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RE: Frage an die kleinen Waehlerlisten
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 14:38
von Francis Taubenschlag
Einem freiwilligen Zusammenschluss von Listen und Fraktionen zur Bündelung der Aktivität stehe ich positiv gegenüber. Ebenso einer Belebung der Arbeit der Parteien in der DU.
Einen Ausschluss von nicht parteigebundenen und aus der Bürgerschaft kommenden freien Wahllisten und Kandidaturen halte ich aber für nicht zweckmäßig und eine Entmündigung des wählenden Bürgers.
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 14:46
von Vanessa Garland
Original von Hajo Poppinga
Von einer exklusiven Unterstützung muß man schon aus mehreren Gründen absehen: a) kann man auch jetzt Stimmensplitting machen; wieso sollte ich dann bei den Unterschriften nur eine Liste unterstützen dürfen? b) kann man durchaus die Anliegen mehrerer Listen unterstützen. Nein, die Hürde muß einfach nur hoch genug sein. 10 Unterstützer, oder so.
Wenn jeder überall unverbindlich unterschreiben kann, können wir uns die Hürde der Unterstützungsunterschriften auch gleich schenken, denn das ist es keine Hürde mehr. An Parteien sollen straffe Anforderungen gestellt werden betreffend Mitgliederzahl, Programm und Satzung, dann muss auch von Listen, die gegen diese Parteien antreten wollen, eine echte Vorleistung gefordert werden. Kostet es mich nichts, für irgendeine Liste zu unterschreiben, macht sich irgendwann kaum noch jemand die Mühe, sich in einer Partei zu profilieren und hochzuarbeiten, er reicht einfach seine Privatliste ein und bekommt locker die zehn Unterschriften zusammen, "weil er ja so erfahren ist", oder so (Hauptargument der Sendler-Wähler, etwa).
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 14:55
von Hajo Poppinga
Original von Vanessa Garland
Wenn jeder überall unverbindlich unterschreiben kann, können wir uns die Hürde der Unterstützungsunterschriften auch gleich schenken, denn das ist es keine Hürde mehr. An Parteien sollen straffe Anforderungen gestellt werden betreffend Mitgliederzahl, Programm und Satzung, dann muss auch von Listen, die gegen diese Parteien antreten wollen, eine echte Vorleistung gefordert werden. Kostet es mich nichts, für irgendeine Liste zu unterschreiben, macht sich irgendwann kaum noch jemand die Mühe, sich in einer Partei zu profilieren und hochzuarbeiten, er reicht einfach seine Privatliste ein und bekommt locker die zehn Unterschriften zusammen, "weil er ja so erfahren ist", oder so (Hauptargument der Sendler-Wähler, etwa).
Was Sie wollen, wertes Fräulein, ist quasi die totale Lenkung des Wählerwillens.
Trauen Sie es den Bürgern der Union etwa nicht zu, gewissenhaft abzuwägen, wem sie ihre Unterschrift geben und damit auch zu einer Kandidatur verhelfen? Halten Sie die Bürger der Union für unfähig abzuwägen, wer vernünftigerweise eine Chance zur Kandidatur erhalten sollte? Und wenn man jemanden für erfahren hält, warum sollte man dann seine Kandidatur eigentlich nicht unterstützen?
Was Sie wollen, ist eine Bevormundung der Bürger auf Kosten der freien Entscheidung.
Nein, die Bürger der Union sind mündig und können selbst entscheiden, wen sie unterstützen. Und eben weil sie mündig sind können sie auch abwägen und bei der Stimmabgabe sorgfältig auswählen. Und was dann rauskommt, das ist der Wählerwille.
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 15:11
von Vanessa Garland
Original von Hajo Poppinga
Was Sie wollen, wertes Fräulein, ist quasi die totale Lenkung des Wählerwillens.
