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Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 12:17
von Peter Vain
Original von Fabian Montary

Wie hier mit dem obersten Repräsentaten der Union gesprochen wird, das ist nicht mehr feierlich. Schämen sollten Sie sich, einfach nur schämen! X(
Und ich dachte Sie sind gerade hier in ihrer Rolle als Roldemian. Man kommt bei ihnen ja manchmal etwas durcheinander. =)

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 12:21
von Fabian Montary
Unerhört... X(

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 13:34
von Rainer Zufall
Ach, das ist doch alles scheiße =)

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 17:58
von Leandro Eickholm
Ich kann momentan nicht verstehen, warum es hier namenhafte Politiker dieses Landes nicht schaffen, neutral, sachlich und "gesittet" über einen Gesetzesvorstoß in einem der Länder zu disktutieren.

Seit Monaten uriniert ein Obdachloser gegen ein öffentliches Gebäude. Das allein ist schon widerlich. Hinzu kommt aber, dass es sich dabei um das Unionsparlament und somit um ein Verfassungsorgan handelt. Es mag sein, dass den Obdachlosen die Funktion des Gebäudes nicht bekannt ist, oder ihn nicht interessiert. In der Öffentlichkeit kann dies aber durchaus als Handlung mit Symbolbedeutung aufgefasst werden. Und aus diesem Grund muss dagegen hart vorgegangen werden.

Vor wenigen Tagen war dann der moncao(t)ische Botschafter nicht in der Lage die nächste öffentliche Toilette aufzusuchen und urinierte gegen den Unionsrat. Neben dem bereits oben beschriebenen Symbolgehalt des Gebäudes, erhält die Problematik, durch die Tatsache, dass hier ein diplomatischer Vertreter eines befreundeten Staates sein Geschäft verrichtet hat, zusätzlichen Konfliktstoff.

Diese beiden Vorfälle zeigen eindeutig, dass gewisse Leute schlecht erzogen sind und ein Gesetz notwendig ist, um dem Gehirn mitzuteilen, dass ihr Verhalten keinen gesellschaftlichen Konsens findet.

Über Einzelheiten des Gesetzes kann man selbstverständlich streiten. Allerdings auf einer sachlichen Basis.

Wenn Connor, Heidenberg und Co ihre kindlich (und anale?) Phase hinter sich haben, finden auch die beiden vielleicht vom Kicher-Anfall zur Diskussion zurück.

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 17:59
von Hajo Poppinga
Vielleicht hat es ja einen politischen Hintergrund, daß Herr Traube gegen das Unionskanzleramt uriniert? ;)

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 20:00
von Michael Schneider
Leandro Eickholm

Ein Obdachloser im Gefängnis...das nenne ich Sozialisation.

Ein Diplomat ist sowieso nicht rechtlich zu belangen, dank diplomatischer Immunität.

Tolle Beispiele um den Sinn für ein Gesetz dazulegen, daß sich an beide Personen nicht wirklich richten kann. Da wären eher normale Personen betroffen, die auch zahlen könnten oder für die es auch wirklich eine Strafe wäre eingesperrt zu werden...solche Täter gab es aber bisher nicht.

Und den Teil mit der Nacktheit haben sie nicht berührt.

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 20:22
von Leandro Eickholm
Original von Michael Schneider
Ein Obdachloser im Gefängnis...das nenne ich Sozialisation.
Ein ganz schwacher Einwurf. Sie wollen es indirekt so darstellen, als ob der Obdachlose vorsätzlich eine Straftat begehen würde, um seine Situation zu verbessern, d.h. nicht mehr obdachlos zu sein. Haben nach Ihrer Logik die Vorschriften des StGB, insbesondere der Präventionsgedanke, gegenüber Obdachlosen ihre WIrkung verfehlt?
Nein nein, ich bin davon überzeugt, dass selbst ein Obdachloser seine Freiheit liebt und nicht gerne im Gefängnis - trotz Dach und "Bewirtung" auf Kosten der Steuerzahler - geht. Denn dort wird nunmal kein Alkohol serviert.
Ein Diplomat ist sowieso nicht rechtlich zu belangen, dank diplomatischer Immunität.
Nur weil er nicht zu belangen ist, soll es gesellschaftlich also in Ordnung sein? Es ist ein unglücklicher Zufall, dass der Herr Diplomat ist. Deswegen kann für die Gesellschaft trotzdem klar gestellt werden, dass ein solches Verhalten von jedermann grundsätzlich nunmal nicht geduldet wird.
Da wären eher normale Personen betroffen, die auch zahlen könnten oder für die es auch wirklich eine Strafe wäre eingesperrt zu werden...solche Täter gab es aber bisher nicht.
Siehe oben. Der Grundsatz muss deutlich sein.
Und den Teil mit der Nacktheit haben sie nicht berührt.
Auch wenn mir jetzt jemand vorwerfen mag, dass ich prüde, altmodisch, verklemmt oder sonstwas sei, halte ich eine solche Reglung für zwingend notwendig.

Zum einen gibt es Menschen, die unseren Schutz bedürfen. Kinder sollten nicht mit Sexualität konfrontiert werden, indem Sie den Nachbarn beobachten. Dieses Thema muss den Kindern verständlich beigebracht werden.

Die andere Sache ist, dass sich andere davon gestört fühlen. Es ist nunmal unsere gesellschaftliche Prägung, dass gewisse Dinge in intimer Athmosphäre geschehen sollten. Dabei beziehe ich mich auf sexuelle Handlungen, die durchaus als störend oder unangenehm empfunden werden könnten. Nacktheit in entsprechender Umgebung z.B. am (FKK)-Strand, ist etwas völlig anderes. Hier lässt man sich bewusst darauf ein, Nacktheit anderer zu erleben.

