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Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 00:38
von Hans Sack
Original von Orla von der Katzenburg
Das ist doch ohnehin schon absurd ... wenn Du da NUR für 100.000 Jahre einen Typen als Wache ins Endlager stellen willst hast du bei drei Schichten Unkosten von ca. 21.024.000.000 Euro bei einem Verdienst von 8 Euro pro Stunde. Schön ist was anderes ... und das Zeug strahlt noch länger.
Ach ja: Dann haben die drei auch noch keinen Urlaub gehabt, kein Wochenende und die Rente für die Zehntausenden die da im Verlauf von 100k Jahren herumoxidieren ist auch noch nicht mit berechnet.
Ach ja ... und Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und so weiter
Meiner meinung nach sollten wir einen bezahlbaren weg finden den Atommüll in den Orbit eines Unnutzbaren Planeten zu schließen, beispielsweise die Venus.

Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 01:35
von Anastasia von Metternich
Original von Bernardo Macaluso
Fest steht doch jetzt schon, dass die Kosten, die die Vorfälle in den japanischen AKWs kurz- und langfristig verursachen, die Legende vom günstigen Atomstrom ad absurdum führen. Desweiteren ist es sicher korrekt, dass die Vorfälle im Moment noch nicht etwa mit Tschernobyl vergleichbar sind. Viel wichtiger ist aber, dass die Sorge, ein solcher Fall könnte eintreten, sehr berechtigt ist.
Nein, eigentlich ist viel wichtiger, dass wir es derzeit nicht mit Tchernobyl II zu tun haben. Das ist keine ideologische Einschätzung, sondern eine ganz pragmatische, denn im Falle von Tchernobyl II würden wir gar nicht über das, was du als "wichtigste Sorge" identifizierst, reden.

Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 11:07
von Orla von der Katzenburg
Und die Rakete zur Venus detoniert wie die Challanger in unserer Atmosphäre ... wooohooo!
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 11:39
von Kamler Johanssen
Original von Orla von der Katzenburg
Und die Rakete zur Venus detoniert wie die Challanger in unserer Atmosphäre ... wooohooo!
Das ist möglich, aber unwahrscheinlich. So eine Raketenlösung würde aber vermutlich die Folgekosten der Atomenergie noch mal deutlich verteuern.
Entscheidend ist aber immer die gesellschaftliche Lage: Sind wir auf Atomenergie angewiesen, könnten wir auch mit weniger Energie, wo sind unsere Prioritäten. Das sind die Fragen. Wirtschaftlich weiß ich nicht, was teurer ist. Aber der derzeitige Energiemix scheint bei gleicher Energienachfrage nicht komplett geändert werden zu können.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 12:10
von Orla von der Katzenburg
Unwahrscheinlich ist das nicht bei der Masse von Kernmüll der hier rumliegt müssten die Dinger ja im Wochentakt abgeschossen werden.
So eine Ariane 5 hat nicht soooo viel Nutzgewicht wie man gerne hätte.
Warten wir darauf, dass der Tokamak endlich läuft und gut ist.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 13:06
von Bernardo Macaluso
Man darf auch nicht vergessen, dass Raumfahrttechnologie noch viel weniger verlässlich ist als Atomkraft. Dass eine automatisierte Raumfahrtmission so klappt wie sie soll ist bisher immer nur eine Hoffnung, ein nicht geringer Teil der Missionen scheitert.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 13:11
von Kamler Johanssen
Bundeskanzlerin Angela Merkel regiert wieder nach Ereignisstimmung. Nachdem Sie in den letzten Monaten - außer in EU-Fragen - eher an mittelfristigen Ergebnissen orientiert war, geht Merkel im Fall des Atomkraftwerk-Unfalls zurück zum aktionsbetonten Politikstil.
focus.de
Nach der Katastrophe von Japan zieht die Bundesregierung Konsequenzen: Nach Informationen von FOCUS Online wird Kanzlerin Merkel am Nachmittag bekannt geben, dass die Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke ausgesetzt werden soll.
(...)
Quelle:
http://www.focus.de/panorama/welt/tsuna ... 08388.html
Ähnlich ihrem Vorgänger Gerhard Schröder, der zwischen Holzmann, Ruhiger Hand und Flutkatastrophen-Aktion und wieder Ruhiger Hand hin und her pendelte.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 13:31
von Orla von der Katzenburg
Aber dennoch der richtige Schritt.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 14:04
von Kamler Johanssen
Original von Orla von der Katzenburg
Aber dennoch der richtige Schritt.
Nein. Eine symbolische Aktion. Denn:
Wenn die Kernkraftwerke unsicher sind, muss man über die schnellstmögliche Abschaltung - nicht in 10 oder 20 Jahren nachdenken.
Wenn sie relativ sicher sind, wovon man bisher ausgeht, dann bringt eine Verkürzung der Restlaufzeit auch nicht mehr Sicherheit.
In beiden Fällen ist es keine Frage davon, ob die Restlaufzeitsverlängerung ausgesetzt wird.
Verfasst: Mo 14. Mär 2011, 14:41
von Orla von der Katzenburg
dann bringt eine Verkürzung der Restlaufzeit auch nicht mehr Sicherheit.
Doch klar ...
Aber die deuschen gehen doch auf die Barrikaden, wenn Merkel nun die Kraftwerke abschalten lässt und die Strompreise sich infolge dessen verdoppeln.