Genau. Immer schön verallgemeinern. Alle, die ich kenne,die bei solchen Plattformen angemeldet sind, wollen dort Leute kennen lernen und Spaß haben.
Ja, richtig. Spaß haben. Jeder möchte 24 Stunden am Tag Spaß haben. Deswegen trifft man sich zu mehrtätigen Saufgelagen, hockt vor der Playstation (bzw. die Kinder aus nicht ganz so verwöhnten Haushalten hocken in Bushaltestellen), trifft sich zum rumgammeln. Das ganze wird dann durch Studenten (sollte das nicht eigentlich die Elite des Landes sein?) gekrönt, die im StudiVZ im tiefsten Dreck wühlen oder wöchentlich mehrere Sexdate über diese Plattform abwickeln. Ganz nach dem Motto "Wer mich gruschelt, will mich bumsen" (eine dortige Gruppe).
Und damit man dann ganz cool wird, verlinkt man in seiner
Freundesliste Menschen, die man eigentlich garnicht kennt. Hauptsache aber, ich stell mich als jemand da der 120 Millionen Freunde hat, mindestens ebensoviel Sex und ebensoviele Biersorten kennt.
Warum muss ich Menschen verlinken, die ich garnicht kenn? Warum muss ich irgendwo dazugehören? Warum wird so viel darauf geachtet, was andere von mir denken?
Du willst behaupten, dass es ein besonderes Merkmal unserer Generation ist, vor Gleichgestellten über Arbeit und Disziplin zu schimpfen und sich beim Vorgesetzten anders zu verhalten?
Unsere Generation übertreibt es aber und ich glaube schon, dass der Hang, soviele Menschen wie nur möglich "kennenzulernen", heute deutlich größer ist als in anderen Generationen.
Und ich halte unsere Studentengeneration schon für ziemlich daneben. Wert auf eine anständige, universale Bildung legt heute kaum noch jemand. Früher waren Studenten angesehene Leute die eine wissenschaftliche Karriere einschlugen. Durch Kuschelnoten, vereinfachte Abiturverfahren und der "Spaß ist geil"-Mentalität sind Studenten heute verwöhnte Bälger die sich sonstwas auf ihr Studium einbilden.
Ich weiß nicht, ob für einen Personalchef anhand der Auswahl der Gruppen ein Profil der Person erstellbar ist. Ich würde daran zumindest zweifeln.
Letztendlich zählt der Gesamteindruck. Wenn jemand aber in übermäßig vielen solcher Gruppen vertreten ist macht das letztendlich einen ziemlich negativen Touch aus. Die oben genannten Gruppen sind ja noch harmlos. Es gibt ja auch welche, bei denen man seine sexuellen Vorlieben veröffentlichen kann, bei denen man alle Flatratepartys auf deinen Blick geliefert bekommt, auf Minderheiten rumhacken kann bzw. Bildung allgemein als ein Arschloch ansieht.
Ich vermisse einfach Studenten, denen dieser Status noch was wert ist und die stolz darauf sind.