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Beitrag von Schrobi »

Original von Laird Glencairn
so ein Quatsch ! Der Vater ist im Schützenverein und hatte berechtigt die Waffen zu Hause. "Dummerweise" nur die eine nicht weggeschlossen. Das rechtfertigt aber in keinster Weise eine Verurteilung der Eltern.
Ich sag ja nicht, dass die Eltern allein Schuld haben. Aber sie haben definitiv dazu beigetragen. Sie haben hier eine entscheidende Vorraussetzung geschaffen: Der erleichterter Zugang zur Tatwaffe.

Wer Waffen im Haus hat trägt die Verantwortung, dass sein Kind da nicht dran geht. Selbstverständlich haben die Eltern dem Sohn ein ganz besonderes Verständnis von Waffen damit vorgelebt. Waffen sind nunmal keine "normalen" Gebrauchsgegenstände in unserer Kultur und haben damit nichts in Wohnhäusern zu suchen, wenn andere darauf Zugriff haben, die etwas damit anstellen könnten.
 

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Prof. Dr. iur. Schrobi, OEL

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Original von Laird Glencairn
dann sind sie einige der sehr sehr seltenen Eltern !

Ich würde von mir zumindest nicht behaupten, dass ich meine Eltern alles erzählt habe.
Ich habe meinen Eltern so wenig erzählt, dass sie schon immer meine Schwester über mich ausgefragt haben.

Und zum Zugang des Täters zu Waffe und Munition im Elternhaus: er war nicht sieben, sondern siebzehn! Und die Welt ist kein Kindergarten! Verdammte Hacke, wir können nicht alles nur wegschließen und allenfalls dann herausholen, wenn weit und breit auch ja niemand zugegen ist, der erst nächste Woche achtzehn wird... :rolleyes:
 

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Beitrag von Laird Glencairn »

ausser der psychologischen Betreuung der Angehörigen, der Überlebenden, den eingesetzten Kräfte von Polizei, DRK etc., muß man sich auch intensiv um seine Angehörigen kümmern.
 

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gez. Dr. µjur. Laird Glencairn
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Beitrag von pjotr »

Original von Isabelle Corinne de La Fayette

Und zum Zugang des Täters zu Waffe und Munition im Elternhaus: er war nicht sieben, sondern siebzehn! Und die Welt ist kein Kindergarten! Verdammte Hacke, wir können nicht alles nur wegschließen und allenfalls dann herausholen, wenn weit und breit auch ja niemand zugegen ist, der erst nächste Woche achtzehn wird... :rolleyes:
Ne Beretta ist nicht das gleiche wie Papis Flasche Eierlikör... :rolleyes:
 

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RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
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Weder Berettas noch Eierlikör töten. Menschen töten. Sich selbst, indem sie sich an Eierlikör zu Tode saufen oder andere, indem sie ihn mit der Beretta erschießen.

Quizfrage: wovon gibt es in der BRD mehr: Berettas deren Eigentümer eine Waffenbesitzkarte für diese besitzen, oder Tötungdselikte unter verwednung von Schuswaffen?
 

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Beitrag von pjotr »

Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Weder Berettas noch Eierlikör töten. Menschen töten. Sich selbst, indem sie sich an Eierlikör zu Tode saufen oder andere, indem sie ihn mit der Beretta erschießen.
Aber ich kennen niemanden, der einen Amoklauf mit Eierlikör begangen hat...
 

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Ich kenne (berufsbedingt) einige, die besoffen Straftaten begangen haben zu deren Tatbestahd die Androhung oder Anwendung von Gewalt gehört.
 

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Waffen sind das Mittel mit dem Frust abgebaut wird. Ich denke, dass sie zum Einen dem Täter hier eindeutig eine Möglichkeit gegeben haben. Aber wer weiß, ob man so ein Amoklauf verhindern kann, in dem man die Waffen verbietet oder die Kontrollen verschärft. Laut Berichten soll er ja seine Opfer mit gezielten Kopfschüssen umgebracht haben, was dafür spricht, dass er kein schlechter Schütze ist. Aber auch das ist eigentlich nur sekundär.

