Original von Jonathan von Metternich
Ich möchte eines vorweg nehmen: Wenn ein Wahlprogramm das Aushängeschild einer Partei ist, dann ist die SPDU in schlechter Verfassung. Etwas sprachlich derart Zusammengestümpertes, das seit langem keine Rechtschreibkorrektur mehr gesehen hat, nach draußen zu geben, halte ich für eine Frechheit. Es sagt viel darüber aus, mit welcher Sorgfalt (oder eben nicht...) dieses Dokument geschrieben wurde. Ein wenig Respekt vor den Sprachkenntnissen der Wähler wird man ja erwarten dürfen, oder?
Herr von Metternich, weder ist die SPDU in schlechter Verfassung, noch lässt sie es am Respekt vor den Wählerinnen und Wählern missen. Ihre Sclhussfolgerung von der Orthographie auf beide Einstellungen sind an den Haaren herbeigezogen und entbehren jeder Grundlage.
Was die unerfreulichen Rechtschreibefehler angeht, so habe ich mir eine Korrektur erlaubt; nichtsdestotrotz trage ich allein für diese die Verantwortung.
Original Jonathan von Metternich
Hat die SPDU wahrgenommen, dass der Rat der Nationen eben deswegen so erfolgreich ist, weil er nicht versucht, seinen Mitgliedern die Souveränität streitig zu machen? Auf der RdN-Gründungskonferenz kam man explizit überein, den Rat nicht zu einer "Weltregierung" oder einem "Weltgericht" zu machen. Das wäre nicht mehrheitsfähig.
Bei einer Schiedsgerichtsbarkeit handelt es sich um eine Institution, die Streitfälle nicht durch ein Urteil sondern durch einen Schiedsspruch auflöst. Wesentliches Merkmal eines Schiedsgerichtes ist es, dass sich die Beteiligten vorher freiwillig einigen, sich dem Schiedsspruch zu beugen. Von einem Streitigmachen von nationalen Kompetenzen kann daher deswegen nicht die Rede sein, da das Schiedsgericht dann nicht zum Zuge kommt, wenn auch nur einer der Beteiligten sich einer freiwilligen Unterwerfung unter einen Schiedsspruch verweigern sollte.
Die Übereinkünft, den RdN weder zu einer Art Weltregierung noch zu einer Art Weltgericht zu machen, bliebe also gewahrt.
Original Jonathan von Metternich
Das ist ja schön und gut, aber dass diese Blöcke in Form des Bedjinger Pakts und der Terreanischen Allianz (mit Einschränkungen auch der Global Defense Initiative) schon existieren, haben Sie zur Kenntnis genommen?
Die Demokratische Union würde unter der Führung der SPDU hin- und herlavieren zwischen Demokratie und Sozialismus, zwischen Freiheit und Unterdrückung. Da lobe ich mir in aller Bescheidenheit das Bekenntnis meiner Partei, auf der Seite der Demokraten zu stehen. Die SPDU öffnet die Tür zum Bedjinger Pakt für "Wandel durch Anpassung".
Herr Unionskanzler, ich nehme erstens zur Kenntnis, dass die Blockbildung, forciert durch Ihre Regierung, im vollen Gange ist; zweitens nehme ich zur Kenntnis, dass der Bedjinger Pakt derzeit drei Mitglieder hat, nämlich Tchino, Severanien und Usambisa und drittens nehme ich zur Kenntis, dass die Aufnahme Rusaniens aufgrund eines militärischen Konflikts mit Astor verschoben wurde.
Weder wird es mit der SPDU ein Herumlavieren geben, noch ein Abrücken von demokratischen Grundwerten. Worauf wir allerdings - im Gegensatz zu Ihnen - nicht setzen, ist eine ressourcenverschwende Aufrüstungs-, Blockbildungs- und Konfrontationspolitik. Was wir Sozialdemokraten erstreben, ist ein demokratischer Wandel in den Staaten des Bedjinger Paktes, ausgelöst durch positive Anreize und Signale aus der demokratischen Staatenwelt. Wir wollen den Hardlinern dort den Wind aus den Segeln nehmen, indem wir das Gespräch suchen, ohne leisetrerisch zu sein. Was wir anstreben ist die positive Konkurrenz der Systeme.
Was die Demokratische Union und die demokratischen verfassten Staaten insgesamt benötigen, ist eine flexible Strategie, und nicht einen Kurs der Konfrontation, wie Sie ihn die ganze Zeit predigen.
Original Jonathan von Metternich
Ich nehme an, dass es um eine Regierungskonferenz der demokratisch verfassten Staaten geht? Dann stellt sich die Frage, ob wir neben dem RdN eine weitere Plattform des multinationalen Austausches brauchen. Erst betont die SPDU die Bedeutung des RdN, dann kündigt sie die Gründung einer Parallelinitiative an? Das passt nicht zusammen.
