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Verfasst: Do 15. Okt 2009, 23:42
von Amber Marie Ford
Feiert irgendwann dieser Tage den zweiten Jahrestag seiner Beerdigung.
Die müsstest du - nachdem ich dich über deine E-Mail-Adresse im BNet identifiziert habe

- aber eigentlich auch noch miterlebt haben.

Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 10:17
von Kathryn Janeway
Klar, wir haben ihn damals gemeinsam beerdigt. Aber dann warst du doch Minarchist

.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 10:40
von Palin Waylan-Majere
Original von Amber Marie Ford
Die EU hingegen hat sich umgekehrt dafür entschieden, sich scheibchenweise dem politischen Diktat islamistischer Kräfte zu ergeben, und sich in letzter Konsequenz irgendwann vollends in eine islamische Gesellschaft transformieren zu lassen.
Bei aller berechtigter Kritik an der EU - wo wird die denn in eine islamische Gesellschaft transformiert? In jedem Verfassungsschutzbericht taucht der islamistische Extremismus auf, diverse EU-Mitgliedsstaaten kämpfen im Irak, in Afghanistan oder sonstwo explizit gegen Terroristen und schließlich ist auch die Vorratsdatenspeicherung, die sich ja vorgeblich gegen solche Terroristen richten soll, als EU-Richtlinie entstanden.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 11:01
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere
Bei aller berechtigter Kritik an der EU - wo wird die denn in eine islamische Gesellschaft transformiert? In jedem Verfassungsschutzbericht taucht der islamistische Extremismus auf, diverse EU-Mitgliedsstaaten kämpfen im Irak, in Afghanistan oder sonstwo explizit gegen Terroristen und schließlich ist auch die Vorratsdatenspeicherung, die sich ja vorgeblich gegen solche Terroristen richten soll, als EU-Richtlinie entstanden.
Nun, wenn man den Islamisimus bekämpfen will muss man ihn natürlich zuerst mal hier bekämpfen, in dem man z. B. endlich aufhört, Islamisten hierzubehalten. Warum hat es z. B. so lange gedauert, Metin Kaplan und andere Hassprediger auszuweisen?`Sorry, aber wenn die im Heimatland wegen ihrer Hasspredigten gefoltert werden sollten, kann das uns doch völlig schnuppe sein. Der war eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 11:23
von Palin Waylan-Majere
Das käme im Prinzip der Erlaubnis von Folter (und u.U. der Todesstrafe) gleich. Zumal es hier um einen einzelnen geht, der Asylrecht bis 2004 hatte. Jedoch ist der Mann seit 2004 nicht mehr im Lande, die NPD aber nach wie vor erlaubt, Kriege und "Anti-Terror-Einsätze" nach wie vor im Gange, der Überwachungsstaat nach wie vor aktiv (auch wenn die FDP hierzulande wohl vorerst das Allerschlimmste verhindert hat).
Aber mal zurück zum eigentlichen Thema Sarrazin / Migranten in Berlin:
Anlässlich der aktuellen „Sarrazin-Debatte“ und der bevorstehenden „20 Jahre Mauerfall“ möchten wir an die „Kurzmitteilung aus der amtlichen Statistik“ des Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) vom 3. April 2006 erinnern. (vgl. Seite 2 des Anhangs) Die im Vergleich mit den westdeutschen Ländern extrem negative Veränderungsrate der Zahl der ausländischen Auszubildenden in Berlin, insbesondere in den Jahren 1989 bis 1999 (-23,7 Prozent; Westdeutschland ohne Berlin +22,8 Prozent *), macht deutlich: Nirgendwo ist den ausländischen Bürgerinnen und Bürgern** nach dem Mauerfall am 9. November 1989 derart klar vor Augen geführt worden, wie in Berlin: Sie sind nur „zweite oder dritte Wahl“, (auch) wenn es um die Besetzung von Ausbildungsplätzen (und Arbeitsplätzen) geht. Konfrontiert mit einer großen Zahl neuer bundesdeutscher Konkurrentinnen und Konkurrenten auf dem Ausbildungsmarkt (und Arbeitsmarkt) wurden sie, insbesondere die jungen Türkinnen und Türken, viel stärker noch als zuvor, an den Rand gedrängt, rausgedrängt.
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf ... erfall.pdf
sowie
Nachkommen von Migranten: Schlechtere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt auch bei gleichem Bildungsniveau
Nachkommen von Einwanderern haben in Deutschland und Österreich deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als junge Menschen mit zumindest einem im Inland geborenen Elternteil. (…)
Quelle: OECD
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 11:39
von Kathryn Janeway
Das käme im Prinzip der Erlaubnis von Folter (und u.U. der Todesstrafe) gleich. Zumal es hier um einen einzelnen geht, der Asylrecht bis 2004 hatte. Jedoch ist der Mann seit 2004 nicht mehr im Lande, die NPD aber nach wie vor erlaubt, Kriege und "Anti-Terror-Einsätze" nach wie vor im Gange, der Überwachungsstaat nach wie vor aktiv (auch wenn die FDP hierzulande wohl vorerst das Allerschlimmste verhindert hat).
