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Verfasst: Do 16. Sep 2010, 18:15
von Matthias Schmelzer
*murmelt*

Mehr Ballaststoffe und weniger Fett...

Verfasst: Do 16. Sep 2010, 20:57
von Helen Bont
Original von Laura van Middelburg
Mir als Wählerin ist das graphische Design der Parteien ehrlich gesagt schnuppe. ;)
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Natürlich sind die Inhalte wichtiger als die Verpackung. Wenn sich eine Partei aber dennoch dazu entschließt, ein Banner zu entwerfen, dann tut sie das natürlich, um sich nach außen hin darzustellen. Es ist ein Teil der öffentlichen Arbeit und der Selbstdarstellung.
Original von Laura van Middelburg
Können Sie mir denn einen Grund nennen, warum ich KDU statt gleich FLA wählen sollte? Bitte keine Erklärung in Gestalt der Abgrenzung von SPDU/VL und CSP - die Unterschiede zu diesen Parteien sind mir klar. Was aber unterscheidet die KDU inhaltlich von der FLA?
KDU und FLA haben, und das ist unbestritten, viele Politikfelder, auf denen sie inhatlich übereinstimmen. Sie haben an anderer Stelle die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik angeführt und gesagt, sie hätten den Eindruck gewonnen, die KDU hätte hier Positionen der FLA übernommen. Da ist leider ein falscher Eindruck entstanden, auch wenn KDU und FLA hier eine gemeinsame Position vertreten.
Wenn die KDU sich für die Flat-Tax entschieden hat, dann deswegen, weil wir der Überzeugung sind, dass jeder Mensch ein größtmöglichen Anteil von seinem hart erarbeiteten Einkommen behalten und selbst entscheiden soll, für was er es ausgeben soll, weil dies unserer Meinung nach dem Gleichheitsgrundsatz am ehesten genügt und weil auch bei einer Flat-Tax bei steigendem Einkommen die nominelle Steuerlast ja auch ansteigt. Sie sehen also: dies sind auch wertgebundene Entscheidungen, die eine Teilantwort auf die Frage nach unserem Menschenbild oder nach unserem Staatsverständnis sind.

Und, Frau van Middelburg, natürlich gibt es politische Unterschiede. Wer wollte diese verschweigen? Was meinen Sie, warum die letzten Koalitionsverhandlungen zwischen KDU und FLA so lange gedauert haben, obwohl wir eine Legislaturperiode zuvor schon eine Koalition gebildet haben? Und trotzdem haben wir ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt, eine stabile Regierungsmehrheit zustande bekommen und gute Politik für das Land gestaltet.

Verfasst: Do 16. Sep 2010, 23:13
von Lord Macshire
Die Flat Tax ist liberaler Mist und Unsinn. Dann könnte man auch gleich eine Kopfsteuer einführen, das wäre noch "gerechter". Nein, eine unterschiedliche Besteuerung ist gerechtfertigt. Je mehr Geld/Vermögen jemand besitzt, desto mehr profitiert er doch auch durch den Staat. Insofern ist es logisch, daß er auch mehr an den Staat zahlen muß (nicht nur weil er es kann, sondern weil er auch mehr schuldet).

Verfasst: Fr 17. Sep 2010, 01:27
von Johannes Georg Graf von Falkenstein
Auch wenn es Seltenheitswert hat, Herr Macshire hat Recht. Wundert mich, dass dieser sich als KDU-Anhänger outet.

Verfasst: Fr 17. Sep 2010, 07:30
von Matthias Schmelzer
Original von Lord Macshire
Die Flat Tax ist liberaler Mist und Unsinn. Dann könnte man auch gleich eine Kopfsteuer einführen, das wäre noch "gerechter".
Oder die Steuern ganz abschaffen, das wäre gerecht! Oder noch besser, jeder gibt sein Geld sofort dem Staat wenn er es bekommt und lebt dann von staatlichen Transferleistung, dass ist sowas von gerecht und alle werden gleich behandelt.
Nein, eine unterschiedliche Besteuerung ist gerechtfertigt. Je mehr Geld/Vermögen jemand besitzt, desto mehr profitiert er doch auch durch den Staat. Insofern ist es logisch, daß er auch mehr an den Staat zahlen muß (nicht nur weil er es kann, sondern weil er auch mehr schuldet).
Warum profitiert denn ein vermögender Mensch mehr von Staat? Um es mal provozierend zusagen, profitieren nicht die am meisten vom Staat, die gar nichts eigenes haben, weil sie staatliche Transferleistungen beziehen? Müsste man denen nicht mehr wegnehmen als den Reichen, die sich ihr leben durch selbst erwirtschaftete Kohle finanzieren?

