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Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 15:37
von William C. Ashcraft
Original von Rafael van der Linden

Das kann ich bestätigen, bzw. sehe das auch so.
Was genau findet ihr daran selbstgerecht?

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 15:38
von William C. Ashcraft
Original von Laird Glencairn

Polizeibeamter ;)
Dann wirst du wohl vorwiegend für Delikte im Stadtgebiet Stuttgart zuständig sein, oder?

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 15:39
von Laird Glencairn
Teilbereich des Landkreises Rems-Murr

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:14
von Teri Shark
Original von William C. Ashcraft

Was genau findet ihr daran selbstgerecht?
Ich zitiere einfach mal: "Arbeiten könnte er jedenfalls, nur findet er angeblich momentan nichts." - Man braucht sicherlich nur sehr wenig Phantasie um sich vorzustellen, worauf ich nach wie vor warte. Spätestens am Montag werde ich dann wohl bei ihr klingeln." - "Nun weiss er, dass es kein Witz war und wir auch sonst in solchen Dingen nicht unbedingt dazu neigen Witze zu machen." - "Mal sehen ob wir sie nicht doch noch irgendwo ausfindig machen können. Bisher haben wir noch jeden bekommen."

Es ist der Ton, der die Musik macht. Wenn Wolfang Büser solche Sachen im ZDF-Fernsehgericht (oder wie auch immer das hieß) in der Verhandlungspause mit einem Augenzwinkern sagt, wirkt es eben ganz anders, als wenn man es schwarz auf weiß liest. Es ist diese "Wir sind die Guten, während die anderen uns hinters Licht führen wollen, aber wir werden sie schon kriegen"-Haltung. Ein Freund von mir sagte, dass ihn das immer an den "Drei Fragezeichen" gestört habe, aber bei TKKG nie aufgefallen sei. Bei den "Drei Fragezeichen" habe ich es nicht gehört, aber ich weiß jetzt grundsätzlich, was er meinte. ;)

Edit: Jetzt habe ich wieder das stärkste Beispiel dafür gefunden: "Auf die Frage, wieso sie die Schreiben nicht zurückgesendet habe, gab sie kleinlaut zu, dass sie das Schreiben verlegt habe." - Ganz konkret stören mich hier kleinlaut und zugeben, denn sie machen "das Opfer" bewusst klein. Das ist so formuliert, als spräche Staatsanwalt Bernd Römer (aus Barbara Salesch und ja, ich gucke mir den Scheiß manchmal an ;)) höchstselbst.

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:18
von Robert Cullen
So ein wenig stimmt es auch. Es ist sehr hart. Was in den anderen Menschen vielleicht forgeht, oder dass auch externe Gründe der Grund für deren Fehler ist, wird garnicht in betracht gezogen, man macht sich eher lustig über sie. Kurz: alle sind böse. Das ist sehr kaltherzig.

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:45
von Laird Glencairn
ihr glaubt gar nicht, welche Märchen einem Leute erzählen, wenn ihre Lastschriften zurückgegangen sind und die betroffenen Firmen ein oder fast zwei Jahre vergeblich versuchen an ihr Geld zu kommen. Erst wenn die Polizei eingeschaltet wird, zahlt man tatsächlich "kleinlaut". meist aber mehr als das Doppelte plus ggf. den Strafbefehl.

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:58
von William C. Ashcraft
Das Kleinlaut war in dem Fall wirklich so. Man hat ihr direkt angemerkt, dass ihr es peinlich ist.
Viele der Schuldner sind mit allen Wassern gewaschen und wissen ganz genau, wie sie sich vor dem bezahlen drücken können.
Das ist nun mal die bittere Wahrheit und ich denke das kann Laird Glencairn durchaus bestätigen.
Vielen glauben auch, sie könnten die Sache einfach aussitzen. Aber das dadurch nicht nur die Inhaber der Firmen geschädigt werden, sondern das es teilweise soweit geht, dass Mitarbeiter entlassen werden müssen, weil kein Geld mehr da ist, das bedenken viele nicht.
Hauptsache sie müssen ihre Rechnung nicht bezahlen, die Leistung haben sie aber gerne in Anspruch genommen.
Daher ist es teilweise schon ein wenig so, dass wir die "Guten" sind, auch wenn ich das für die falsche Bezeichnung halte.

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 17:01
von Teri Shark
Original von William C. Ashcraft
[...]
Das mag ja sein, aber das ändert nichts an der Wirkung der Sprache (auf mich).

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 18:00
von Rafael van der Linden
Original von William C. Ashcraft
Aber das dadurch nicht nur die Inhaber der Firmen geschädigt werden, sondern das es teilweise soweit geht, dass Mitarbeiter entlassen werden müssen, weil kein Geld mehr da ist, das bedenken viele nicht.
Das ist durchaus richtig und als Inhaber einer Firma ohne dicke Rechtsabteilung würde ich so etwas auch nicht gut finden. Die Zahlungsmoral hat - so heißt es auch immer wieder - in den letzten Jahren nachgelassen. Lustigerweise betrifft das oft auch staatliche Leistungsnehmer. So arbeiten viele Bauunternehmer inzwischen nicht mehr für Gemeinden, weil die ihre Rechnungen nicht bzw. nur sehr gelegentlich zahlen.

Die Arbeit, die ein seriöses Inkassounternehmen macht ist also sinnvoll und eine Dienstleistung. Aber wie Frau Shark schon sharksinnig bemerkte, ist der Ton dort etwas herablassend und klingt nach "Wir sind die Coolen, die den Schuldnern das fürchten lehren und die keinen Spaß verstehen". So mit Sonnenbrille, die den Betrachter spiegelt und mit selbstgerechter "Du hast hier gar nichts zu melden"-Mentalität.

Hört sich halt so an. Ich hoffe mal, Ihr seid nicht so. ;)

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 21:21
von William C. Ashcraft
So bin ich definitiv nicht, und so sollte es auch nicht rüberkommen.