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Verfasst: Di 11. Nov 2008, 19:35
von Montgomery Scott
Original von Rafael van der Linden
Das dreigliedrige Schulsystem ist meist sehr durchlässig.
Ist es nicht. Das ist einwandfrei nachgewiesen.
Dass allerdings nicht mal in einer Einheitsschule alle Abitur machen, liegt in der Natur des Menschen, des Abiturs und dem Sinn eines differenzierten Bildungssystems.
Die Vorstellung, dass es allen besser ginge, wenn alle Abitur machen würden, ist eine (seltsame) Illusion.
Das will auch niemand. Es soll nur jeder gleichberechtigt die Möglichkeit haben, nach Eignung, Entwicklung und Interesse den Schulabschluss seiner Wahl und seiner Leistungsfähigkeit zu machen und dabei individuell optimal betreut und gefördert werden.
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 19:42
von Baudouin de Billancourt
Original von Wolfgang Müller
Bildungssektor privatisieren? Das ist der größte Blödsinn, dann werden Kinder aus niedrigeren Einkommensschichten nie ne Schule zu Gesicht bekommen. Die Analphabetenrate steigt, Deutschland wird zum Billiglohnland und runtergewirtschaftet.
Wenn die Schuhindustrie verstaatlicht wird und nach 10 Jahren jemand vorschlägt, sie zu privatisieren, schreist du dann auch: "Sollen wir barfuß rumlaufen?!"
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 19:56
von Wolfgang Müller
Original von Baudouin de Billancourt
Wenn die Schuhindustrie verstaatlicht wird und nach 10 Jahren jemand vorschlägt, sie zu privatisieren, schreist du dann auch: "Sollen wir barfuß rumlaufen?!"
Das sind, um bei der Metapher zu bleiben, zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Lies dir mal ein Buch über die bildungspolitischen Verhältnisse vor Einführung der Schulpflicht durch.
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:00
von Montgomery Scott
Ach komm, willst Du ernsthaft mit jemandem diskutieren, der fordert, die Schulen komplett zu privatisieren?
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:10
von Joseph A. Gladstone
Kommt ja selten vor, dass ich mit den beiden einer Meinung bin, aber ich glaube, Monty und Müller haben hier mit ihren Standpunkten so ziemlich das Problem getroffen. Das dreigliedrige Schulsystem ist eine große Benachteiligung.
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:22
von Wolfgang Müller
Original von Montgomery Scott
Ach komm, willst Du ernsthaft mit jemandem diskutieren, der fordert, die Schulen komplett zu privatisieren?
Ne, deshalb der Verweis, dass der mal Geschichtsbücher lesen sollte.
Original von Joseph A. Gladstone
Kommt ja selten vor, dass ich mit den beiden einer Meinung bin, aber ich glaube, Monty und Müller haben hier mit ihren Standpunkten so ziemlich das Problem getroffen. Das dreigliedrige Schulsystem ist eine große Benachteiligung.
Sonst hätte es mich sehr gewundert, dass du trotzdem SPD-Mitglied bist. Wobei deine Positionen schon z.T. rechts des Hamburger Programms sind.
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:35
von Montgomery Scott
Original von Joseph A. Gladstone
Kommt ja selten vor, dass ich mit den beiden einer Meinung bin, aber ich glaube, Monty und Müller haben hier mit ihren Standpunkten so ziemlich das Problem getroffen. Das dreigliedrige Schulsystem ist eine große Benachteiligung.
Komm, lass uns koalieren!

Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:38
von Joseph A. Gladstone
Sonst hätte es mich sehr gewundert, dass du trotzdem SPD-Mitglied bist. Wobei deine Positionen schon z.T. rechts des Hamburger Programms sind.
Sehe ich persönlich nicht so, aber gut.
Verfasst: Di 11. Nov 2008, 20:46
von Hajo Poppinga
Original von Wolfgang Müller
Lies dir mal ein Buch über die bildungspolitischen Verhältnisse vor Einführung der Schulpflicht durch.
Schulpflicht und Privatisierung der Schulen sind aber zwei paar Schuhe, um mal beim Vergleich zu bleiben.

Verfasst: Di 11. Nov 2008, 21:04
von Wolfgang Müller
Original von Hajo Poppinga
Schulpflicht und Privatisierung der Schulen sind aber zwei paar Schuhe, um mal beim Vergleich zu bleiben.
Dann halt eben mal ein Buch, über die Verhältnisse bevor es staatliche Schulen gab. Jedenfalls hat erst die Schulpflicht und das staatlich organisierte, gebührenfreie Schulsystem dazu geführt, dass die Rate der totalen Analphabeten bei 0,6 Prozent liegt.