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Verfasst: Do 24. Sep 2009, 12:45
von Victoria Sewell
Original von Lord of Macshire
Sie brauchen mir das Wort nicht im Munde umzudrehen.
Das stimmt, das ist in diesem Fall nicht nötig. ;)

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 12:48
von Jürgen Haitner
Original von Joshua Weisberg
Verzeihung aber das ist wirklich grob falsch. Sanktioniert wird da gerade niemand. Im Gegenteil - man raubt sich die Möglichkeit einer Sanktion.
Auch falsch. Es ist eine finale Sanktion.

Ob es sonderlich human ist, Subjekte mit menschenverachteten Ansichten lebenslang einzusperren, an ihnen herumzudoktorn (um sie zu "resozialisieren") und nachdem sie jahrzehntelang durchgefuttert wurden unter die Erde zu bringen, stelle ich dahin.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 12:53
von Joshua Weisberg
Original von Jürgen Haitner

Auch falsch. Es ist eine finale Sanktion.
Ich veranstalte evtl. bald eine Epikur-Vorlesung. Schauen Sie doch mal rein ;)

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:17
von Jürgen Haitner
Ich habe heute mein Bedürfnis nach BILDung bereits gestillt. ;)

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:19
von Gustav von Struve
Über die Todesstrafe wird immer äußerst hitzig und in zwei Lager geteilt diskutiert. Das eine Lager ist der Ansicht, dass durch die Enführung der Todesstrafe potentielle Straftäter mehr abgeschreckt werden wie durch langjährige oder gar lebenslängliche Haftstrafen. Das andere Lager ist der Ansicht, dass das Ziel der Rechtsprechung nicht die Abschreckung, sondern die Gerechtigkeit sein sollte.

Meiner Ansicht nach wird durch die Todesstrafe nur die Zahl der Verbrecher zum Zeitpunkt der Vollstreckung um exakt einen Verbrecher verringert, eine wirkliche Abschreckung ist sie in keinstem Fall. Das Recht auf Leben ist auch bei einem Schwerstverbrecher an keinerlei Bedingungen geknüpft.

Insbesondere bei Vollstreckung der Todesstrafe bei Terroristen, würde denen sogar die (scheinbare) Legitimation für ihren Kampf geliefert werden.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:41
von Hans Sack
Original von Jürgen Haitner

Doch. Sie müssen meine Auslegung nicht falsch auslegen.

Die Todesstrafe ist kein Mord, sondern eine Sanktion des Staates für eine Straftat. Jeder, der vorher einen Mord o.ä. begeht, weiß, welche Rechtsfolgen dies hätte. Er ist nur so lange hilflos, wie er die Tat nicht vollendet - er ist also selbst verantwortlich und in keinster Weise "hilflos"!

Sie ekeln mich an. Sie würden eher Partei für einen Mörder ergreifen und seine Tat verharmlosen, anstatt an die Opfer, die Angehörigen und vor allem an die Gesellschaft zu denken?!

Aber natürlich wir Recht daraus, wenn die Todesstrafe gesetzlich fixiert ist.

Wo bitte führt es hin, dass das Gesetz vorschreibt, wer wählen darf und wer nicht?
1. Das Individuum steht über der Gesellschaft.

2. Das wählen mit der Ermordung einer Person zu vergleichen ist mehr als Makaber.

3. Mord ist keine Sanktion, da es den Täter nicht wirklich bestraft und lediglich der persönlichen Rache dient.

Sicher gibt es Verbrecher welche es verdient hätten zu Sterben, dennoch darf sich der Staat selbst nicht dazu herablassen aus Rache zu Morden. Wie sollte er sonst noch das Morden Verurteilen können.

Auf Mord mit Mord zu antworten macht kein Recht daraus. Das ist nichts als Plumpe Lynchjustiz.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:48
von Lord Macshire
Original von Hans Sack
...
1. Das Individuum steht über der Gesellschaft.
...
Falsch. Das Individuum ist Teil der Gesellschaft. Auch der einzelne muß sich unter Umständen dem Allgemeinwillen unterordnen. Das ist das Prinzip einer zivilisierten Gesellschaft. Ich möchte hier nicht das vielgebrachte Steinzeitklischee bedienen, denn der Höhlenmensch hatte mit Sicherheit mehr Gemeinschaftssinn als die heutige Gesellschaft. Ohne diesen hätte er nämlich nicht lange überlegt.

Wenn der Staat tötet, tötet er das im Rahmen der geltenden Gesetze und des aktuellen Rechts. Er mordet dann nicht, sondern vollzieht das Recht.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:54
von Victoria Sewell
Original von Lord of Macshire
...denn der Höhlenmensch hatte mit Sicherheit mehr Gemeinschaftssinn als die heutige Gesellschaft. Ohne diesen hätte er nämlich nicht lange überlegt.
Der Steinzeitmensch hatte auch ganz andere Lebensbedingungen. Er lebte in der überschaubaren und aufeinander existenziell angewiesenen Kleingruppe. Fü die Kleingruppe ist ein enges und sozial hierarchisches Zusammenleben auch heute noch wünschenswert. Daher respektieren und fördern die Konservativen auch das Familienleben als Fundament einer freien Gesellschaft.
Für die Ebene der Großgesellschaft müssen jedoch andere Regeln und Formen des Zusammenlebens gefunden werden.
Wenn der Staat tötet, tötet er das im Rahmen der geltenden Gesetze und des aktuellen Rechts. Er mordet dann nicht, sondern vollzieht das Recht.
Rechtspositivistisch argumentiert. Da scheiden sich dann wieder die Geister.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 13:58
von Lord Macshire
Original von Victoria Sewell

Der Steinzeitmensch hatte auch ganz andere Lebensbedingungen. Er lebte in der überschaubaren und aufeinander existenziell angewiesenen Kleingruppe. Fü die Kleingruppe ist ein enges und sozial hierarchisches Zusammenleben auch heute noch wünschenswert. Daher respektieren und fördern die Konservativen auch das Familienleben als Fundament einer freien Gesellschaft.
Für die Ebene der Großgesellschaft müssen jedoch andere Regeln und Formen des Zusammenlebens gefunden werden.
Recht so. Aber was in der Familie und Kleingruppe funktioniert, kann auch für die Gesellschaft als ganzes kein Fehler sein. Letztlich geht es hier aber nur darum, daß es nicht das Individuum ist, was über der Gesellschaft steht. Das Individuum braucht seine Freiheiten, aber IN der Gesellschaft und nicht auf Kosten der Gesellschaft.

Verfasst: Do 24. Sep 2009, 14:02
von Hans Sack
Original von Lord of Macshire

Falsch. Das Individuum ist Teil der Gesellschaft. Auch der einzelne muß sich unter Umständen dem Allgemeinwillen unterordnen. Das ist das Prinzip einer zivilisierten Gesellschaft. Ich möchte hier nicht das vielgebrachte Steinzeitklischee bedienen, denn der Höhlenmensch hatte mit Sicherheit mehr Gemeinschaftssinn als die heutige Gesellschaft. Ohne diesen hätte er nämlich nicht lange überlegt.

Wenn der Staat tötet, tötet er das im Rahmen der geltenden Gesetze und des aktuellen Rechts. Er mordet dann nicht, sondern vollzieht das Recht.
Falsch Die Gesellschaft Existiert einzig um das Individuum zu stützen und sein Überleben zu vereinfachen. Ohne Individuum gibt es auch keine Gesellschaft.

Der Sinn einer Gesellschaft ist eine Zweckgemeinschaft und kein Einheitliches Kollektiv.