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Verfasst: Mi 22. Okt 2008, 23:49
von Palin Waylan-Majere
Original von Kreittmayr
Ihr seid doch alle bekloppt. Allein der Threadtitel verrät schon ein solches Ausmaß an geistiger Zerfressenheit und Idiotie, dass es hier wirklich nichts mehr zu diskutieren gibt.
Hälst du etwa das derzeitige System für vernünftig?

Verfasst: Do 23. Okt 2008, 08:20
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Das ist mal wieder die übelste begriffliche Verirrung bis jetzt.
Nicht, wenn ich eine Definition von Kapitalismus liefere. Die dürfte Dir bekannt sein.

Verfasst: Do 23. Okt 2008, 10:10
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt

Nicht, wenn ich eine Definition von Kapitalismus liefere. Die dürfte Dir bekannt sein.
Und meine Antwort darauf kennst Du auch: Ein Tisch ist ein Tisch und ein Stuhl ist ein Stuhl. Was Kapitalismus bezeichnet, ist von verschiedenen Autoren im 19. Jahrhundert geprägt worden und diese Definition wird in den Sozialwissenschaften bis heute als die sinnvollste anerkannt.

Verfasst: Do 23. Okt 2008, 13:10
von Konrad Grimm
Original von Wolfgang Müller
Dann erkenne endlich, dass Elitismus ein Modell ist, was scheitert, der Absolutismus ist gescheitert, die Faschismus ist gescheitert, der Stalinismus/Leninismus ist gescheitert. Was wir brauchen ist echte Demokratie.
Nein, echte Aristokratie.

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 00:04
von Konrad Grimm
Hübscher Text zur Finanzkrise, dem Versagen der Akteure und der Nicht-Lösung Verstaatlichung:

Christian von Hiller: Die Angst vor Freiheit und Verantwortung

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 14:14
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Was Kapitalismus bezeichnet, ist von verschiedenen Autoren im 19. Jahrhundert geprägt worden und diese Definition wird in den Sozialwissenschaften bis heute als die sinnvollste anerkannt.
Ich kenne diese Definition nicht genau und anscheinend ist sie sehr schlecht, weil unpräzise, da sie zu einer großen Verwirrung über die Begriffsbedeutung führt und der Begriff dadurch auf etliche Dinge bezogen werden kann, die einander ausschließen. Es wäre eine große Hilfe, wenn Du sie hier posten könntest.
Ich wüsste nicht, warum Marx und Konsorten ein Monopol darauf haben sollten. Ich sehe kein Problem darin, den Begriff Kapitalismus zu gebrauchen, sofern dem Gegenüber die hier zu Grunde liegende Definition bekannt ist.

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 22:20
von Montgomery Scott
Die Definition ist in etwa: Kapitalismus liegt dann vor, wenn privates Kapital in Erwartung von Rendite in Unternehmungen investiert wird und diese Produktionsweise die Wirtschaftsordnung prägt.

Das ist natürlich nur sehr verkürzt aber trifft in etwa das, was man mit Kapitalismus ursprünglich meint. Das Problem, wenn für Dich ein anderes Kriterium maßgeblich ist, besteht eben darin, dass Du einerseits meine Kritik am Kapitalismus falsch auffasst und andererseits ich Deine Pro-Argumente nicht nachvollziehen kann. Es gibt aber andere Begriffe, die für das, was Du meinst, eventuell treffender sind: Marktwirtschaft, bürgerliche Grundrechte, Liberalismus.

Andererseits meint "Sozialismus" eben nicht einfach, dass der Staat steuernd in eine marktwirtschaftlich organisierte Wirtschaft eingreift. Es ist durchaus auch ein Sozialismus ohne den Staat als wirtschaftlicher Akteur denkbar. Das entscheidende Kriterium ist hier, dass nicht die Rendite des Kapitals Zweck des gemeinsamen Wirtschaftens ist sondern der Mensch an sich.

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 22:41
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Die Definition ist in etwa: Kapitalismus liegt dann vor, wenn privates Kapital in Erwartung von Rendite in Unternehmungen investiert wird und diese Produktionsweise die Wirtschaftsordnung prägt.
Kapitalismus bedeutet, dass sich das Kapital in privatem Eigentum befindet, Sozialismus, dass es sich in Staatseigentum befindet. That's it.

Ich habe bisher nicht einen Grund dafür gehört, warum es in sozialistischen Wirtschaftssystemen weniger Krisen geben soll. Im Gegenteil. Erstens herrscht dort noch weniger individuelle Verantwortung - Ergebnis siehe Landesbanken und KfW, Fannie Mae, Freddie Mac etc. -, zweitens führen Monopole immer zu viel massiveren Krisen als Polypole.

Diese Krise ist in der US-Zentralbank erschaffen worden, mithin also beim Staat, und nirgendwo anders.

Wir erleben derzeit mal wieder, dass Politik die meiste Zeit damit beschäftigt ist, Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen hat.

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 23:12
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Kapitalismus bedeutet, dass sich das Kapital in privatem Eigentum befindet, Sozialismus, dass es sich in Staatseigentum befindet. That's it.
Das stimmt nicht. Damit wischst Du 150 Jahre sozialistische Theorie vom Tisch, die größtenteils etwas anderes behauptet. In der Konsequenz bedeutet Sozialismus, dass das Kapital in irgendeiner Form einer gesellschaftlichen Organisation unterliegt, das ist eine Grundvoraussetzung. Allerdings heißt das weder zwangsläufig Verstaatlichung, noch erschöpft sich der Sozialismus in diesem Kriterium.

Verfasst: Fr 24. Okt 2008, 23:24
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Das stimmt nicht. Damit wischst Du 150 Jahre sozialistische Theorie vom Tisch, die größtenteils etwas anderes behauptet.
Es handelt sich um die Standarddefinition der Volkswirtschaftslehre.
Der Streit über Begriffe führt aber sowieso zu nix.

Und der über Systeme auch nicht. Systeme sind nur die Summe ihrer Teile.