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Verfasst: So 10. Mai 2009, 18:31
von Robert Cullen
Ich für meinen Teil möchte lieber Politk machen, für mich bedeutet eine Partei mehr als nur den nächsten Sitz zu erhalten. Selbst in der stagnation (im Sinne der Position) kann man doch etwas erreichen. Aber
wehe das Datum oder die Sprache ist anders, das fällt sofort auf...

Verfasst: So 10. Mai 2009, 19:12
von Helmut Hennrich
Original von Vanessa Garland

Die Öffentlichkeitsarbeit der Parteien ist nicht nur nicht optimal, sie findet doch ehrlich gesagt gar nicht statt. ;)
Diese Diagnose trifft leider weitgehend zu, wenn man mal von den Versuchen öffentlicher Parteitage einiger Parteien absieht, auch wenn diese eine permanente Öffentlichkeitsarbeit nicht ersetzen kann.
Original von Vanessa Garland

Ein Grundsatzprogramm gibt natürlich lediglich die grobe Richtung vor und sagt aus, wofür eine Partei steht. Wie diese Ziele im Einzelnen erreicht werden, muss dann in den (Wahl-)Programmen ausformuliert werden. Leider reicht die programmatische Arbeit dann nur noch für die Wahlprogramme.
Original von Vanessa Garland
Original von Helmut Hennrich
Eine Aufgabe der Parteien sollte es sein, die politische Diskussion und Willensbildung des Volkes durch öffentliche Präsenz aktiv mitzubeeinflussen, nicht nur im Wahlkampf, sondern ständig. Parteien sollte nicht daran gelegen sein, bloß Wahlen zu gewinnen, sie solten für strukturelle Mehrheiten für ihre Philosophie und Positionen in der Gesellschaft werben. Das ist mindestens genauso wichtig wie Parlaments- und Regierungsarbeit.
Auch das ist richtig. Ich kann Ihnen versichern, das die Kritik bei mir angekommen ist, und ich mir Gedanken machen werde, wie die Sozialdemokratie sich und ihre programmatischen Ziele in Zukunft besser und permanenter darstellen wird.

Verfasst: Mo 11. Mai 2009, 08:12
von Michael Schneider
Ich würde ja gerne mal ein paar Beispiele von Herrn Sendler hören, wo sich die Politik so diametral entwickelt hat zwischen Partei und Person.

Verfasst: Mo 11. Mai 2009, 09:10
von Vanessa Garland
Original von Helmut Hennrich
...
Ich freue mich, dass meine Kritik bei den Parteien auf Gehör stößt, man meine Einschätzungen teilt und an Verbesserungen arbeiten will.

Um jedoch noch einmal auf den von Ihnen angebrachten Einwand der dünnen Personaldecken der Parteien zurückzukommen: dieser Umstand ist mir auch bereits aufgefallen, und ich verstehe durchaus, dass das ein strukturelles Problem der hiesigen Parteienlandschaft ist. Die meisten Parteien haben gerade einmal zwei oder drei Mitglieder, und vielfach nimmt man nur eine einzige Person als Vertreter einer Partei öffentlich wahr.

Hier sollte dringend überlegt werden, durch Parteizusammenschlüsse größere Volks- oder Koalitionsparteien zu schaffen, die dann nicht nur über mehr Personal verfügen würden, sondern auch über mehr innere Pluralität und vielfältigere Konzepte und Ideen. Zur Zeit manövrieren sich die Parteien durch ihre heillose Zersplitterung selbst ins Abseits.