Original von Hans Sack
Da sind wir wider beim Thema Polen und Oder-Neise-Lienie.
Das ein Angriffskrieg von seiten Deutschlands vorlag kann man nicht bezweifeln, dennoch muss man beim Thema Oder-Neise-Lienie aus Ehrlichkeit vor der Geschichte, das Unrecht gegenüber den Deutschen anerkennen.
Das hat nichts mit Geschichtsrevisionismus oder Rechts-Politischer Motivation zu tuen. Es geht hier auch nicht darum heute Polnisches gebiet zu beanspruchen, oder es zurück zu fordern. Es geht einfach um das Faktum einer Vertreibung.
Ob nun aus Rache oder anderen Politischen Motiven, ob diese nun Nachvolziehbar oder in der Situation Logisch waren, in diesen Gebieten haben Deutsche Menschen gelebt. Dort haben Menschen gelebt und man hat sie mit Gewalt ihres Besitzes beraubt und sie aus ihrer Heimat vertrieben. Und genau wie jede andere vertreibung von Menschen in der Welt, war auch diese ein verbrechen an den betrofenen Menschen.
Merkste was? Das tut hier auch niemand. Das würde auch niemand Frau Steinbach vorwerfen. Schließlich ist das als Vertriebenen-Vertreterin auch ihr Beruf (wobei sie ja selbst natürlich keine "echte" Vertriebene mehr ist).
Das Polen im zuge des Kriegsendes Deutsches gebiet besetzt und sich einverleibt hat, ist im Angescht der Geschichte weder etwas Ungewöhnliches, noch etwas Unlogissches.
Eigentlich waren daran ja vorallem die Russen beteiligt. Die Polen selbst hatten wenig damit zu tun und wurden größtenteils zwangsweise umgesiedelt.
Ich finde es Falsch wie diese vertreibung von den "Ewig schuldigen" als Selbstverständlichkeit angesehen wirt und wie den Opfern der Schwaze Peter zugeschoben wirt, frei nach dem Motto "Ihr wart ja alle selbst schuld". Als währe jeder einzelne Deutsche der dort gelebt hat ein überzeugter und bewaffneter Nationalsozialist gewesen, der es verdient hat seine heimat zu verlieren.
Das tut absolut niemand. Wirklich NIEMAND und ich weiß nicht, wie Du darauf kommst.
Zuletzt geändert von Bernardo Macaluso am Sa 11. Sep 2010, 08:53, insgesamt 1-mal geändert.