Der Argumentation folgend sollten Beamten auch jegliches Einkommen sofort wieder an den Staat zurückführen. ;)

Ich persönlich finde ja, dass jedes Steuersystem Mist ist und ich das bevorzuge, wo ich am wenigsten zahle.

Verfasst: Fr 17. Sep 2010, 14:31
von Johannes Georg Graf von Falkenstein
Mal eine ganz andere Frage, wird die KDU es eigentlich irgendwann mal hinbekommen eine Homepage zu launchen?

Verfasst: Sa 18. Sep 2010, 12:25
von Nestor Caprice
Original von Matthias Schmelzer
Warum profitiert denn ein vermögender Mensch mehr von Staat?
Es gibt hier verschiedene Argumentationslinien. Die Wichtigste: Die Reichen sind auf Kosten der nicht so erfolgreichen überhaupt erst reich geworden. Die Nicht so Reichen haben den Reichtum erarbeitet. Nun müssen die Reichen auch etwas an das Kollektiv zurückgeben. Sonst dürfen sie auch nicht den Schutz des Kollektivs vor denen erwarten, die nichts haben und sich holen müssen, was sie brauchen.
Deshalb hat man, um das Ganze in geregelte Bahnen zu leiten, das Steuersystem mit der Monopolgewalt des Staates verknüpft. Die Besteuerung wurde auch mehr und mehr ausdifferenziert, um den verschiedenen Ansprüchen einer modernen Gesellschaft gerecht zu werden. Das progressive Steuersystem ist ein Teil dieser Herangehensweise, bei der die Erfolgreichen für die Schwachen bezahlen und dafür öffentliche Sicherheit erhalten.
Um es mal provozierend zusagen, profitieren nicht die am meisten vom Staat, die gar nichts eigenes haben, weil sie staatliche Transferleistungen beziehen?
Die Wohlhabenden dürfen heute viel mehr verdienen, als der Durchschnitt oder die Armen. Dafür müssen sie auch einen gewissen - meiner Meinung nach viel zu geringen - Beitrag zur Gemeinschaftskasse leisten. In einem sozial fortschrittlicheren System wären die Einkommensunterschiede viel geringer und die Frage der Spitzensteuersätze und Vermögenssteuer wäre nur eine für den Übergang zu einer sozial ausgewogeneren Gesellschaft.
Müsste man denen nicht mehr wegnehmen als den Reichen, die sich ihr leben durch selbst erwirtschaftete Kohle finanzieren?
Sie wollen denen, die nichts haben, außer die Solidarität der Gemeinschaft, etwas wegnehmen? Das führt uns zurück ins tiefste dunkle Zeiten des albernischen Kapitalismus.
Der Argumentation folgend sollten Beamten auch jegliches Einkommen sofort wieder an den Staat zurückführen. ;)
Eine Mindestkonsumquote wäre aus volkswirtschaftlicher und sozialpolitischer Sicht durchaus sinnvoll. In einem weitgehend geschlossen System, das keine Abwanderung und Trittbrettfahrerei zulässt.

Verfasst: Sa 18. Sep 2010, 12:56
von Bernardo Macaluso
Original von Matthias Schmelzer

Warum profitiert denn ein vermögender Mensch mehr von Staat?
Die radikale Antwort: Der Staat garantiert durch sein Gewaltmonopol den Privatbesitz. Wer mehr besitzt, bekommt in absoluten Zahlen auch mehr vom Staat geschützt als derjenige, der weniger besitzt.

Verfasst: Sa 18. Sep 2010, 19:54
von Hans Sack
Original von Bernardo Macaluso

Die radikale Antwort: Der Staat garantiert durch sein Gewaltmonopol den Privatbesitz. Wer mehr besitzt, bekommt in absoluten Zahlen auch mehr vom Staat geschützt als derjenige, der weniger besitzt.
Diktatoren Logik.

Verfasst: Sa 18. Sep 2010, 19:55
von Pandora Friedmann
Original von Hans Sack
Diktatoren Logik.
Herr Sack, Sie müssen zugeben, dass Ihre elliptischen Antworten die Debatte nicht gerade befruchten.