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RE: I have a dream...

Verfasst: Do 27. Jan 2011, 17:09
von SRM
Original von Lord Macshire
Eine grandiose, einzigartige Idee, welche die Demokratische Union vielleicht wieder auf die Spur bringen könnte und neue Impulse und einen neuen Elan freisetzen könnte. Hier wären ohne frage einige strukturelle, konzeptionelle Änderungen notwendig, aber ich glaube, ein Staat wie die DUR, welcher über 12 Jahre existiert, muß sich von Zeit zu Zeit neu ordnen und reformieren.

Meine Idee ist folgende:

Wir haben die Unionsländer, die alle ganz eigene Charakteristika besitzen und zudem stark durch einen realen Kulturkreis geprägt sind. Imperia/Freistein sind wohl recht deutsch, Heroth ist italienisch, Roldem englisch, usw...

Daher träume ich davon, die DUR zu einem internationalen Projekt zu machen mit einer internationalen Community. Die deutschen MNlier könnten sich dann in Imperia/Freistein ansiedeln, Heroth wäre von italienisch-sprachigen MNlern dominiert, Roldem von englisch-sprachigen, die WI vielleicht von Franzosen,...

Dann wäre die DUR ein internationaler, virtueller Netzstaat mit einer riesigen Gemeinde. Ich fände das ziemlich spannend. Es würde den Horizont öffnen. Gleichzeitig würde es die bisher beinahe hermetisch abgeriegelten Grenzen zwischen Micronationen unterschiedlicher sprachlicher Herkunft etwas lockern. Die Unionsländer bekämen echte kulturelle Eigenheiten. Auf Unionsebene würden alle diese Länder miteinander agieren, ein gemeinsames Parlament und eine Regierung stellen. Es wäre eine Art virtuelle EU. Man müßte sich auf eine gemeinsame Amtssprache einigen, etc...pp..
Meine Rede seit guten fünf Jahren ;)

Verfasst: Do 27. Jan 2011, 17:54
von Laura van Middelburg
Original von Sigismund Emmanuel Hirschensohn-Marx
ganz einfach Kanzlerhasi: Die Phantasie ist tot!

Die Kinder von heute sind nicht in der Lage aus einem Forum und einer HP sich eine Phantasiewelt zu erdenken. Sie brauchen flash und bunte Bildchen zum draufrumklicken.

Das große Problem ist doch an diesen ganzen online politiksimulationen (neben dem genannten POP auch eRepublic u.a.), dass es zwar optisch schicker ist, als unsere Foren, aber die Handlungsoptionen total eingeschränkt sind. Aber scheinbar stört das wenige. Mir ist es ja unbegreiflich, denn spätestens nach 3 Wochen hat mal alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Aber ohne Phantasie stört das wenig, dann fährt man eben Routinen... hauptsache bunte animierte Bildchen.

Früher war alles besser. so!
Da ist was dran, ja. ;)

Die letzte technische Innovation, die allgemeine Verbreitung in den MNs gefunden hat, war die Einführung von Burning Boards anstelle von Baumstrukturforen. Vernetzte Portale aus etwa Forum, Register, Landes-Wiki, WiSim, Nachrichtenagentur o. ä., wie z. B. in Dionysos oder Gran Novara umgesetzt, gelten vielen eingefleischten MNlern, die mit solchen Systemen nicht vertraut sind, bereits als unübersichtlich und darum anstregend. Und selbst Hoster, die ein Upgrade vom WBB 2 auf Version 3 ankündigen, riskieren meist schon eine Tracht Prügel.

Irgendwie muss man sich schon mal überlegen, welche Zielgruppe man ansprechen möchte und wie diese zu erreichen ist. Ich denke, ein Faktor bei der Blütezeit der MNs um die Jahrtausendwende war auch der sehr niedrige Altersdurchschnitt der Spielerschaft, der sicherlich bei unter 20 Jahren lag.

Als junge Leute hatten wir damals die Fantasie und den Elan, die Beschäftigung mit Internet-Staaten zu unserem Hobby zu machen. Und wir hatten noch die Radikalität und das Temperament, es richtig rappeln zu lassen im Karton.

Nicht zu vergessen, dass das Internet an sich eine Attraktion war: in Echtzeit mit Leuten zusammen einen Staat betreiben, die überall im deutschsprachigen Raum verteilt sitzen - das war genial, das war innovativ, das war sensationell!

Mittlerweile sind die Kinder, die zusammen mit den ältesten deutschsprachigen MNs das Licht der Welt erblickt haben, schon fast in dem Alter, in dem viele von uns damals in die MNs eingestiegen sind.

Bei denen für die MNs wie sie sind zu werben ist wie sie dazu bringen zu wollen, einen von einem surrenden Projektor abgespielten Schwarzweißfilm in 4:3 und Mono zu gucken, während im Kino gegenüber "Avatar" in 3-D und mit Dolby Surround (oder, falls das auch schon wieder veraltet ist, eben der Nachfolgetechnologie) läuft.

Natürlich gibt es auch heute noch Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für Politik, Wirtschaft, Aufbau/Organisation usw. interessieren. Und für die gibt es ja auch die tollsten Spiele und Simulationen, entweder im Multiplayer-Modus online oder gleich komplett im Internet spielbar. Mit dreidimensionalem Interface, intuitiver Ingame-Navigation usw.

