Nö, wir meine dasselbe. Habe gestern mal wieder meinen schwerverdauliches Deutsch benutzt und mich dabei bissel kompliziert ausgedrückt.Original von Matt Suchard
Hä? Versteh ich nicht wirklich?
Wäre es nicht genau andersrum? Der Ölpreis steigt und das bereits raffinerierte Benzin wird zum angeglichenen Preis verkauft, ergo steigen die Umsätze der Wertschöpfungskette.
Oder liege ich da irgendeinem Fehler auf?
Beiträge: 146
Registriert: So 1. Apr 2007, 19:13
Beiträge: 229
Registriert: Fr 20. Apr 2007, 15:53
Ja, bei dem Artikel kann man sich echt nur noch besaufen gehen. Immerhin hat Deutschland noch einen Vorteil: Hier in Chile darf man in der Oeffentlichkeit gar keinen Alkohol trinken (natuerlich im Lokal, aber eben nicht auf der Wiese).
Ich habe auch keine Probleme mit 0,5 Promille. Ich meine jeder weiss, dass man definitiv noch Auto fahren kann nach einem Bier. Ich denke der einzige Grund fuer 0,0 ist ein paedagogischer Ansatz, der verhindern soll, dass die Leute denken "Ein bisschen trinken kann ich ja"
Aber egal, was man von einzelnen Massnahmen haelt und egal ob es in dem Artikel um Alkohol, Zigaretten, Hasch oder zu fettige Leberwurst gegangen waere: Der entscheidende aus politischer und philosophischer Sicht problematische Satz ist doch folgender:
Ich habe auch keine Probleme mit 0,5 Promille. Ich meine jeder weiss, dass man definitiv noch Auto fahren kann nach einem Bier. Ich denke der einzige Grund fuer 0,0 ist ein paedagogischer Ansatz, der verhindern soll, dass die Leute denken "Ein bisschen trinken kann ich ja"
Aber egal, was man von einzelnen Massnahmen haelt und egal ob es in dem Artikel um Alkohol, Zigaretten, Hasch oder zu fettige Leberwurst gegangen waere: Der entscheidende aus politischer und philosophischer Sicht problematische Satz ist doch folgender:
Wie gesagt: "verantwortungsvoller Alkoholkonsum" laesst sich hier durch x andere Dinge ersetzen. Ja, der allmaechtige und all- bzw. vor Allem besserwissende Staat muss mal wieder seine Buerger erziehen... Es lebe die freiheitlich demokratische Grundordnung.Eher sollte man die Bürger zu einem verantwortungsvollen Alkoholkonsum erziehen.

Beiträge: 4333
Registriert: Mi 9. Mai 2007, 00:28
1.) Nicht jeder ist tatsächlich noch 100% tauglich nach dem Konsum von 1 Glas Bier. Wie willst du jeden einzelnen prüfen? Und das kann sich jährlich ändern, je nach gesundheit!Original von Julia Elián
Ja, bei dem Artikel kann man sich echt nur noch besaufen gehen. Immerhin hat Deutschland noch einen Vorteil: Hier in Chile darf man in der Oeffentlichkeit gar keinen Alkohol trinken (natuerlich im Lokal, aber eben nicht auf der Wiese).
Ich habe auch keine Probleme mit 0,5 Promille. Ich meine jeder weiss, dass man definitiv noch Auto fahren kann nach einem Bier. Ich denke der einzige Grund fuer 0,0 ist ein paedagogischer Ansatz, der verhindern soll, dass die Leute denken "Ein bisschen trinken kann ich ja"
Aber egal, was man von einzelnen Massnahmen haelt und egal ob es in dem Artikel um Alkohol, Zigaretten, Hasch oder zu fettige Leberwurst gegangen waere: Der entscheidende aus politischer und philosophischer Sicht problematische Satz ist doch folgender:
Wie gesagt: "verantwortungsvoller Alkoholkonsum" laesst sich hier durch x andere Dinge ersetzen. Ja, der allmaechtige und all- bzw. vor Allem besserwissende Staat muss mal wieder seine Buerger erziehen... Es lebe die freiheitlich demokratische Grundordnung.
2.) Der "Staat" ist keine gesichtslose Masse. Und er tut auch nichts, was nicht zumindest eine Menge Leute befürworten. Es steht dir frei zu versuchen deine Meinung durchzusetzen und dich dafür für ein politisches Mandat zu bewerben.