Und genau das ist falsch. Warum hatte er Asylrecht? Warum kriegen z. B. immer noch Muslimbrüder aus Ägypten und anderen Ländern hier Asyl? Diese Leute bekämpfen genau die Werte, die auch das GG festschreibt. Nach dem Verfassungstext kann niemand das Asylrecht in Anspruch nehmen, der die Werte dieser Verfassung offensiv bekämpft. Sprich: Verfolgung von Muslimbrüdern oder eben die Verfolgung Metin Kaplans sind völlig legitime Vorgänge.
Anlässlich der aktuellen „Sarrazin-Debatte“ und der bevorstehenden „20 Jahre Mauerfall“ möchten wir an die „Kurzmitteilung aus der amtlichen Statistik“ des Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) vom 3. April 2006 erinnern. (vgl. Seite 2 des Anhangs) Die im Vergleich mit den westdeutschen Ländern extrem negative Veränderungsrate der Zahl der ausländischen Auszubildenden in Berlin, insbesondere in den Jahren 1989 bis 1999 (-23,7 Prozent; Westdeutschland ohne Berlin +22,8 Prozent *), macht deutlich: Nirgendwo ist den ausländischen Bürgerinnen und Bürgern** nach dem Mauerfall am 9. November 1989 derart klar vor Augen geführt worden, wie in Berlin: Sie sind nur „zweite oder dritte Wahl“, (auch) wenn es um die Besetzung von Ausbildungsplätzen (und Arbeitsplätzen) geht. Konfrontiert mit einer großen Zahl neuer bundesdeutscher Konkurrentinnen und Konkurrenten auf dem Ausbildungsmarkt (und Arbeitsmarkt) wurden sie, insbesondere die jungen Türkinnen und Türken, viel stärker noch als zuvor, an den Rand gedrängt, rausgedrängt.
Auch hier: Für die Ausländer ist das natürlich nicht schön. Aber nimm mal so: Ausländer sind keine Wähler. Wenn unter den eigenen Bürgern Arbeitslosigkeit ein ernstes Thema ist ist es in einer Demokratie eben ein notwendiges Handeln der Regierung, erstmal die Arbeitslosigkeit unter den eigenen Bürgern zu bekämpfen. Immerhin wollen die wiedergewählt werden.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 11:47
von Palin Waylan-Majere
Als Kaplan in den 80ern in die BRD kam, war die Situation vermutlich etwas anders. Die Muslimbrüder aus Ägypten mögen radikal sein, die sind jedoch unter Mubarak, der seit Jahrzehnten den Ausnahmezustand verhängt hat, politischer Verfolgung ausgesetzt, was ja wohl zum Asyl berechtigt. Und in Anbetracht der Tatsache, dass Asylbewerber ohnehin wie Gefangene im offenen Vollzug leben und den Landkreis in dem sie untergebracht sind, nicht verlassen dürfen, halte ich deren Gefahrenpotenzial für die FDGO für kontrollierbar.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 11:52
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere
Als Kaplan in den 80ern in die BRD kam, war die Situation vermutlich etwas anders. Die Muslimbrüder aus Ägypten mögen radikal sein, die sind jedoch unter Mubarak, der seit Jahrzehnten den Ausnahmezustand verhängt hat, politischer Verfolgung ausgesetzt, was ja wohl zum Asyl berechtigt. Und in Anbetracht der Tatsache, dass Asylbewerber ohnehin wie Gefangene im offenen Vollzug leben und den Landkreis in dem sie untergebracht sind, nicht verlassen dürfen, halte ich deren Gefahrenpotenzial für die FDGO für kontrollierbar.
Es geht ja eben darum: Die politische Verfolgung der Muslimbrüder ist ein legitimer Vorgang und berechtigt daher nicht zum Asyl.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 12:01
von Palin Waylan-Majere
Es ist ein Unterschied, ob die deutsche Polizei (oder meinetwegen auch der radikaldemokratische Verfassungsschutz) diese Gruppe kontrolliert, oder ob die am Nil in irgendwelchen Folterkellern zusammengeknüppelt werden. Politische Verfolgung zu legitimieren ist ja wohl eindeutig im Gegensatz zum westlichen Wertekanon bzw. widerspricht dem Grundsatz der Demokratie und freien Meinungsbildung.
Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 12:15
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere
Es ist ein Unterschied, ob die deutsche Polizei (oder meinetwegen auch der radikaldemokratische Verfassungsschutz) diese Gruppe kontrolliert, oder ob die am Nil in irgendwelchen Folterkellern zusammengeknüppelt werden. Politische Verfolgung zu legitimieren ist ja wohl eindeutig im Gegensatz zum westlichen Wertekanon bzw. widerspricht dem Grundsatz der Demokratie und freien Meinungsbildung.
Warum? Auch bei uns gibt es eine politische Verfolgung von Kräften, die unsere Verfassungsordnung beseitigen wollen, und erst Recht, wenn die gewaltbereit sind. Und wenn die Ägypter ihre Verfassungsfeinde am Nil in einem Keller zusammenknüppeln.... Die Muslimbrüder würden genau dasselbe tun, wenn sie an der Macht wären. Solchem Pack gewährt man kein Asyl, man schickt es ins Verfolgerland zurück.