liegt Honolulu in Kenia? :P

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 21:03
von Amber Marie Ford
Gab es da nicht so eine Verschwörungshteorie, dass er in Wahrheit gar nicht in Honolulu geboren sei, sondern im Heimatort seines Vaters in Kenia (und damit je nach Auslegung der US-Verfassung nicht zum Präsidenten wählbar gewesen wäre)?