Irgendwie erinnert mich die ganze Geschichte an GTA 4. Wildes drauf losballern, Flucht in dem man ein Auto anhält, Verfolgungsjagd, durch Polizeisperren brechen und dann am Ende der finale Schusswechsel. Nichtsdestotrotz glaube ich fest daran, dass Computerspiele, Filme, Musik und dergleichen auch nur höchstens sekundär sind und nicht der Auslöser sind für so was. Es wäre ja nicht so, dass vor 100 Jahren Waffen und ähnliches in unserer Gesellschaft weniger präsent waren. Ich denke gar, das Gegenteil, dass Waffen damals zum Alltag gehörten. Reichswehr, preußischer Militarismus und so was. Aber da gab es auch eine andere Erziehung von zu Hause aus und vom Staate aus. Ich denke der Mensch ist heute oftmals viel zu sehr mit sich alleine beschäftigt, dass hier psychische Probleme nicht erkannt werden. Jedoch kann auch sein, dass Problemkinder und Jugendliche einfach auf der Strecke blieben, bzw im Krieg fielen und das Problem sich von alleine löste...

Ich denke, dass der Amoklauf viel mehr einem gesellschaftlichen Problem entspringt, wo Jugendliche ausgegrenzt leben und Probleme durchmachen. Zumindest ist das ein Problem was von Menschenhand gemacht ist und nicht Computerspiele und dergleichen schuld sind. Das wahre Problem ist, dass der Mensch hier auf sich alleine gestellt ist.
 

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Beitrag von pjotr »

Original von SRM
Und jetzt geht die Hetze gegen Rockmusik, Computerspiele und sonstige böse Dinge los. Medialer Kreuzzug gegen alles Unangepasste ist vorprogrammiert...
Ich bitte Phoenix einzuschalten...
 

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Beitrag von Konrad Grimm »

1. Niemand in Deutschland hat legal als Privatperson eine Maschinenpistole. Das hat nichts damit zu tun, ob der Vater Sportschütze war. Die Waffenbesitzkarten eines Sportschützen erlauben nicht den Erwerb oder Besitz von Gegenständen, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen.

- diesen Absatz ziehe ich mit Blick auf die Tatwaffe zurück. Die Medienberichterstattung hat heute den ganzen Tag von einer Maschinenpistole gesprochen. Aber eine 9 mm Beretta ist nun wirklich keine MP.

2. Das einzige, was an all diesen Amokläufen erstaunlich ist, ist die Tatsache, wie selten sie auftreten. Denn Schuld hat vor allem die Gesellschaft. Eine Gesellschaft, deren Ziel in der systematischen Zerstörung von individuellen Persönlichkeiten liegt - genannt "Sozialisation". Wir haben Sartre den Leitsatz unseres Zusammenlebens verfassen lassen: "Die Hölle, das sind die anderen." Kein Wunder, dass die Amokläufe sich regelmäßig gegen die Sozialisationsinstanz schlechthin wenden, die Schulen, jene staatlichen Gefängnisse, in der der einzelne den normativen Anforderungen der Gesellschaft schonungslos ausgesetzt wird und gewaltsam von den besser angepassten in die gewünschte Form gedrillt wird.
Die Schwächsten gehen in den Selbstmord. Aber ein paar wünschen sich eben zumindest ein einziges mal in ihrem Dasein, selbst eine Bedeutung zu besitzen und nicht nur als Teil des Kollektivs.

3. Natürlich sieht die veröffentlichte Meinung das anders. Doch was soll man erwarten von den Agenten und Schirmherren des Systems? Von Politik und Medien, jenen, die diese kranke Welt führen und von ihr vorzüglich genährt werden.
 

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