Original von Montgomery Scott
Diskriminierung von sexuellen Minderheiten
Die gabs von rechtsstaatlicher Seite schon lange nicht mehr und offiziell seit der endgültigen Abschaffung des Strafrechtsparagraphen 175 im Jahr 1994 nicht mehr.
Eine Herausstellung der Ehe als eine Art "Positivdiskriminierung" bzw. Privilegierung ist natürlich nicht egalitaristisch.
... und Verzicht auf staatliche Erziehungs- und Betreuungsangebote
Ein Verzicht wurde von der CDU nie propagiert. Staatliche Kinderheime etc. gab es auch schon lange vor der Bundesrepublik. Die Bevorzgung bzw. das offensive Fördern von staatlicher Erziehung statt der Forderung nach elterlicher Erziehung ist aber der Punkt, an dem die CDU von jeglichem konservativen Veränderungsziel abgerückt ist und vollständig die sozialdemokratischen Position übernommen hat.
Ob das gut ist oder schlecht ist eine andere Frage.
...sind Sachen, die man sich einfach aus pragmatischen Gesichtspunkten nicht mehr leisten kann.
Manche Dinge musste die CDU wirklich an die Zeit anpassen. Bei anderen hingegen ist ein echter Mentalitätswechsel aus Überzeugung festzustellen: So kämpft die CDU nicht mehr dafür, dass Ehe und Familie wieder gestärkt werden, sondern passt nur noch ihr Programm den derzeitigen Verhältnissen an, ohne diese inhaltlich verändern zu wollen. Dadurch gibt sie von vorneherein eine konservative Position auf. Das ist der CDU auch überlassen, aber es zeigt, dass
Im Übrigen passt das konservative Familienbild eben nicht mit der Arbeitspolitik der CDU zusammen.
Es entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten eine Entwertung der Institution Ehe (massive Scheidungsrate). Damit verbunden ein Anstieg von überforderter Alleinerziehung und zerrütteten Familien.
Das ist Fakt, das muss die Gesellschaft und die Politik zunächst anerkennen.
Jetzt mal eine persönliche Einschätzung und Wertung von mir: Hier zeigt sich: Man kann Menschen nur so viel Freiheit geben, wie sie fähig und willens sind, Verantwortung zu übernehmen. Das heißt, dass in unserer Gesellschaft der wachsenden Verantwortungslosigkeit erstmal, dass der Staat Aufgaben und Sicherungen wahrnehmen wird, die früher selbstverständlich Familie, Kirche, Vereine, freiwillige Institutionen etc. übernommen haben.
Das entscheidende an der Neuen CDU ist wie oben bereits gesagt, nicht dass diese Situation anerkannt wird, sodnern dass daran gar nichts verändert werden soll. Man hat das neue Bild - was nicht für alle, aber für immer mehr zutrifft - von wertloser Ehe (Scheidung nach durchschnittlich etwa 5 Jahren) und erziehungsunfähigen Familien, die staatliche Erziehung und Verantwortungsübernahme benötigen, akzeptiert und propagiert die passenden staatlichen Lösungen dazu.
Ob nun gut oder schlecht, das ist sozialdemokratische Politik.