Beiträge: 11945
Registriert: So 25. Mär 2007, 10:50
Letztendlich greift der Staat aber immer weiter in das Privatleben ein, jeder versucht an allen Ecken und Enden in den eigenen Geldbeutel zu greifen und letztendlich sind auch die Leute teils unausstehlich. Wenn ich am Wochenende einkaufen muss, graut es mir jedenfalls immer vor den ganzen Idioten.
Ich werde mir das maximal noch ein paar Jahre antun und dann Deutschland den Rücken kehren.
Ich werde mir das maximal noch ein paar Jahre antun und dann Deutschland den Rücken kehren.
TRÄGER DES WALRITTERORDEN
KOMMANDEUR - EHRENLEGION
VORSTANDSVORSITZ - SPE HOLDING


KOMMANDEUR - EHRENLEGION
VORSTANDSVORSITZ - SPE HOLDING


Beiträge: 145
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 18:07
Was für eine Legitimation haben denn "eine Menge Leute", mein Konsumverhalten bestimmen zu wollen? Eine Diktatur der Mehrheit ist auch nichts anderes, als eine Diktatur der Minderheit.Original von Michael Schneider
2.) Der "Staat" ist keine gesichtslose Masse. Und er tut auch nichts, was nicht zumindest eine Menge Leute befürworten. Es steht dir frei zu versuchen deine Meinung durchzusetzen und dich dafür für ein politisches Mandat zu bewerben.
David G. Whitman
Imperialkanzler
Imperialkanzler
Beiträge: 870
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 09:23
Beiträge: 229
Registriert: Fr 20. Apr 2007, 15:53
Zu 0 Promille: Natuerlich sind manche nicht zu 100% mehr fahrfaehig, aber wann ist man bitte zu 100% fahrfaehig. Das ist doch ein technisches Konstrukt. Wenn ich nach drei Stunden Schlaf morgens Auto fahre, bin ich nicht zu 100% fahrtauglich (es gibt Studien die sagen, dass sich extreme Muedigkeit auswirkt wie bis 1,8 Promille). Bin ich zu 100% fahrtuechtig, wenn ich Radio hoere, mich mit der Person auf dem Beifahrersitz unterhalte, meine Wasserflasche greife etc. Um das nicht falsch zu verstehen: Ich will damit wirklich NIEMANDEN zum Trinken vor dem Autofahren animieren, aber ich denke eben, dass hier einem Konstrukt nachgejagt wird, dass in der Praxis eben ohnehin fraglich ist.
@Schneider: Frage: Wenn die Mehrheit dafuer waere, z.B. die Gruenen zu verbieten, sollte man das dann machen? Die Antwort ist wahrscheinlich bei den meisten nein. Und genau darum geht es: Den freiheitlich demokratischen Staat zeichnet es ja gerade aus, dass er auch die Minderheit schuetzt. In der scheinbar urdemokratischen Annahme, dass der Mehrheitswille gleichzeitig der Gemeinwille zu sein hat, liegt ja schon der grosse Stolperstein bei Rousseau.
Dennoch ist ja gerade das Tragische, dass eine Menge Leute es befuerworten, dass unsere Gesellschaft immer mehr Freiheiten an den Staat verkauft... Das macht es aber nicht besser, sondern eher schlimmer...
edit: Und noch ein Problem: Der Staat ist zwar keine gesichtslose Masse, neigt aber gerade bei den genannten Beispielen zu einem populistischen Aktionismus. Man denke an den 16jaehrigen, der sich mit den 50 Tequilla zu Tode gesoffen hat. Da wurde ja eine grosse Debatte um den Umgang mit Alkohol, Jugendschutz etc. gefuehrt. Die wenigen die darauf hingewiesen haben, dass dieser Vorfall bereits mit den bestehenden Gesetzen haette verhindert werden koennen, somit schaerfere also nichts gebracht haetten, waren leider oft zu leise...
Und ne Frage: Ist "Komasaufen" an sich denn wirklich ein Problem. Also ganz ehrlich: Hab ich schon oft gemacht, sowohl mit 15, als auch jetzt mit fast 25. Und? Ich habe trotzdem bald mein Studium fertig.
