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Verfasst: So 3. Feb 2008, 14:49
von Daniel
Und was heisst hier Podium?

Ist ja nicht so, dass wir jetzt hiermit eine große Diskussionen in Deutschland zu diesem Thema auslösen werden

Verfasst: So 3. Feb 2008, 15:02
von Fabian Montary
Original von Teri Shark
Was ist denn das für eine Diskussionseinstellung (und für eine abwegige Unterstellung)? Wenn ich einen Thread zur SPD aufmachen würde, hieße das sicher nicht, dass ich für diese Partei eine besondere Faszination hätte - geschweige denn, dass ihr ein Podium bieten will.
Man kann auch negativ fasziniert sein...
Verfasst: So 3. Feb 2008, 15:08
von Oliver von Palm
Nun, man muss natürlich auch die Ämter ansehen, um die es geht. Wenn wir z. B. einen schwulen Bundeskanzler hätten, könnte das Ansehen der Republik international schon Schaden nehmen. Man nehme nur mal die USA, wo es ziemlich viele konservative Christen gibt. Von arabischen Ländern gar nicht zu sprechen. Viele Menschen in fremden Kulturen sind nun mal nicht tolerant genug, mit Homosexuellen in hohen Positionen umzugehen, und bei Ämtern, die international repräsentieren müssen, sollte man solche Befindlichkeiten schon ein wenig berücksichtigen.
Verfasst: So 3. Feb 2008, 15:30
von Amber Marie Ford
Die Amerikaner erinnern wir einfach an ihre Filme wie "In & Out", oder Serien wie "Queer as folk"...
Die religiöse Rechte wird meines Erachtens derzeit von antiamerikanischen, linksfaschistoiden europäischen Journalisten hochgejazzt, um die vereinigten Untertanen der EU-Kommission daran zu erinnern, wie freiheitlich es angeblich in Europa zugehen soll :rolleyes: Der durchschnittliche Amerikaner auf der Straße ist immer noch wesentlich offener und toleranter als der ideologisch versuchte Eurofaschist.
Und soll ich wirklich noch etwas zu den Muselmännern? sagen?

Verfasst: So 3. Feb 2008, 15:36
von Konrad Grimm
Original von Michael Schneider
Es ist unter Sexualwissenschaftlern unumstritten, dass jedwede Form von sexualen Ausrichtungen auf ein bestimmtes Objekt gleichzustellen ist
Das stimmt doch gar nicht! Nach den internationalen Diagnoserichtlinien ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation und DSM-IV der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung werden die von Dir aufgelisteten Paraphilien - solche sind insbesondere: Transvestistischer Fetischismus, Exhibitionismus, Voyeurismus, Pädophilie, Sadomasochismus, Zoophilie, Nekrophilie etc. - als krankhafte, psychische Störungen des Sexualverhaltens eingeordnet.
Verfasst: So 3. Feb 2008, 16:02
von Konrad Grimm
Ob Homosexualität eine Krankheit ist - das kann ich nur immer wiederholen - ist diskutabel, aber unentscheidbar. Denn was "krank" ist, das ist Definitionssache.
Ich bin dafür, den Begriff "Krankheit" aus dem Wortschatz zu streichen. Warum? Weil er wertend ist - ja, ich behaupte sogar, es ist ein religiöser Begriff. Wie das? Schauen wir zurück. Was dachten Menschen einst, als sie den Begriff der Krankheiten erfunden haben? Krank ist, wer gegen die Gesetze der Götter verstoßen hat! Krank ist also im Grunde "böse". Dieser religiöse Begriff hat sich erhalten, tarnt sich heute als rational-naturwissenschaftlicher Begriff. Und doch steckt immer noch ein unbegründetes Werturteil darin. Krankheit ist nach vorherrschender Definition eine Störung der natürlichen Körperfunktion. Der Körper funktioniert nicht so, wie er - soll. Das aber ist ein geradezu klassischer "naturalistischer Fehlschluss", denn die Natur kennt nur Sein, nicht Sollen.
Es ist etwas ganz anderes, ob ich sage "A hat Fieber" - denn was Fieber ist, das lässt sich klar definieren - oder ob ich sage "A ist krank".
Streichen wir den Begriff der Krankheit.
Verfasst: So 3. Feb 2008, 16:12
von Teri Shark
Original von Oliver von Palm
[...]
Dann hätten wir auch keine Frau als Bundeskanzlerin haben dürfen.
RE: Homosexualität und Gesellschaft
Verfasst: So 3. Feb 2008, 16:20
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von Daniel
Ich habe gerade ein ziemlich krasses Gespräch hinter mir mit jemanden aus der Jungen Union in Hessen.
Er hat - in meinen christ-liberalen Augen - recht krasse Ansichten in Bezug auf die Rolle von Homosexuellen in der Gesellschaft.
Da ich seine Positionen nicht unbedingt wiederholen will - nachher unterstellt mir noch jemand, ich würde so denken - hab ich in mal hier in eingeladen.
Ich bin gespannt wie ihr darauf reagiert....
Also es gibt rein prinzipiell schon eine relativ große rosa Brigade in der CDU (wie man es besonders bei den Jugendorganisationen bei Parteien eigentlich generell findet). Bei den älteren Damen und Herren ist das aber eine andere Sachlage. Da muss man es in der Tat nicht unbedingt öffentlich herausschreien, was man so in seiner Freizeit macht. Ich denke aber, dass das mehr eine Generationenfrage, als eine Parteifrage ist. Denn ich würde sagen, dass auch ältere Kader der SPD vielleicht nicht unbedingt begeistert sind, wenn jemand schwul ist.
Man muss auch unterscheiden, zwischen den beiden Sachen: jemand sagt, dass er tolerant ist, oder jemand ist tolerant. Das ist schon ein Unterschied. In der CDU gibt man vermutlich eher ganz offen zu, dass man Schwule nicht unbedingt sympathisch findet. Bei anderen Parteien redet man da eher dem Parteicredo nach, wenn man aber mal tatsächlichen Umgang hat, da kommen dann auch wieder so einige Resentiments durch.
Wie dem auch sei, ich hoffe der Typ aus Hessen läuft mir nie übern Weg und sagt mir dann sowas ins Gesicht. Ich kann ganz schön brastig werden. =)
Verfasst: So 3. Feb 2008, 16:34
von Daniel
Wenn ich ihm von Rosa Brigarden erzähle, dann wird er das als Lüge bezeichnen.
Verfasst: So 3. Feb 2008, 16:50
von Hajo Poppinga
Die Hessen-CDU gilt ja im Allgemeinen auch als konservativerer Landesverband, als andere. Hamburg zum Beispiel ist deutlich liberaler.