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Verfasst: Do 17. Sep 2009, 18:22
von Lady Enigma
Unfug. Es ist eine Folge des "Marsches durch die Institutionen" des Gesindels, welches man 68 nicht für seine Taten an den Unis und auf der Straße sofort exmatrikuliert und damit verhindert hat, daß dieses Pack Einfluss auf die Gesellschaft erhält. Sie haben die Medien und Geisteswissenschaften und vor allem die Schulen unterwandert, systematisch das Sprache vergewaltigt.
Linke Humanität drückt sich ja unter anderem auch in der Verherrlichung bzw Billigung von Massenmorden und überhaupt Gewalttaten aus.
Was sagte Enkelmann noch gleich über Stalins Politik? Oder der linke Hetzer Jessen über die Fastermordung eines Rentners durch Ausländers?
Die Linke( und das fängt für mich schon am linken Flügel der SPD an) ist unendlich gefährlicher als die paar Wirrköpfe in der NPD, denn sie haben ungleich mehr Möglichkeiten, der Gesellschaft ihre menschheitsbeglückenden Konzepte aufzudrücken. Und bisher ist noch jede linke Herrschafft in Terror ausgeartet.
Verfasst: Do 17. Sep 2009, 18:56
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
Was daran liegt, dass die linke Sichtweise eben humanitär-kritisch in Bezug auf die BRD auftritt
Diese Hypersensibilität gegenüber dem Splitter im Auge des bestehenden Systems, bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber dem Balken bzw. dem Kerbholz der als fortschrittlich bezeichneten Ideologien, gab es vor 1968 so nicht.
Das ist eine natürliche Verwandschaft, keine Dominanz einer politischen Richtung.
Diese einseitige Dominanz gab es zwischen 1945 und 1968/1970er nicht. Und auch vorher wechselten die Zeitgeister immer wieder zwischen verschiedenen Richtungen. Daher sprechen ja auch manche von der Notwendiglkeit für ein neues "1968", im Sinne eines Aufbruchs der verkrusteten und strukturkonservativen, seit 40 Jahren bestehenden, inzwischen oft links-spießigen Kultur.
Verfasst: Do 17. Sep 2009, 19:04
von Montgomery Scott
Original von Damian Fuller
Diese Hypersensibilität gegenüber dem Splitter im Auge des bestehenden Systems, bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber dem Balken bzw. dem Kerbholz der als fortschrittlich bezeichneten Ideologien, gab es vor 1968 so nicht.
Diese einseitige Dominanz gab es zwischen 1945 und 1968/1970er nicht. Und auch vorher wechselten die Zeitgeister immer wieder zwischen verschiedenen Richtungen. Daher sprechen ja auch manche von der Notwendiglkeit für ein neues "1968", im Sinne eines Aufbruchs der verkrusteten und strukturkonservativen, seit 40 Jahren bestehenden, inzwischen oft links-spießigen Kultur.
Konkretisier mal etwas, woran Du das festmachst. Ich sehe es wie gesagt grundsätzliche Probleme darin, von einer dominierenden politischen Strömung zu reden, ohne zu klären,
was sie
wie dominieren sollte.
Verfasst: Do 17. Sep 2009, 19:11
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
einer dominierenden politischen Strömung
Ich schrieb 'kulturell-medial' oder sowas. Nicht eben in allen Bereichen der Politik. Hier gibt es durchaus verschiedene Strömungen und schneller wechselnde Trends zu beobachten.
Ich überlege mal, wie ich das anschaulich konkretisieren könnte und melde mich dann wieder.

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 08:21
von Stigman
Treffend formulierte Kritik von Jens Best, Autor und Social-Media-Berater auf Twitter:
"Mich hat gerade
'Der Stürmer' um ein Interview gebeten. Kennt jemand diese Fußball-Fachzeitung?"

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 11:48
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von Damian Fuller
Naja, die NPD ist nationalsozialistisch, nicht rechts. Zumindest hätten das Hitler, Goebbels und alle Rechten ihrer Zeit gesagt.
Das ist richtig, aber versuch heute mal jemandem zu erklären, dass es in Deutschland niemals Faschismus gab... Das lechts und rinks Gerede ist fachlich sowieso kaum haltbar, aber im allgemeinen Sprachgebrauch muss man diese Termini benutzen, da nur so weitgehend einfach klar wird, was man meint.
Und die versucht, weil es trotz ihrer medial-kulturellen Dominanz immer noch viele "reaktionäre" und andersdenkende Elemente in der Gesellschaft gibt (...)
Genau, "Schreckgespenst" schwarz-gelb.
Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 15:10
von Istvan Schwartzwälder
Original von Stigman
"Mich hat gerade
'Der Stürmer' um ein Interview gebeten. Kennt jemand diese Fußball-Fachzeitung?"
Definitiv ein Nazi-Skandal.

