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Verfasst: Mo 18. Mai 2009, 01:33
von Vanessa Garland
Die Argumentation nach Scott/Poppinga ist nicht logisch. Sie hängt sich am falschen Umgang mit der Prämisse " Die Spielregeln gehen den Gesetzen vor" auf.
Die Demokratische Union ist ein fiktiver Staat im Internet, keine Organisation, die diese Rolle beansprucht. Man tritt nicht einer Vereinigung bei, um über diese an der Simulation eines Staates teilzunehmen, sondern wird über die Teilnahme an dieser Simulation Mitglied der Gemeinschaft, die sie trägt.
Der fiktive Staat "Demokratische Union" begründet die Spielergemeinschaft und deren dessen Gesetzen übergeordnete Spielregeln, und nicht andersherum. Ohne diesen fiktiven Staat und seine Bürger gäbe es gar nichts, das den äußeren Spielregeln untergeordnet werden könnte. Wenn es keinen Staat gibt, ist es auch egal, welchen äußeren Gesetzmäßigkeiten er unterliegen würde, wenn es ihn denn gäbe. Denn diese greifen, unbeschadet der Tatsache, dass sie ihm praktisch übergeordnet sind, erst dann, wenn es ihn gibt.
Die Spielregeln begründen nicht den fiktiven Staat, sie beschreiben die Funktionsweise des existierenden fiktiven Staates. Sie können nicht ohne ihn bestehen, denn er setzt sie überhaupt erst in Kraft und verleiht ihnen Relevanz.
Wenn der fiktive Staat besteht, dann unterliegt er den Spielregeln. Aber die Spielregeln können ihn nicht begründen, da sie ohne seine vorherige Existenz gar nicht bestehen.
Verfasst: Mo 18. Mai 2009, 12:30
von Hajo Poppinga
Das kann man so doch nun nicht sagen - zumindest in Ratelon hat es zeitgleich mit Spielgründung auch Spielregeln gegeben. Darum handelt es sich hier übrigens auch: um eine Spielergemeinschaft, die die Möglichkeit zur Teilnahme nach von ihr aufgestellten Spielregeln bietet.
Verfasst: Mo 18. Mai 2009, 13:54
von Michael Schneider
Original von Hajo Poppinga
Das kann man so doch nun nicht sagen - zumindest in Ratelon hat es zeitgleich mit Spielgründung auch Spielregeln gegeben. Darum handelt es sich hier übrigens auch: um eine Spielergemeinschaft, die die Möglichkeit zur Teilnahme nach von ihr aufgestellten Spielregeln bietet.
Genau so ist es.
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 13:13
von Vanessa Garland
Original von Hajo Poppinga
Das kann man so doch nun nicht sagen - zumindest in Ratelon hat es zeitgleich mit Spielgründung auch Spielregeln gegeben. Darum handelt es sich hier übrigens auch: um eine Spielergemeinschaft, die die Möglichkeit zur Teilnahme nach von ihr aufgestellten Spielregeln bietet.
Der Hinweis auf den Entstehungszeitpunkt fixierter Spielregeln ist und bleibt irrelevant. Selbst wenn die Spielregeln noch vor der Gründung der Demokratischen Union verfasst wurden, waren sie bis zu eben dieser Gründung nur ein völlig beliebiger und bedeutungsloser Text, zwar mir "Spielregeln" überschrieben, aber materiell dennoch keine Spielregeln, weil es kein Spiel gab.
Da ich aber das Gefühl habe, dass uns ein philosophischer Diskurs hier nicht von der Stelle bringt, mal etwas rein praktisches: ich habe mir vor meiner Einbürgerung in der Demokratischen Union eine zweistellige Zahl von Micronationen angesehen, als potenzielle Neubürgerin natürlich insbesondere auch deren Einbürgerungsverfahren. Ich kann mich nicht erinnern, dass es irgendwo kein Staatsbürgerschaftsgesetz gegeben hätte, sondern argumentiert worden wäre, das gehöre in die Spielregeln, da man erst einer Spielergemeinschaft beitreten müsse. Das wirft zudem die Frage danach auf, ob und wie man zwar Mitspieler, aber nicht zugleich Staatsbürger sein kann, die sich nicht ohne logischen Widerspruch auflösen lässt.
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 13:25
von Joeli Veitayaki
Die Spielregeln sind simON, das Staatsbürgergesetz vereint beides.
§5 Aktivitätskontrolle
(1) Die Staatsbürgerschaft ist durch Aktivität innerhalb der letzten 28 Tage im Forum der Demokratischen Union Ratelon zu bestätigen.
Das Wort "Aktivität" wird durch die Spielregeln
D. Spielteilnahme, Spielausschluss, Ausbürgerung
2) Mitspieler wird man, wenn man innerhalb von 28 Tagen nach seiner Anmeldung im Bürgerverzeichnis mindestens 15 Beiträge im simulationsinternen Bereich des Forums gepostet hat. Diese sind auf Anfrage nachzuweisen.
"erklärt".
Und wer Mitspieler ist, ist sagen wieder die Spielregeln:
Jeder reale Mitspieler darf nur eine Identität mit Staatsbürgerschaft der Demokratischen Union führen.
Somit verbinden sich Spielregeln und Staatsbürgergesetz zu einem klaren Hinweis. "Wer Staatsbürger ist muß auch simon ausreichend posten"
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 13:30
von Vanessa Garland
Das ist wiederum eine andere Ansicht als durch Scott u. a. vertreten, wenngleich jedenfalls eine zumindest logischere.
Allerdings lässt auch sie die Frage offen, warum man nicht einfach alle staatsbürgerschaftsrechtlichen Bestimmungen in einem Gesetz zusammenfasst, auf das die Spielregeln dann verweisen?
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 14:02
von Michael Schneider
Weil das gesetz simon beliebig veränderbar ist und das nicht gewünscht wird. Die Spielerschaft hat sich darauf geeinigt, dass die Spielregeln zu wichtig sind, als dass die mit wechselnden Regierung ständig umgemodelt werden könnten. Was nämlich oft hieße dass 11 Mitspieler plötzlich die Spielregeln für 40 Mitspieler bestimmen. Geht auch dagegen dass irgendwelche Parteien sich Wahlvieh ranholen.
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 14:07
von pjotr
Original von Michael Schneider
dass 11 Mitspieler plötzlich die Spielregeln für 40 Mitspieler bestimmen
Weil das ja jetzt viel besser ist^^
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 14:24
von Joeli Veitayaki
was Schneider meint ist schon richtig, die Spielregeln werden von "allen" gemacht und von den gewählten "Spielleitern" überwacht. Die Simon-Gesetze könnten theoretisch in jeder Legislaturperiode anders lauten.
Verfasst: Di 19. Mai 2009, 14:30
von Palin Waylan-Majere
"Alle" = die Spiegemeinschaft minus die Spieler die nicht ununterbrochen 6 Monate dabei sind. :rolleyes:
edit: Im übrigen hat er nicht Recht mit seinen 11 Leuten. Es gibt ja noch den Unionsrat mit 7 Leuten, die Einspruch einlegen können. Also selbst wenn eine UReg im Staatsbürgerschaftsgesetz Änderungen vornehmen will, braucht sie in der Community einen gewissen Rückhalt dafür.