Der Unterschied besteht zunächst darin, dass es sich bei der Konferenz nach der Vorstellung der SPDU nicht um eine Organisation handelt, sondern um eine lose Folge von Konferenzen zu bestimmten Themen, die international auf der Tagesordnung stehen. Zur Lösung von brstimmten Problemen und Konflikten sollen sich die Teilnehmer auf Strategien zu deren Lösung einigen und diese umsetzen. Es wären also zeitlich befristete Projekte, die auf einer solchen Konferenz beschlossen werden.Teilnehmer sollen die demokratisch verfassten Staaten sein, solche also, in denen eine freiheitlich-demokratisch Grundordnung herrscht.
Im RdN sehen wir Sozialdemokraten dagegen eine feste Organisation mit festem Regelwerk und fester Organisationsstruktur an, die allen Staaten offensteht.
Während der RdN in den Augen der SPDU aber mehr eine Organisation kollektiver Sicherheit ist, soll die vorgeschlagene Konferenz, wie bereits beschrieben, eine Plattform internationaler Kooperation sein. Sie wäre also eher eine Ergänzung zum RdN, ohne einer militärischen Konfrontation und Blockbildung Vorschub zu leisten.
Original Jonathan von Metternich
Ohne Einschränkungen? Ist es Ihnen egal, ob Bündnisverträge mit Demokratien oder Diktaturen, mit Staaten der Freiheit oder sozialistischen Einpaarteienstaaten abgeschlossen werden?
Ja, ohne Einschränkung. Diese Aussage resultiert aus der Erkenntnis, dass man eine Verständigung nur erreichen kann, wenn man miteinander kommuniziert. Wir wollen die diktatorisch verfassten Staaten dazu bringen, sich den Demokratien gegenüber zu öffnen. Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass der Dialog mühsamer und beschwerlicher ist, als eine Konfrontationspolitik.
Original Jonathan von Meterrnich
Schade, dass sich bisher kein Vertreter der Linken bereit gefunden hat, einen Botschafterposten zu übernehmen. Dann würde man vielleicht sehen, dass es Ihnen damit auch ernst ist.
Ich denke, dass bislang kein Mitglieder einer linken Partei in den Diplomatischen Dienst eingetreten ist, hat mir der oben getroffenen Aussage nicht zu tun.
Original Jonathan von Metternich
Oh ja, der Status quo zeigt toll, wie wunderbar die "staatlichen Strukturen" funktionieren: Wo ist der lebendige Föderalismus, von dem Sie alle reden, den aber keiner nutzt? Wo ist das aufrechte Engagement der Sozialdemokraten, über Ministerpräsidenten pro tempore hinaus Verantwortung übernehmen zu wollen? Ein Bekenntnis ohne Wert ist das: Weder hilft es, den Bestand der Demokratischen Union zu wahren, noch sind ihm unter den aktuell Verantwortlichen Zeichen der Übernahme von Verantwortung in dieser Richtung gefolgt. Scheinheiligkeit³!
Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass der Föderalismus derzeit nicht so funktioniert, wie er funktionieren sollte. Aus dieser Einsicht heraus habe ich für die SPDU an verschiedenen Stellen bereits erklärt, dass wir Sozialdemokraten einer vernünftigen Föderalismusreform nicht verschließen werden. Nur, Herr von Metternich, ob es Ihnen passt oder nicht: wenn die Unionsebene eine solche Verfassungsreform anstrebt, dann muss sie die Länder mitnehmen; sie muss auf diese zugehen, und ihnen das Gefühl vermitteln, auf gleicher Augenhöhe mit ihr zu reden und somit ein gleichwertiger Partner zu sein, statt den Ländern fertige Papiere vorzulegen. Das Verhalten der Länder zeigt doch, dass Sie mit dieser Strategie gescheitert sind. Dass dem so ist, gestehen die UFD doch selbst ein, wenn sie gleich im ersten Satz ihres Wahlprogramms schreibt, dass sie, im Rahmen einer Föderalismuskonferenz, das Gespräch mit den Ländern sucht.
Ach, Herr Meternich, ganz unter uns - es hört ja sonst niemand zu

- sei angemerkt: lassen Sie doch das Gekreische von wegen "Scheinheiligkeit³". Wir Sozialdemokraten sind nun wahrlich die Letzten, die sich vor der Übernahme von Verantwortung drücken.
Original Jonathan von Metternich
Sie wollen den Justizapparat weiter aufblähen, obwohl Ihre Partei als ehemalige Regierungspartei wissen sollte, wie schwierig es ist, schon den Status quo aufrecht zu erhalten. Sandro musste Orion aus dem Exil holen, Klatten musste Ford in die Unionsanwaltschaft setzen - all das waren und sind Zeichen dafür, dass es schon jetzt nicht genügend juristisch bewandertes und allgemein angesehenes Personal gibt, um zu jeder Zeit die volle Funktionsfähigkeit der Justiz zu gewährleisten. Das ist unverantwortlich, kurzsichtig und ein Ziel um der Zeile im Wahlprogramm willen!
Es geht nicht um eine willenlose Aufblähung des Justizapparates, sondern es geht darum, Konsequenzen aus der Tatsache zu ziehen, dass das Unionsgericht mit drei ordentlichen Richtern nicht ausreichend besetzt. Ist die Peition, die Herr Dr. Boeker vor gar nicht so langer Zeit an das Unionsparlament gerichtet hat, spricht diesbezüglich eine deutliche Sprache - vielleicht lesen Sie einfach noch mal den stenographischen Bericht durch.
