Original von Fabian Montary
Das ist der größte Schmarrn in der Bildungspolitik dieses Jahrzehnts. 12 Jahre Schule reichen. Ich sehe kaum, dass die Schüler überlastet sind, ich habe selbst ein sog. „Turboabitur“ hinter mir, spreche aus Erfahrung. Alle Leute sprechen immer davon, wie schlimm das ist, aber was sind das für Leute, die zu Wort kommen? Schüler, Lehrer und Eltern aus Ländern mit 13 Jahren Schulzeit, die gar keinen Plan davon haben, wie es denn real mit 12 Jahren läuft. Diejenigen, die für 12 Jahre bis zum Abi sind, die werden doch gar nicht gefragt. Warum auch? Die könnten ja für ein zwölfjähriges Abi sein... :rolleyes:
Das ist nicht der größte Schmarrn des Jahrzehnts. Du kannst den Streß überhaupt nicht nachvollziehen, weil es bei euch immer üblich war, daß Abitur in 12 Jahren zu machen - das kann es auch keine Probleme mit der Umstellung geben. Im Westen wurden aber Lehrpläne usw. alles 1:1 beibehalten, nur um ein Jahr verkürzt. Das kann nicht gut sein.
Mal davon abgesehen, daß ich auch sonst eine längere Oberstufe (G 8) vollkommen unterstütze. Man kann das Niveau nicht immer weiter senken, damit die Leute immer jünger in den Job kommen, weniger Wissen und dafür aber jeder einen mittlerweile abgewerteten Abschluß bekommt.
Wir kürzen die Zeit bis zum Abitur, wir führen ein Studium light ein, das mit akademischen Idealen eigentlich nichts mehr zu tun hat - wo bleibt da die Persönlichkeitsaus- und heranbildung?
Prof. Hajo Poppinga, VK.
Unionspräsident a.D.