Da muss man sich nichts ausdenken, was andere dann nicht interessiert, sie nicht kapieren oder worüber sie erst mal zu diskutieren anfangen, da wird alles realistisch von einer KI berechnet und übersichtlich anhand von per Mausklick aufrufbaren Tabellen, Graphiken usw. dargestellt.

Klar bietet das weniger Möglichkeiten als die MNs in ihren besseren Tagen. Aber dafür mehr sinnliches Erlebnis. Man kann es eben einfach konsumieren, und muss nicht erst selbst aufwändig etwas produzieren.

Zumal die, wenn man die nötige Fantasie hat, annährend grenzenlosen Möglichkeiten der MNs heutzutage doch auch kaum noch von irgendwem überhaupt ausgeschöpft werden. Meistens dreht sich sowieso nur noch alles um das neue Wahlgesetz, den Antrittsbesuch des neuen Regierungschefs eines Nachbarstaates, mit dem man doch sowieso nichts zu besprechen hat, und den Wiki-Artikel zu irgend einem Krieg der virtuellen Geschichte.

Selbst wenn man Außenstehenden die theoretischen Möglichkeiten einer MN aufzeigen könnte, es fehlte der Anschauungsunterricht. Was die potenziellen neuen Mitstreiter nachdem man ihnen stundenlang den Mund wässrig geredet hätte vorfänden wären veraltete oder halbfertige Homepages nebst mäßig aktiven Foren mit überalterter Technik.

Verfasst: Do 27. Jan 2011, 18:42
von Lord Macshire
Original von Laura van Middelburg
(...)
Aber was hätte das noch mit dem "alten Ratelon" zu tun? Dieses wäre dann ebenso Geschichte, wie denn der Hoster im Einvernehmen mit den verbliebenen Teilnehmern einfach den Stecker zieht.
Und was soll dieser Absatz uns nun sagen? Daß wir besser gleich den Spaten rausholen und Ratelon begraben?

Oder daß man vielleicht nach neuen Möglichkeiten, Ideen und Konzepten sucht und erprobt?

Das ganze hat dann nichts mehr mit dem alten Ratelon zu tun?

So what!! Wie du selbst festgestellt hast, ist das alte Ratelon eh tot. Es gilt also neue Wege zu gehen!

Verfasst: Fr 28. Jan 2011, 14:31
von Palin Waylan-Majere
Also wegen mir können wir uns gerne noch auf ne französische und/oder englische Karte setzen. Die Franzosen würden sich aber von meinen dünnen Sprachkenntnissen beleidigt fühlen, wir brauchen dann also unbedingt eine viel größere Armee!!!!11

;)

Verfasst: Sa 29. Jan 2011, 14:48
von Silvester Lasalle
Andere MN's scheint es aber trotzdem besser zu gehen. ;)

Als ich damals wieder mitmachen wollte dauerte es Wochen bis ich überhaupt Staatsbürger werden konnte. Was dann am Ende trotzdem nicht geschah. Solche Kleinigkeiten machen am Ende das große Problem.

Verfasst: Sa 29. Jan 2011, 17:01
von Palin Waylan-Majere
Ja, das ist ein Problem. Auch glaube ich, dass die Regelungen zum Ein- besonders aber zum Ausbürgern noch zu Zeiten gemacht wurden, als alle eine panische Angst vor "Wahlvieh" hatten und man sich über "Karteileichen" beschwert hat.

Verfasst: Sa 29. Jan 2011, 18:01
von Silvester Lasalle
Dann schlage ich vor das Wahlrecht der aktuellen Lage anzupassen.

Verfasst: Sa 29. Jan 2011, 20:57
von Sigismund Emmanuel Hirschensohn-Marx
Jap aus eigener Erfahrung kann ich dies nur unterstützen, ich bin ganz froh einen Mentor zu haben, der mir Links schickt und sagt, was zu tun ist... ohne ihn wäre das sicher nicht so einfach. Und in diesem Bereich sind eigentlich alle Mns offener für neue Mitspieler. Das heißt ja nicht, dass alle Regeln Unfug sind... aber einige Restriktionen könnte man vielleicht lockern.

Und um die Gedanken von Laura van Middelburg nochmal aufzugreifen, so ist abseits des berechtigten Kritik an der Jugend von heute (!!!!! ^^) sicher auch so, dass die MNs einiges besser machen könnten.

Ich sehe eine Zersplitterung, von jeder Art Orga gibt es wenigstens 4, und das Trennende wird viel zu oft gefördert... gemeinsam passiert nichts. Dabei geht es noch nichtmal um die leidige Kartenfrage, sondern es fängt schon bei den netten Nebensimschauplätze wie dem Fußball an. Es gibt da großartige Ideen, tools zu Kaderverwaltung und ein Transfersystem. Aber jeder macht lieber seinen eigenen Kram und so werden Chancen verspielt.

Ich hoffe ja, dass der Leidensdruck bald so stark sein wird, dass sich in den MNs grundsätzlich etwas ändert. Aber wie schon bei der benannten Forenrevolution, sehe ich nicht, dass die konservativen Ur-MNler zu den nötigen Schitten bereit sind...