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Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 16:19
von Carmen I.
Back to topic....
Hab den Test auch mal gemacht.
- Zentrum: 60/100
SPD: 58/100
Piraten: 57/100
NPD: 56/100
FDP: 54/100
Linke: 52/100
CDU: 49/100
Grüne: 47/100
Hier wundert mich nichts. Bin doch durch und durch Ruhrpottkind =)
Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 16:26
von SRM
Original von Carmen de Mora-Trauenstein
Ehrlich?
Jopp, schriftlich locker mindestens eine Note besser als mündlich.

Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 18:44
von Bernardo Macaluso
Original von Lord Macshire
Warum sollte dem Lehrer es nicht zu stehen, über andere Menschen, seine Schüler, zu beurteilen ? Das ist genau die Aufgabe eines Lehrers. Und was hat das mit Demokratie zu tun ? Hier wird jetzt wirklich ein Fass aufgemacht.
Nein, Aufgabe des Lehrers ist es, zu lehren. Natürlich gehört dazu in der Praxis auch Bewertung, allerdings die Bewertung von Leistungen, nicht die von Charaktermerkmalen.
zu 2.) das ist ein Pauschalargument, was absolut haltlos ist und so überhaupt nicht nachgewiesen werden kann, aber Hauptsache mal, was dazu geschrieben.
Was soll haltlos und unnachweisbar daran sein, dass eine Kopfnote keine Leistung benotet? Dass das System in der Praxis so funktioniert, dass nur auffällige Fälle tatsächlich benotet werden, ist natürlich ein a-priori-Argument aber gegen dessen Stichhaltigkeit hast Du nichts vorgebracht.
zu 3.) es gibt neben den normalen Leistungsmerkmalen, also was einer kann, ja auch sog. "soft skills", die ebenso entscheidend sind. Dazu gehören eben solche Dinge wie Ordnung, Fleiß, Aufmerksamkeit und Betragen.
Diese sind aber nicht in der für ordinale Skalierung gebotenen Schärfe zu beurteilen. Und selbst wenn das möglich wäre, ist es doch sehr zweifelhaft, ob dies in der Praxis verwirklicht werden kann, zumal der Lehrer ja keine Begründung mit Bezug auf einen eindeutigen Erwartungshorizont für die Kopfnoten vorlegen muss.
Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 20:42
von Richard Stresemann
Original von Bernardo Macaluso
Nein, Aufgabe des Lehrers ist es, zu lehren. Natürlich gehört dazu in der Praxis auch Bewertung, allerdings die Bewertung von Leistungen, nicht die von Charaktermerkmalen.
Das hätten die Sklaventreiber vom Arbeitgeberverband zwar gerne so, aber eigentlich hat die Schule vor allem den Charakter zu formen. So heißt es etwa in Art. 131 der Bayerischen Verfassung:
"Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt."
Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 22:02
von Melissa Adelaide
Nur geht dem Artikel 6 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes vor:
"Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht."
Der Staat schafft Schulen als Dienstleistungseinrichtungen für seine Bürger und deren Kinder (besser wäre es, er gäbe an privaten Schulen einzulösende Bildungsgutscheine aus, aber das ist ein anderes Thema). Er ist aber nicht berechtigt, in Schulen Untertanen nach seinem Gusto zu formen.
Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 22:25
von Richard Stresemann
Original von Melissa Adelaide
Nur geht dem Artikel 6 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes vor:
Geht dem gar nicht vor, weil der Bund in Sachen Bildung nach Art. 70 GG keine Gesetzgebungskompetenz hat. Zudem spricht Art. 6 GG von "Erziehung", Art. 131 BayVerf dagegen von "Bildung". Die schulische Sphäre ist nach Art. 7 Sache des Staates.
Verfasst: Mi 28. Apr 2010, 23:49
von Bernardo Macaluso
Original von Richard Stresemann
Das hätten die Sklaventreiber vom Arbeitgeberverband zwar gerne so, aber eigentlich hat die Schule vor allem den Charakter zu formen. So heißt es etwa in Art. 131 der Bayerischen Verfassung:
"Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt."
Zum einen kann man eine solche Auffassung natürlich kritisieren, zumal selbst konsevative Politiker sie im Allgemeinen heute nicht mehr teilen.
Zum anderen mag es unstrittig sein, dass eine Art von staatsbürgerlicher Erziehung zum Auftrag des Lehrers gehört. Diese staatsbürgerlicher Erziehung kann aber gerade nicht darin bestehen, dass der integrierte und angepasste Typ positiv sanktioniert wird und der problematische und abweicherlische Typ negativ. Und genau dahin führt das System der Kopfnoten.
Verfasst: Do 29. Apr 2010, 11:55
von Carmen I.
Ich als Mutter sage mal ganz entschieden: Ihr habt doch einen Knall! Ich lasse mir doch nicht in meine Erziehung hinein reden, so lange sie nicht zum Nachteil meines Kindes ist. Gehts noch? Und als mündiger Bürger nehme ich meine Pflichten noch immer selbst wahr!
Bayerische Verfassung..... tsss..... die Bayern sind sowieso bissel anders als alle anderen Bundesbürger. :rolleyes:
Und überhaupt: Die Schulen jammern doch selbst immer, dass sie keine Erziehungseinrichtungen und auf die Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen sind. Dann sollen sie sich auch aus der Bewertung der Charaktereigenschaften der Kinder heraus halten. Ende der Durchsage!
Weg mit den Kopfnoten !!!
Verfasst: Do 29. Apr 2010, 13:42
von Palin Waylan-Majere
Die Lehrer suchen es sich ja nicht aus, die müssen die Kopfnoten vergeben. Ich halte die übrigens ebenfalls für großen Quatsch. Da bekamen stille Schüler ne 2 in Mitarbeit, genau wie der Knallkopp (=ich), nur wurde mir noch in Fleiß, Betragen oder Ordnung was reingedrückt. Interessiert hats aber keinen. Meine Eltern lieben mich auch so.

Verfasst: Fr 30. Apr 2010, 17:53
von Kamler Johanssen
Bei einigen Fragen musste ich "neutral" antworten, weil ich bei diesen Fragestellungen in der gefragten Form weder "Dafür" noch "Dagegen" war.
Ergebnis:
72 von 96 Punkten - FDP
69 - CDU
61 - AUF
53 - PIRATEN
49 - Volksabstimmung
37 - GRÜNE
36 - SPD
27 - DIE LINKE