@Schneider: Frage: Wenn die Mehrheit dafuer waere, z.B. die Gruenen zu verbieten, sollte man das dann machen? Die Antwort ist wahrscheinlich bei den meisten nein. Und genau darum geht es: Den freiheitlich demokratischen Staat zeichnet es ja gerade aus, dass er auch die Minderheit schuetzt. In der scheinbar urdemokratischen Annahme, dass der Mehrheitswille gleichzeitig der Gemeinwille zu sein hat, liegt ja schon der grosse Stolperstein bei Rousseau.
Dennoch ist ja gerade das Tragische, dass eine Menge Leute es befuerworten, dass unsere Gesellschaft immer mehr Freiheiten an den Staat verkauft... Das macht es aber nicht besser, sondern eher schlimmer...
edit: Und noch ein Problem: Der Staat ist zwar keine gesichtslose Masse, neigt aber gerade bei den genannten Beispielen zu einem populistischen Aktionismus. Man denke an den 16jaehrigen, der sich mit den 50 Tequilla zu Tode gesoffen hat. Da wurde ja eine grosse Debatte um den Umgang mit Alkohol, Jugendschutz etc. gefuehrt. Die wenigen die darauf hingewiesen haben, dass dieser Vorfall bereits mit den bestehenden Gesetzen haette verhindert werden koennen, somit schaerfere also nichts gebracht haetten, waren leider oft zu leise...
Und ne Frage: Ist "Komasaufen" an sich denn wirklich ein Problem. Also ganz ehrlich: Hab ich schon oft gemacht, sowohl mit 15, als auch jetzt mit fast 25. Und? Ich habe trotzdem bald mein Studium fertig.
Zuletzt geändert von Julia Elián am Do 17. Apr 2008, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

Anfänger
Beiträge: 971
Registriert: So 18. Mär 2007, 09:56
Hm. Ich habe gehört, dass Alkohol das Bewusstsein des Menschen ab 0,2 Promille beeinträchtigen kann. 0,2 l Bier führen bei normalen Menschen nicht zu 0,2 Promille, da braucht es wohl schon 45-kg-Models.Original von Michael Schneider
1.) Nicht jeder ist tatsächlich noch 100% tauglich nach dem Konsum von 1 Glas Bier.
Im Übrigen scheint mir, dass mancher hier - wenn auch nicht der Ziterte - in letzter Zeit staatskritischer geworden sind. Schön.
Anfänger
Beiträge: 971
Registriert: So 18. Mär 2007, 09:56
:klatsch:Original von Konrad Grimm
Das ist alles Herumdoktern an Symptomen. Der Wunsch nach Rausch, nach Realitätsflucht, hat seine einfache Ursache darin, wie die Realität aussieht.
Wobei man auch festhalten muss, dass es zwar einen Grund, aber keine Rechtfertigung dafür gibt, der Realität zu entfliehen. Das ist per se unmoralisch. Wenn es hier unaushaltbar wird - es existiert keine Mauer. Und ich hoffe, sie wird nie wieder existieren. Nun ist es für 16-Jährige Schüler, deren Eltern ein ordentliches Abitur erwarten, recht schwierig, schnell zu gehen und ein Leben führen zu können, das sie wollen - wenn sie wissen, was sie wollen. Aber sie haben immer noch die Zukunft, in der sie frei sein werden, zu handeln (und wenn sie dafür weit weggehen müssen).
Beiträge: 229
Registriert: Fr 20. Apr 2007, 15:53
Man koennte es auch ueberspitzt sagen: Bei 0,0 Promille duerftest Du nicht mal mehr Auto fahren, wenn Du Hustensaft getrunken hast. Wobei Erkaeltungen und v.A Husten bestimmt ohnehin die "100% Fahrtauglichkeit" reduzieren, wie sonst nur ne Flasche WodkaOriginal von Baudouin de Billancourt
Hm. Ich habe gehört, dass Alkohol das Bewusstsein des Menschen ab 0,2 Promille beeinträchtigen kann. 0,2 l Bier führen bei normalen Menschen nicht zu 0,2 Promille, da braucht es wohl schon 45-kg-Models.
Im Übrigen scheint mir, dass mancher hier - wenn auch nicht der Ziterte - in letzter Zeit staatskritischer geworden sind. Schön.