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 18:06
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von Stigman
Treffend formulierte Kritik von Jens Best, Autor und Social-Media-Berater auf Twitter:
"Mich hat gerade
'Der Stürmer' um ein Interview gebeten. Kennt jemand diese Fußball-Fachzeitung?"
Das stammt nicht von Jens Best sondern ist aus einem halbwegs bekannten Roman.
Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 20:11
von Stigman
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Das stammt nicht von Jens Best sondern ist aus einem halbwegs bekannten Roman.
Hmmh, offensichtlich klaut heutzutage fast jeder.
Verfasst: Fr 25. Sep 2009, 00:23
von Rafael van der Linden
Ein treffender und leider wahrer
Kommentar von Andre Lichtschlag:
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Doch dann geschah, was seit 30 Jahren immer geschieht, wenn eine neue Formation an die Pforten des Parlaments klopft: Auch die Piraten wurden verdächtigt, „rechts“ zu sein.
Im Frühjahr hatte die „Kultur des Verdachts“ schon einmal gegriffen, als die Freien Wähler sich im Hinblick auf die Europawahl der fünf Prozent näherten, ebenfalls zwar ohne Programm, getragen aber von derselben potenziellen großen Wählerkoalition aller freiheitlich Verprellten. Flugs wurden Mitglieder bei den Freien Wählern „entdeckt“, die zuvor der Schill-Partei angehört hatten. Presse und Konkurrenzparteien witterten eine „rechte Unterwanderung“ der Freien Wähler. Dass die Schill-Partei mit der CDU in Hamburg koaliert hatte und dass inzwischen viele ehemalige Schill-Parteiler ohne Aufsehen bei der CDU gelandet sind, schien keinen zu interessieren.
...
Selbst die SPD-nahe und antifaschistische Internetseite „Endstation rechts“ ist ob des Politpiraten Popp irritiert: „Eine Partei, die von sich selbst sagt, sie setze sich für Informations- und Meinungsfreiheit ein, kann eine Interviewanfrage eines Blattes, das der Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenharter explizit nicht zum Rechtsextremismus zählt, gar nicht ablehnen, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Es ist daher schon paradox, dass die Piraten einerseits ein umfassendes Recht auf Freiheit propagieren, sich nun aber selbst nicht daran halten.“
...
Kommen wir am Ende zurück zum Grundsätzlichen, denn weder die Denunziation der „Jungen Freiheit“ noch das Einknicken eines Politikers nach einem Interview mit ihr sind Premieren. Auffällig ist, dass für das ritualisierte „JF“-Jehova immer wieder zielsicher gerade solche Interviewpartner und Autoren ausgewählt werden, die anschließend ziemlich sicher kleinlaut einknicken. Als der CDU-Politiker Peter Krause Bildungsminister in Thüringen werden sollte, wurden ihm seine Artikel in der „JF“ vorgehalten. Kein einziger seiner Sätze wurde inhaltlich beanstandet, alleine der Ort der Publikation sollte auch bei ihm genügen, seinen Antritt als Minister zu verhindern. Krauses Schicksal war in dem Moment besiegelt, als er mit den ersten Ausreden und Entschuldigungen begann, und dann immer tiefer in die Knie gehen musste, bis er endlich auf das Amt verzichtete. Politiker wie Krause oder Popp haben immer das Problem, dass über kurz oder lang die ersten „lieben Parteifreunde“ in die Kritik mit einstimmen.
Ganz anders die Parteifreien und vor allem die Alten: Alte Männer haben nichts zu verlieren, sagt man. Und so schreiben in der und für die „Jungen Freiheit“ heute ganz selbstbewusst prominente Autoren und herausragende Journalisten wie Hans-Olaf Henkel, Peter Scholl-Latour, Eckhard Henscheid, Franz Alt, Peter Kuntze, Karl Feldmeyer, Günter Zehm und Konrad Adam. Auch ausgewiesene Liberale und Libertäre wie Roland Baader, Gerard Radnitzky, Guido Hülsmann oder Gerd Habermann schrieben oder schreiben für die „JF“ oder gaben ihr Interviews ohne Wenn und Aber. Der SPD-Altvordere Egon Bahr ließ sich erst im eigenen Hause von der „JF“ befragen und nahm sie dann gegen Anschuldigungen öffentlich und offensiv in Schutz.