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Verfasst: Do 7. Jun 2007, 11:15
von Oliver von Palm
Original von Jonathan Metternich
Darüber, uns den Lebensstandard zu erhalten, den wir genießen. Daran ist nichts Falsches.
Warum sagt eigentlich niemand was gegen regelmäßige Treffen der afrikanischen Staatschefs mit dem chinesischen Präsidenten und dem chinesischen Ministerpräsidenten? Gegen Treffen der Afrikanischen Union? Warum dürfen sich diese Staatschefs eigentlich mit dem Ziel treffen, den Lebensstandard ihrer Länder zu verbessern und Vorteile durch diese Treffen zu erlangen? 8o
Merke: Wenn die Entwicklungsländer es machen, ist es ok, weil die ja ausgebeutet und unterdrückt sind. Machen die Industrieländer es, ist es böse, weil sie ja unterdrücken und ausbeuten.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 11:20
von Jonathan Metternich Hughes
Vielleicht sollten wir mal zum nächsten ASEAN-Gipfel fahren und Steine werfen. Wenn die Asiaten das schon nicht schaffen. Wir sammeln ja gerade Erfahrungen.

Verfasst: Do 7. Jun 2007, 11:22
von Marko Untrial
Original von Fiete Schulze
Ich habe gesehen, dass es in Sebulon ein "Schwarzes Brett" aus der DU gibt, ich denke wir sollten unsere Truppen dort mal hinschicken, damit vom Schwarzen Brett keine Gefahr ausgeht.
:rolleyes:
Ha-ha-ha
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Brett
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:05
von vSzP
Naja, Greenpeace ist jetzt auch schon in die Sicherheitszone eingedrungen. Die Bundesmarine hat die beiden Schlauchboote nach einigen Minuten zum stoppen gebracht. Dabei sind allerdings zwei Boote kollidiert.
Eigentlich entwickelt sich der ganze G8-Gipfel jetzt schon zum Desaster: Anordungen werden einfach übergangen, die Polizei ist völlig überfordert, die Marine kentert und die Politiker streiten sowieso nur noch :rolleyes:
Wer auch immer diesen Ort ausgewählt hat (Merkel?), der hat einen großen Fehler begangen. So mitten zwischen Hamburg und Berlin einen solchen Gipfel zu veranstalten grenzt an Wahnsinn oder daran, den Staatskräften 100%ig zu vertrauen.
Wenn jetzt noch der Zaun fällt (und das könnten die Demonstranten def. hinbekommen), dann ist die Sache sowieso vorbei. Gerade George wird es dann sehr eilig haben, nach hause zu kommen oder aber der amerikanische Secret Service übernimmt den Schutz und dann würden sich die Demonstranten wünschen, sie würden "nur" von Gummigeschossen getroffen...
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:09
von Jonathan Metternich Hughes
Original von Fiete Schulze
Deswegen ist Protest wichtig und notwendig und die stetig wachsende Protestbewegung ist ein gutes Zeichen dafür, dass die G8 irgendwann keinen geheimen Kaminzimmertreffen mehr machen kann, sondern endlich Verantwortung übernimmt, denn sie haben sich über Jahrzehnte die Welt so geschaffen, wie sie jetzt ist.
Der Protest ist von dem Event-Feeling getragen, das wir auch schon bei der Fußball-WM erleben konnten. Abgesehen von dem Kern der Demonstranten, der wahrscheinlich immer mal wieder auch Richtung Gorleben tingelt, sind die Leute doch nicht da, weil sie für etwas Konkretes demonstrieren (und schon das setzt voraus, dass sie wissen, worum es bei diesem Protest geht, was ich angesichts der politischen Bildung der deutschen Jugend für eine ungemein gewagte These halte).
Übrigens hat die G8 die Welt wohl kaum in den letzten Jahrzehnten so geschaffen, wie sie heute ist. Es gab da diesen netten, kleinen Block im Osten, der eigene Freiheitsrechte unterdrückt, Demonstranten mit Panzern niedergerollt (was für ein Unterschied zu heute!) und Menschen in Folterkellern und Grenzanlagen zu Tode hat kommen lassen. Diese Geschichte ist auch ein Teil der Welt, wie sie heute ist.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:09
von Jonathan Metternich Hughes
Original von vSzP
Wer auch immer diesen Ort ausgewählt hat (Merkel?), der hat einen großen Fehler begangen.
Das war noch Rot-grün.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:15
von vSzP
Original von Jonathan Metternich
Das war noch Rot-grün.
Nichts konnten die richtig machen...
Wir haben doch tausende Burgen: die hätten sich doch irgendeine von denen aussuchen können. Zumindest hätten die sich den Zaun gespart weil so eine alte Burgmauer sowieso effektiver gewesen wäre. dann per helicopter rein und raus und die sache wäre geritzt.. draußen hätten ja die demonstranten demonstrieren können. so ne burg hält ja schon einige wochen/monate aus....
Ich hätte übrigens die hohenzollern burg sehr gut gefunden:

Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:19
von Bryn Thomson
Original von vSzP
Man stelle sich einmal vor, ein solcher Mob würde nicht durch deutsche Straßen ziehen sondern durch die Straßen eines kleinen asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Landes. Da wäre das Kriegsrecht ausgerufen worden...
Vielleicht sind wir ja gar nicht mehr soweit davon entfernt:
Bundeswehreinsatz im Inneren - allerdings habe ich noch keine andere Quelle zwecks Verifikation gefunden.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:33
von vSzP
Original von Bryn Thomson
Vielleicht sind wir ja gar nicht mehr soweit davon entfernt:
Bundeswehreinsatz im Inneren - allerdings habe ich noch keine andere Quelle zwecks Verifikation gefunden.
Ich glaub eher, dass die Bundeswehr da steht, weil die Polizei keine Mittel hat um z.B. entführte Flugzeuge oder Flugzeuge die vom Kurs abkommen, zu entdecken

Da eine "schleichende Militarisierung" zu sehen finde ich sehr gewagt.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:34
von Montgomery Scott
Original von vSzP
Ich glaube eben nicht, dass erst die Polizei die Demonstranten und die Autonomen zusammenschweißt. Auch wenn die Polizei an vielen Orten das Demonstrationsverbot aufrecht erhält und sich damit nicht zu den Lieblingen macht, so haben die Ordnungshüter dort einen richterlichen Beschluss zu befolgen und sind ausschließlich ausführendes Organ. Wir leben ja in keiner Bananenrepublik wo der Polizeichef bestimmt, ob demonstriert werden darf. Hier wurde richterlich festgestellt, das eben nicht demonstriert werden darf und daran haben sich auch Demonstranten mit den besten Absichten zu halten!
Daneben gibt es immer wieder die stille Zustimmung. Menschen trauen sich vielleicht nicht, das offen zuzugeben aber insgeheim denken viele, das es richtig ist. Und wenn ich ein oder zwei Steinewerfer im Fernsehen sehe, daneben aber dutzende "friedliche" Demonstranten, die diese Steinewerfer weder aufhalten oder sogar vor der Polizei schützt, dann ist die Grenze hier fließend...
Ich meine damit eben nicht gelegentliche Demonstrationseinschränkungen sondern das Auftreten er Polizei auch bei genehmigten Veranstaltungen. Man muss auch als friedlicher Demonstrant bei linken Demos immer wieder Gewalt und Provokation von Seiten der Polizei hinnehmen und gerade riesige Veranstaltungen wie in Heiligendamm sind da Paradebeispiele.