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Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 14:43
von Amber Marie Ford
Original von Stigman

Nein, es ist keine Möglichkeit dazu!
Es ist eine Möglichkeit. Ob sie jetzt oder in Zukunft genutzt wird, ist eine andere Frage.

Verdammen wir aber aus ideologischen Gründen die Gentechnik, nehmen wir uns diese Möglichkeit.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 17:52
von Richard Stresemann
Original von Amber Marie Ford
Eine Reduktion der Ausgaben für erneuerbare Energien kann ich (diesmal übrigens zwei Kreuze bei der CDU - für die, die es interessiert ;)) in der Tat ebenfalls nicht nachvollziehen. Das ist eine extrem kurzsichtige Entscheidung.
Für eine massive Kürzung der entsprechenden Subventionen spricht sich unter anderem Frank Asbeck aus, Gründer und Chef von Deutschlands bedeutendstem Solarkonzern, der Solarworld AG.

Wo ist die Logik, dass wir mit dem Geld der deutschen Stromverbraucher die chinesische Solarbranche aufbauen?

Der Spiegel zur Bilanz der deutschen Solarförderung: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 93,00.html

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 17:56
von Richard Stresemann
doppelpost

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 21:57
von Rafael van der Linden
Original von Richard Stresemann
Wo ist die Logik, dass wir mit dem Geld der deutschen Stromverbraucher die chinesische Solarbranche aufbauen?
Es geht doch um den guten Willen und die Symbolik. Nicht um Naturschutz, der Natur ist der Mensch nämlich komplett egal, was auch bedeutet, dass die ein mensclicher Schutz der Natur sinnlos ist. Der Mensch kann nur seine eigene Umwelt, die er zum Leben benötigt, versuchen, so gut wie möglich zu schonen und zu erhalten.
Dazu gibt es gute Möglichkeiten, die wirtschaftlich und für die Umwelt sinnvoll sind. Subventionierte Solarenergie gehört derzeit nicht dazu.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 22:20
von Amber Marie Ford
Eine Förderung ausgerechnet der Solarenergie ist in Deutschland nun wirklich nicht die intelligenteste Idee. ;) Aber z. B. bei Wind, Wasser, Geothermie oder auch Holz sieht die Sache meiner Meinung anders aus.

Was sind die Alternativen? Kohlekraftwerke sind furchtbare CO2- und Dreckschleudern, Stein- und Braunkohle auch nicht unendlich vorhanden. Erdöl ist schon jetzt zu knapp, um es zur Stromerzeugung zu verbrennen. Ebenfalls nur in endlicher Menge vorhandenes Erdgas ist viel zu teuer, um unseren Energiebedarf auch nur annähernd daraus decken zu können. Und die Kernenergie ist meines Erachtens zwar sauber, sicher und effizient, hat aber nun mal ein bislang ungelöstes Entsorgungsproblem, weshalb ich sie auch für keine dauerhafte Lösung halte.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 22:32
von Rafael van der Linden
Original von Amber Marie Ford
Eine Förderung ausgerechnet der Solarenergie ist in Deutschland nun wirklich nicht die intelligenteste Idee. ;) Aber z. B. bei Wind, Wasser, Geothermie oder auch Holz sieht die Sache meiner Meinung anders aus.

Was sind die Alternativen?
Man könnte sagen: Einfach schauen, was das Preis-Ergebnis-mäßig günstigste ist. Dann müssten man allerdings alle Kosten einer Energie-Form mit einberechnen. Dann würde vermutlich die Kernenergie auch nicht so gut abschneiden.

Aber insgesamt wird der Mensch kreativ genug sein, neue Energiequellen zu entwickeln, die besser und mittelfristig wieder zukunftsfähig sind. Ansonsten geht das Licht aus, das glaube ich aber derzeit nicht.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 00:00
von Richard Stresemann
Original von Amber Marie Ford
Aber z. B. bei Wind, Wasser, Geothermie oder auch Holz sieht die Sache meiner Meinung anders aus.
Die Förderung von Wind- und Wasserkraft stellt ja auch niemand in Frage, zumal die Windenergie beinahe schon wirtschaftlich ist. Zudem ist die Union sogar die politische Kraft, die am stärksten für die Förderung von Biomasse und Biogas eintritt (weil das faktische Landwirtschaftssubventionen sind). Wenn die neue Regierung über Kürzungen spricht, dann geht es dabei nur um die Photovoltaik.

Bei der Kernenergie stehe ich der Parteilinie sehr skeptisch gegenüber. Ich glaube, da regiert die Lobby sehr stark mit. Nicht so sehr wegen der Gefahr eines Super-GAU, ich glaube, das kriegen unsere Ingenieure schon hin. Aber was machen wir mit dem ganzen Müll, der dabei entsteht? Die Castor-Transporte werden wieder zu Protestwellen und teuren Polizeieinsätzen führen, und wenn ich mir die Asse ansehe, dann habe ich erhebliche Zweifel, dass wir diesen Dreck vernünftig einlagern können. Die Radioaktivität ist eine Kraft, die sich schwer beherrschen lässt. Deswegen sollten wir uns ihr nur so viel wie unbedingt nötig bedienen.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 12:38
von Stigman
Original von Richard Stresemann

Bei der Kernenergie stehe ich der Parteilinie sehr skeptisch gegenüber. Ich glaube, da regiert die Lobby sehr stark mit. Nicht so sehr wegen der Gefahr eines Super-GAU, ich glaube, das kriegen unsere Ingenieure schon hin. Aber was machen wir mit dem ganzen Müll, der dabei entsteht? Die Castor-Transporte werden wieder zu Protestwellen und teuren Polizeieinsätzen führen, und wenn ich mir die Asse ansehe, dann habe ich erhebliche Zweifel, dass wir diesen Dreck vernünftig einlagern können. Die Radioaktivität ist eine Kraft, die sich schwer beherrschen lässt. Deswegen sollten wir uns ihr nur so viel wie unbedingt nötig bedienen.
Da kann ich nur zustimmen!

Profitorientierte Lobbys wollen auch die genmanipulierte Landwirtschaft vorantreiben.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 15:36
von Rafael van der Linden
Original von Stigman
Profitorientierte Lobbys wollen auch die genmanipulierte Landwirtschaft vorantreiben.
Wenn das die einzige Kritik an irgendeiner Lobby ist, ist das
Selbst wenn sich für den edlen romantischen Deutschen, der mit schnödem Mammon nichts zu tun haben will, das Wort Profit böse anhört: Jede vernünftige wirtschaftliche Tätigkeit des Menschen ist auf einen Ertrag ausgerichtet. Nur der Staat kann es sich leisten, nichts zu erwirtschaften. Und selbst diese für viele heilsbringend erscheinende Institution kann das nicht ohne Grenze, nur bis zum Staatsbankrott bzw. Krieg.

Lobbies gibt es, ohne ist eine parlamentarische Demokratie nicht machbar. In jeder anderen Herrschaftsform gibt es natürlich auch Lobbies, nur manchmal halt in anderer Erscheinungsform.
Entscheidend ist, ob sich die Lobbies an rechtsstaatliche Gesetze und sittliche Regeln halten.
Da kenne ich mich bei der "grünen Gentechnik" nicht so aus.

Verfasst: So 11. Okt 2009, 15:39
von Kathryn Janeway
Warum sollte es ohne Lobbies nicht gehen?