Dass es nicht immer einfach, mag ja stimmen, ich sehe aber nicht, warum es einfacher sein soll, von Fall zu Fall einen Ersatzrichter wählen zu lassen.
Original Jonathan von Metternich
Welche Standards? Für was?
Das gilt es eruieren.
Original Jonathan von Metternich
Durchzusetzen gab es nichts und wenn ich mir anschaue, dass Herr Brandt es nicht einmal geschafft hat, sich ein einziges (!) Mal unter dem Administrationsaccount in die bsEcoSim einzuloggen, um zu schauen, welche Veränderungen und Verbesserungen notwendig sind, dann sagt das alles, was man über dieses Selbstlob ihrer Partei wissen muss.
Zunächst ist mir ein Herr Branft unbekannt.
Des Weiteren ist unbestritten, dass John Carter als Wirtschafts- und Finanzminister die Implementierung der bsEcoSim in der DU umgesetzt hat.
Original Jonathan von Metternich
Das erzählen Sie mal in den Ländern - die werden Ihnen den Kompetenzkatalog vorhalten. Die Union ist (leider) nur für die Grundlagen, nicht aber für die Weiterführung oder Ausgestaltung des Wirtschaftssystems zuständig.
Wir werden uns mit den Ländern in der Tat zusammensetzen und gemeinsam mit ihnen eine geeignete Strategie entwickeln.
Sie wollen mehr Inflation durch eine Ausschüttung der Staatsreserven. Sagen Sie das doch so.
Wo bleibt da eigentlich die Gerechtigkeit? Was ist mit denen, die nach einem zu wählenden Stichtag die Staatsbürgerschaft erhalten? Sollen die nichts erhalten? Oder wollen Sie Ihr System bis in alle Ewigkeit laufen lassen?
Ansonsten fordert Ihr Sozialprogramm vor allem eines: deutlich mehr Kompetenzen für die Union! Mehr kann ich dem nicht abgewinnen.
Zunächst, Herr von Metternich, dass wir Sozialdemokraten mehr Inflation wollen, ist blanker Unsinn; erstens kommt es auf die Höhe an und zweitens gibt es genug fiskalpolitische Möglichkeiten, einer Inflations vorzubeugen, wie zum Beispiel die Berücksichtigung der Gesamthöhe der Auszahlungen bei der Berechnung der Regulierung der gesamten Geldmenge, die sich im Umlauf befindet.
Für diejenigen, die nach einem bestimmten Stichtag Bürger der Demokratischen Union, kann zum Beispiel ein sogenanntes Begrüßungsgeld eingeführt werden.
Original Jonathan von Metternich
Ein schöner Satz, ein hehres Ziel, eine verdammt unrealistische Vorbereitung unserer Männer und Frauen in Uniform auf Situationen, in denen es hart auf hart kommen könnte.
Ein schöner Satz? Mag sein. Vielleicht schicken Sie nicht ausgebildete Rekruten gleich in bewaffnete Kämpfe, damit realistisch genug ausgebildet werden? Ganz nach dem Motto: da vorne steht der Feind, nun übt mal schön - wenn ihr Glück habt, sind die genau so ungeübt wie ihr.
Nein, Herr Unionskanzler, Übungen gehören auf einem Truppenübungsplatz durchgeführt, und nicht in Spannungsgebieten oder gar an der Front. Ich muss schon sagen, wenn ich denke, dass Sie im Ernstfall den Oberbefehl über die Streitkräfte haben werden, wird mir Angst um Bange um die Sicherheit unserer Soldaten und unserer Demokratischen Union.
Militärische Abenteuer? In welcher Welt leben Sie eigentlich (okay, die Frage ist doppeldeutig

)? Die Demokratische Union hat sich zu keiner Zeit unter der von mir geführten Regierung in militärische Abenteuer begeben. Ich setze doch das Leben unserer Soldaten nicht aufs Spiel.
Der Einsatz bewaffneter Streitkräfte in der Antarktis, welches nach Ihren eigenen Worten ein Spannungsgebiet ist, war ein solches Abenteuer, und wenn dies wirklich ein Mänöver gewesen wäre, dann hätten Sie allerdings leichtfertig das Leben unserer Soldaten aufs Spiel gesetzt.
Original Jonathan von Metternich
Das ist das schlechteste Wahlprogramm, das die einstige SPR je vorgelegt hat; dazu waren die Sandro-Programme wahre Ausgeburten an Kreativität, Ideenreichtum, Innovation und Fortschritt (was sie grundsätzlich nicht waren, aber ich spreche ja nur im Vergleich). Himmel Herrgott, was ist eigentlich aus der einst so stolzen Sozialdemokratie geworden? Mir bleibt zum Abschluss nur eines zu sagen: Sozialdemokraten der Demokratischen Union, wählt in Gottes Namen SDP, wenn Euch dieses Land irgendetwas bedeutet!
Das übliche Wahlkampfgetöse... Erwarten Sie bitte nicht von mir, dass ich Gebrüll ernst nehme.