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 21:54
von Michael Schneider
Original von Leandro Eickholm

Ein ganz schwacher Einwurf. Sie wollen es indirekt so darstellen, als ob der Obdachlose vorsätzlich eine Straftat begehen würde, um seine Situation zu verbessern, d.h. nicht mehr obdachlos zu sein. Haben nach Ihrer Logik die Vorschriften des StGB, insbesondere der Präventionsgedanke, gegenüber Obdachlosen ihre WIrkung verfehlt?
Nein nein, ich bin davon überzeugt, dass selbst ein Obdachloser seine Freiheit liebt und nicht gerne im Gefängnis - trotz Dach und "Bewirtung" auf Kosten der Steuerzahler - geht. Denn dort wird nunmal kein Alkohol serviert.

Nur weil er nicht zu belangen ist, soll es gesellschaftlich also in Ordnung sein? Es ist ein unglücklicher Zufall, dass der Herr Diplomat ist. Deswegen kann für die Gesellschaft trotzdem klar gestellt werden, dass ein solches Verhalten von jedermann grundsätzlich nunmal nicht geduldet wird.

Siehe oben. Der Grundsatz muss deutlich sein.

Auch wenn mir jetzt jemand vorwerfen mag, dass ich prüde, altmodisch, verklemmt oder sonstwas sei, halte ich eine solche Reglung für zwingend notwendig.

Zum einen gibt es Menschen, die unseren Schutz bedürfen. Kinder sollten nicht mit Sexualität konfrontiert werden, indem Sie den Nachbarn beobachten. Dieses Thema muss den Kindern verständlich beigebracht werden.

Die andere Sache ist, dass sich andere davon gestört fühlen. Es ist nunmal unsere gesellschaftliche Prägung, dass gewisse Dinge in intimer Athmosphäre geschehen sollten. Dabei beziehe ich mich auf sexuelle Handlungen, die durchaus als störend oder unangenehm empfunden werden könnten. Nacktheit in entsprechender Umgebung z.B. am (FKK)-Strand, ist etwas völlig anderes. Hier lässt man sich bewusst darauf ein, Nacktheit anderer zu erleben.
Ich zterstöre zwar ungerne ihre illusionen aber....

Ja Obdachlose begehen teilweise absichtlich Straftane um ins Gefängnis zu kommen. Nicht alle Obdachlose sind Alkoholabhängig. Und ja gegenüber Obdachlosen hat dieser Teil eines Gesetzes seine Wirkung verfehlt.

Ich kenne wie gesagt keinen normalen Bürger der irgendwo hinpinkelt und nach wie vor greift das Gesetz nicht gegen Diplomaten! Ob uns das gefällt oder nicht. Gefängnisstrafen sind zusätzlich unverhältnismäßig.

Ja sie sind prüfe. Ja sie sind altmodisch. Und offensichtlich haben Sie keine Ahnung von Kindererziehung. Haben sie von ihren Eltern mit 16 beigebracht bekommen was Sexualität ist? Also ich nicht. Ganz abgesehen davon dass man es mit 10 in der Schule lernt und davor ich zugegebenermaßen als junge keinerlei irgendwie geartetes Interesse daran hatte und nackte Leute einfach...nackte Leute waren! Und nichts unanständiges.

Ich empfinde es als Frechheit und Angriff auf die Freheit des Menschen Nacktheit auf dem eigenem Privatgrundstück unter Strafe zu stellen!

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 22:01
von Lordi Berenger
Original von Leandro Eickholm
...
Vor wenigen Tagen war dann der moncao(t)ische Botschafter nicht in der Lage die nächste öffentliche Toilette aufzusuchen und urinierte gegen den Unionsrat. Neben dem bereits oben beschriebenen Symbolgehalt des Gebäudes, erhält die Problematik, durch die Tatsache, dass hier ein diplomatischer Vertreter eines befreundeten Staates sein Geschäft verrichtet hat, zusätzlichen Konfliktstoff....
Die moncaotische Botschaft widerspricht entschieden Behauptungen wonach ein Angehöriger des diplomatischen Korps gegen ein Unionsverfassungsorgan uriniert hätte. Nach eingehender Befragung durch den Botschafter persönlich kann hiermit offenbart werden, dass sich kein Botschaftsangehöriger an den Prozess des Urinierens gegen ein Verfassungsorgan der Demokratischen Union erinnern kann.

Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 22:35
von Leandro Eickholm
Mit Verlaub, Herr Botschafer, aber dass sich niemand daran erinnern wil... kann, muss nicht bedeuten, dass es nicht geschehen ist. Ich habe den Eindruck, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt.

@Schneider:
Kein Obdachloser begeht eine vorsätzlich eine Straftat, die ihn über einen längeren Zeitraum (damit meine ich eine Freiheitsstrafe von mehr als ein paar Monaten) in eine 9m²-Zelle sperrt.

Ob die Strafen verhältnismäßig sind oder nicht, das ist durchaus streitbar. Aber sowas muss in einer sachlichen Aussprache angegangen werden und nicht, indem man über den eigentlichen Grund des Gesetzes kichert und lacht.

Ja, ich bin Kinderlos. Andere haben da sicherlich mehr Erfahrung.
Es ist auch richtig, dass ich nicht durch meine Eltern aufgeklärt worden bin, sondern erstmals durch die Schule. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass die Eltern dies sein müssen, die aufklären. Die Schule ist genauso geeignet den Kindern das Thema Sexualität verständlich beizubringen.

Solange es nicht gesellschaftlicher Konsens ist, dass alle nackt rumlaufen und öffentlicher Sex als "alltäglich" und "normal" angesehen wird, ist es notwendig, andere, die es anstößig empfinden können, zu schützen. Da ist die eigene Einstellung ziemlich egal.