Trauen Sie es den Bürgern der Union etwa nicht zu, gewissenhaft abzuwägen, wem sie ihre Unterschrift geben und damit auch zu einer Kandidatur verhelfen? Halten Sie die Bürger der Union für unfähig abzuwägen, wer vernünftigerweise eine Chance zur Kandidatur erhalten sollte? Und wenn man jemanden für erfahren hält, warum sollte man dann seine Kandidatur eigentlich nicht unterstützen?
Was Sie wollen, ist eine Bevormundung der Bürger auf Kosten der freien Entscheidung.
Nein, die Bürger der Union sind mündig und können selbst entscheiden, wen sie unterstützen. Und eben weil sie mündig sind können sie auch abwägen und bei der Stimmabgabe sorgfältig auswählen. Und was dann rauskommt, das ist der Wählerwille.
Und was Sie wollen, ist schlichtweg die Selbstfreigabe eines demokratischen Gemeinwesens zu seiner schleichenden Demontage durch Etablierung unregierbarer Zustände.
Wenn Sie Ihren Blick auf das gerade neugewählte Unionsparlament richten sehen Sie, wohin ein Wahlsystem führt, das jeden Sonderling und jedes Splittergrüppchen ungehindert kandidieren lässt: 7 Fraktionen drängeln sich auf 11 Sitzen, die stärkste Fraktion stellt gerade einmal gut 1/4 der Abgeordneten, 1/3 der Fraktionen aber jeweils nur 1/11! Knapp 1/5 der Sitze entfällt auf radikale Kräfte, mit denen eine vernünftige Sacharbeit kaum möglich erscheint.
Die Regierungskoalition wird voraussichtlich 4 Fraktionen umfassen und dabei nur eine Stimme Mehrheit haben.
Dieser Wahnsinn ist das Ergebnis der von Ihnen besungenen angeblichen Qualitäten "Gewissenhaftigkeit", "Mündigkeit" und "Sorgfalt".
Nein, romantisierende Demokratievorstellungen allein machen noch kein funktionierendes, demokratisches Gemeinwesen aus. Es muss auch Sicherungen geben, die eine vernünftige Parlaments- und Regierungsmehrheit gewährleisten.
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 15:14
von Joeli Veitayaki
Original von Vanessa Garland
Jeder kann und soll seine Meinung haben, verbreiten und um Zustimmung zu dieser werben. Aber wer ins Unionsparlament will, der muss schon nachweisen dass er ausreichend gesellschaftlichen Rückhalt hat, um so großen Einfluss auszuüben. Einzelbewerber und locker gruppierte Listen haben es leicht, sich mit populistischen Versprechungen ins Parlament zu katapultieren, wo sie dann zu keiner Sacharbeit fähig sind, und nur die seriösen Verantwortungsträger behindern.
das sagt genau die Richtige :rolleyes:
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 15:15
von Palin Waylan-Majere
Original von Joeli Veitayaki
das sagt genau die Richtige :rolleyes:
Die gute Frau ist ja keine Kandidatin für das Unionsparlament gewesen - und auf den WI wird sie von zwei Parteien unterstützt. Also ja, es sagt genau die Richtige!
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 15:56
von Hajo Poppinga
*klopft mit seinem mitgebrachten neuen Schuh auf den Tisch* Hört, hört!
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 15:58
von Palin Waylan-Majere
*hat Angst, das gleich wieder Gegenstände auf Ihn geworfen werden und zieht sich lieber zurück*
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 16:31
von joukersendler
Bei den nächsten Wahlen plädiere ich für eine Liste "Frau Garland".
Ich bin übrigens immer noch dafür die Maßstäbe für Parteien höher anzusetzen, und auch die für Listen. Leider wollte letzte LP keiner dies mitmachen.
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 16:34
von Vanessa Garland
Original von joukersendler
Bei den nächsten Wahlen plädiere ich für eine Liste "Frau Garland".
Es tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber ich plane langfristig ausschließlich in der und für die westinsulanische Landespolitik.
Ich bin übrigens immer noch dafür die Maßstäbe für Parteien höher anzusetzen, und auch die für Listen. Leider wollte letzte LP keiner dies mitmachen.
Wie hoch denn genau?