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Verfasst: Di 10. Jul 2007, 15:55
von Hajo Poppinga
Original von Montgomery Scott
Nur mal so zur Erinnerung. In der SPD gab es solche Leute nicht und auch in der PDS gab es von Anfang an keine Politiker in der Parteispitze, die für Verbrechen der SED-Diktatur mitverantwortlich waren.
Die PDS ist die SED. Die haben sich nur umbenannt.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 15:58
von Montgomery Scott
Original von Hajo Poppinga
Und das finde ich unerträglich - nur wie gesagt, der Hauptunterschied ist, daß die CDU nicht der Nachfolger einer Terrorpartei ist.
Du hängst Deine Argumentation sehr an der Sache mit der "Nachfolgepartei" auf, ohne jemals ins Detail zu gehen. Was besagt das denn? Die SED hat bei ihrem Übergang zur PDS ganz klar erklärt "Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System" und im gleichen Zug konsequent alle Verantwortlichen für die Diktatur ausgeschlossen. Sie ist insofern Nachfolgepartei, als das sie ein paar Verwaltungsgebäude der SED behalten konnte und versucht, die deutsche sozialistische Tradition in die BRD zu retten, nicht mehr und nicht weniger.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 15:59
von Montgomery Scott
Original von Hajo Poppinga

Die PDS ist die SED. Die haben sich nur umbenannt.
Falsch, die PDS hat sich 1990 komplett neu formiert. Satzung und Programm haben nichts mit der SED zu tun und ehemalige SED-Mitglieder mussten neu eintreten.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:00
von Shiri Gurion
Die sogenannte "Linkspartei" an der so viel Links ist wie mein Schuh mit Hundescheiße gut riecht, ist für mich nichts anderes als ein Haufen von Ex-SPDlern, die in der SPD kein Amt mehr bekommen haben (Schlammspritzer Ulrich Maurer zum Beispiel, der 2004 nicht den gewünschten Listenplatz für Europa bekommen hat und danach plötzlich "links" wurde, oder eben jetzt Leo Schmitt, der auch schon mehrfach ein Pöstchen hier in Sachsen angestrebt hat.), dann kommen noch die ewigen Oppositionsler Gregor Gysi, der sich als Berliner Wirtschaftssenator ebenso feige aus der Regierungsverantwortung gestohlen hat wie Dampflauderer Oskar Lafontaine.
Hinzu kommen die Alt-SEDler, die noch immer ihrem Spitzelstaat hinterher trauern, weil ja nicht alles "soo schlecht" war.
Garniert wird das mit linken Spinnern und offen verfassungsfeindlichen Politikern wie Sarah Wagenknecht oder Katja Kipping (Bundestagswahlkampf 2005 in Dresden: "Ich stehe für den Systemwechsel").
Die "Linke" betreibt noch dazu eine isolationistische Außenpolitik, die nicht nur Antidemokraten gut findet (Chavez, Hisbollahchef Nasralla (siehe 2006) und Achmidenadschad) und ihren Antisemitismus im Gewand des Antizionismus verbreitet, ein weiterer Reflex aus DDR-Zeiten.

So, das hat mal gut getan.

Und zu Leo Stefan Schmitt: Ich kenne ihn seit bald 4 Jahren persönlich und bin menschlich und politisch schwer enttäuscht von seinem Schritt. Man muss auch sehen, dass sein Posten als Fraktionsgeschäftsführer spätestens Ende diesen Jahres ausgelaufen wäre und ich denke mal, dass dieser Dampflauderer Maurer ihm ein lukratives Angebot gemacht hat.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:00
von Montgomery Scott
Wenn sich jemand dafür interessiert: Ich habe letztes Jahr für mein Abi eine ca. 40-seitige Arbeit über die PDS geschrieben und stelle sie natürlich allen Interessierten zur Verfügung.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:00
von Hajo Poppinga
Ich sehe nicht, wie man klar mit seiner Vergangenheit brechen kann und sich von schrecklichen Verbrechen der Vergangenheit distanzieren will, wenn man so eine abscheuliche Kontinuität aufweist.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:03
von Montgomery Scott
Original von Hajo Poppinga
Ich sehe nicht, wie man klar mit seiner Vergangenheit brechen kann und sich von schrecklichen Verbrechen der Vergangenheit distanzieren will, wenn man so eine abscheuliche Kontinuität aufweist.
Wie kann eine Kontinuität denn bitte "abscheulich" sein? Abscheulich waren die Verbrechen gegen die ostdeutsche Bevölkerung, die in 40 Jahren Stalinismus und Post-Stalinismus vom SED-Regime begangen wurden und davon hat sich die PDS von Anfnag an klar distanziert.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:46
von Zachary J. Mason Smith
In der CDU sind genügend ehemalige NSDAP untergekommen und die hatten auch noch Ämter und Mandate bekommen, nicht nur innerhalb der Partei. Von solchen Leuten wurde sich damals nicht entfernt, sie werden heute sogar noch verteidigt und ihre Taten verharmlost (bspw. Oettinger über Filbinger). Hier fehlt die Reflektion mit der Geschichte, unabhängig von Rechtsnachfolgen von irgendwelchen Organisationen. Die SED hatte ihrerzeit beschlossen, die Rechtsnachfolge unter dem Namen PDS anzutreten, was nicht unbedingt heißt, dass die alten Funktionsträger heute noch ihre Posten bekleidet, sie wurden ausgemustert. Vielleicht sollten die Antisozialisten ihre Vorwürfe mal prüfen, denn Rechtsnachfolge heißt nur die Übernahme von Rechtsgeschäften, Guthaben, Schulden etc., eben Rechtsnachfolge, also das Strukturelle. Inhaltlich und personell sieht es da anders aus.

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:52
von Oliver von Palm
Die veröffentlichungspflichtigkeit von Nebentätigkeiten ist so toll:

http://bundestag.de/mdb/bio/L/lafonos0.html

Laffo arbeitet für die sonst so verhasste "Springerpresse".

Gysi verdient nicht schlecht:
http://www.bundestag.de/mdb/bio/G/gysi_gr0.html

Verfasst: Di 10. Jul 2007, 16:53
von Oliver von Palm
Original von Montgomery Scott

Wie kann eine Kontinuität denn bitte "abscheulich" sein? Abscheulich waren die Verbrechen gegen die ostdeutsche Bevölkerung, die in 40 Jahren Stalinismus und Post-Stalinismus vom SED-Regime begangen wurden und davon hat sich die PDS von Anfnag an klar distanziert.
Ach, deshalb schießt Lafo jetzt in trauter Zweisamkeit mit der verhassten CDU gegen die BStU und verharmlost die Stasi?