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Verfasst: Fr 27. Nov 2009, 17:17
von Peter Wickel
Machen Sie es sich da nicht etwas zu einfach?
Verfasst: Fr 27. Nov 2009, 17:22
von Helen Bont
Ich denke nicht. Schauen Sie: Was die Marangi-Krise angeht standen wir, wie bereits erwähnt, vor der Entscheidung, entweder in Dinge in die Katastrophe treiben zu lassen oder Friedensgespräche zu initiieren, auch wenn wir wussten, dass die Erfolgsaussichten äußerst gering waren. Ich habe mich damals dafür entschieden, das persönliche Risiko eines Scheiterns einzugehen.
Zum anderen: Es bringt doch nichts, wenn wir uns jetzt in die politischen Schmollwinkel zurückziehen, weil es in der Vergangenheit Missverständnisse gegeben hat. Wenn wir wirklich an gedeihlichen Beziehungen interessiert sind, dann müssen wir den Weg des Dialogs gehen, statt den der gegenseitigen Vorwürfe und Schuldzuweisungen.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:19
von Peter Wickel
Der Prime Executive der Aurorianischen Komföderation, Herr Aaron Sulla, erklärte aber öffentlich, dass die Konföderation kein Interesse mehr an diplomatische Beziehungen zur DU habe.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:27
von Helen Bont
Ich kenne da andere Äußerungen, die wesentlich besonnener sind und die mich optimistisch stimmen.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:34
von Peter Wickel
Es sieht aber so aus, als ob auch Ihr Ansehen in Severanien gegen Null tendiert: kurz vor Ihrem Besuch sind sie von severanischer Seite wegen Ihrer Äußerungen zur Kaysteran-Krise und wegen des Anschlusses an Severanien recht ungalant wieder ausgeladen worden.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:38
von Helen Bont
Auch hier kann ich nur sagen: es geht nichts über Dialog. Ich bin nach wie vor bereit, nach Severanien zu fahren und mir dort die Argumente anzuhören. Das macht aber nur Sinn, wenn die andere Seite ebenfalls dazu bereit ist nicht nach dem Motto argumentiert: Meine Meinung steht fest, bitte beirren Sie mich nicht mit Argumenten.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:44
von Peter Wickel
Auch in Irkanien scheinen Sie nicht wohl gelitten zu sein. Dass Sie in der Generalversammlung des Rats der Naitonen den iraknischen Einsatz von Massenvernichtungswaffen in Aquila angesprochen haben, dürfte Ihre Werte bei der dortigen politischen Klasse gegen Null tendieren lassen.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:48
von Helen Bont
Schauen Sie, Herr Wickert, wenn es mir primär um meinen Beliebtheitsgrad gehen würde, wäre ich Balletttänzerin geworden statt in die Politik zu gehen. Mir geht es um die Menschen, deren Leben und Gesundheit sowohl von den Aufständischen als auch von irkanischer Seite leichtfertig aufs Spiel gesetzt wurde, um dadurch militär-strategische Vorteile zu erringen. Und es geht mir darum, eine Bild von der Lage vor Ort zu machen, wozu ich Informationen benötige, die mir offensichtlich nur die irkanische RdN-Delegation geben kann.
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 17:55
von Peter Wickel
Nun macht die irkanische Seite ja geltend, dass die chemischen Massenvernichtungswaffen nur eingesetzt hätten, um das Leben tausender Soldaten zu schützen und einen schon fast unvermeidlichn Sieg der Aufständischen zu verhindern. Rechtfertigt in Ihren Augen nicht der Schutz der eigenen Soldaten solche Maßnahmen, wie den Einsatz von Massenvernichtungswaffen?
Verfasst: Sa 28. Nov 2009, 18:04
von Helen Bont
Auf diese Frage kann ich Ihnen mit einem klaren "Nein" antworten. Wer die grausamen Wirkungen von Massenvernichtungswaffen kennt, wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass deren Einsatz ein Akt der Barbarei ist. Und auch wenn es nicht Bestandteil eines internationalen Völkerrechts ist, das sich gerade erst entwickelt, so kennt doch jede zivilisierte Nation den Unterschied zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten, also zwischen Soldaten und Zivilisten.
Anders als Soldaten, die mit ihrer Berufswahl bewusst das Risiko eingegangen sind, im Kriegsfall Opfer von Kriegshandlungen zu werden und deswegen ihrerseits im Kriegsfall feindliche Soldaten während einer Kriegshandlung töten dürfen, ohne dafür strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden, sind Zivilisten insoweit unschuldig, als sie nicht befugt sind, an Kriegshandlungen teilzunehmen und deswegen ihrerseits auch keine legitimen Angriffsziele sind. Und auch aus diesem Grund ist der Einsatz von Massenvernichtungsmitteln ein grausamer Akt der Barbarei, weil ungehindert sich ausbreitende Kampfstoffe nicht zwischen Soldaten und Zivilisten differenzieren.