Seite 4 von 6

Verfasst: So 4. Mai 2008, 19:56
von Nicolas Seroux de Fay
Murmelt zu seinem Banknachbarn:

Was ist denn das für ein verfluchter Befreiungstheologe da vorne. Der Kerl ist doch von der Heidenberg bezahlt.

Bekreuzigt sich dann demütig.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 19:57
von Albert von Romanow-Bernstein
Dank sei Gott dem Herrn.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:02
von Klaus Quistorp
Original von Nicolas Seroux de Fay
Murmelt zu seinem Banknachbarn:

Was ist denn das für ein verfluchter Befreiungstheologe da vorne. Der Kerl ist doch von der Heidenberg bezahlt.

Bekreuzigt sich dann demütig.
Ist zunächst verwirrt, als ihn der unbekannte, militärisch wirkende Herr neben ihm unvermittelt anspricht, antwortet dann aber:

Nun, er zitiert bislang ja nur die Heilige Schrift, Herr, äh... warten wir doch ab, wie der Tenor seiner Predigt ausfallen wird.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:03
von Albert von Romanow-Bernstein
Wendet sich an seinen Nachbarn.

PSSST.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:04
von Nicolas Seroux de Fay
Versenkt seinen Kopf in sein Gebetbuch.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:06
von Bischof Tyra
Brüder und Schwestern!

Keine Obrigkeit gibt es, die nicht von Gott ist. Vox populi, vox dei, so sagt man in neuerer Zeit. Keine Regierung kann ohne Gottes Willen und Gottes Beistand herrschen. Und deswegen, so sagt der Apostel Paulus uns, schulden wir den Regierenden Gehorsam. Dies ist ein wichtiger Appell an diejenigen, die sich um Regierungsverantwortung beworben, aber letztlich nicht dazu berufen worden sind. Auch sie haben ihre Aufgabe. Sie tragen ihren Teil der Verantwortung, und sollten sich nicht grämen und zürnen, sondern sollten mit anpacken, zum Wohle ihrer Nächsten und der ganzen Schöpfung.

Aber Führung ist auch Verantwortung und vor allem ein Auftrag zur Verantwortung an die, die von Gott zu ihr berufen wurden. Nicht selbstherrlich um eurer selbst Willen sollt ihr das Land führen; sondern dienen sollt ihr dem Land. Schaden vom Land abwenden, seinen Nutzen mehren, Gerechtigkeit üben - große Forderungen, große Verantwortung, die auf den Schultern von der Regierenden lastet. Vergessen sie nicht, dass sie nicht gewählt wurden, um allein der Mehrheit zu dienen, sondern dass sie Diener des ganzen Volkes sind; wenn sie von jenen, die nicht regieren, die Gefolgschaft einfordern, so stellt dies doch auch Anforderungen an sie selbst.

Keiner ist berufen zum Streit. Alle Herrschenden, ob nun in der Regierung, im Parlament oder im sonstigen Staate, mögen sich ihrer Verantwortung vor Gott und dem Menschen bewusst sein und danach streben, ihr gerecht zu werden.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:15
von Bischof Tyra
Auf die Eucharistie verzichten wir am heutigen Abend mit Rücksicht auf die Ökumene.

Statt dessen kommen wir nunmehr zu den Fürbitten.

Gott, Vater, wir bitten Dich:

Schenke den Regierenden Deine Weisheit und Deinen Segen, auf dass sie unser Land in Deinem Sinne führen mögen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Gib allen, die Verantwortung tragen müssen in unserem Staate das Bewusstsein in ihre Aufgabe und die Demut, dass sie den Versuchungen der Macht widerstehen, und gib ihnen die Kraft, das Notwendige zu tun und nicht den leichten Weg zu wählen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Schenke unsere Land Frieden und Eintracht, dass nicht Hass und Streit zwischen den Nachbarn sei, sondern sie einig danach trachten, Dein Werk zu tun, deine Schöpfung zu bewahren und ihrem Nächsten zu dienen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Lasse die Regierenden nicht müde werden, gegen Not und Elend, für Gerechtigkeit und Frieden zu streiten. Steh ihnen und uns bei in jeder Stunde.

Darum bitten wir dich, allmächtiger, ewiger Gott.

Amen.

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:17
von Bischof Tyra
Lasst uns nunmehr beten, wie unser Herr Jesus Christus es uns selbst gelehrt hat.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit,

AMEN.

Gehet nun hin in Frieden, und der Friede des Herrn sei allezeit mit Euch!

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:18
von Klaus Quistorp
Original von Bischof Tyra
Vater unser [...] AMEN.
Amen!

Verfasst: So 4. Mai 2008, 20:20
von Albert von Romanow-Bernstein
Amen!