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*sitzt mit seiner Frau in der Kirche und lauscht Lebers Worten*
 

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Doppel-As
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Beitrag von Bernhard Leber »

Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
in der Heiligen Schrift lesen wir:
"Am ersten Tag der Woche kommt Maria von Magdala früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weg war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und sie kamen zum Grab. Es liefen aber die zwei miteinander und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab, schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon Petrus ihm nach und ging in das Grab hinein und sieht die Leinentücher liegen, aber das Schweißtuch, das Jesus um das Haupt gebunden war, nicht bei den Leinentüchern liegen, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste. Da gingen die Jünger wieder heim.
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.
Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen."

Es singen die Solisten des Kirchenchors.

Liebe Gemeinde,
selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Wie oft hört man "Ich glaube nur daran, was ich sehe!". Es gibt Menschen, die behaupten von sich Atheisten zu sein. Aber auch die Atheisten glauben. Sie glauben nämlich, dass es keinen Gott gibt. Sie klammern sich an die materiellen Dinge des irdischen Lebens als seien es gottgleiche Wesen: Reichtum, politische Macht oder gesellschaftliches Ansehen seien handfeste, greifbare Werte, an die es sich zu glauben lohnt. Lohnt es sich das wirklich? Jesaia weist uns auf die Endlichkeit unseres irdischen Lebens hin: "Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen." Ist das die letzte, endgültige Antwort auf unser Dasein?
Nein, denn es gibt eine Antwort auf diese Frage, die da lautet: "Christus ist auferstanden. Er starb für uns am Kreuz und nahm unsere Sünden auf sich, stieg hinab in das Tal des Todes, überwand den Tod und ist ins Lebens zurück gekehrt." Christus hat den Tod zwar überwunden, aber die Vergänglichkeit des irdischen Lebens nicht ausgeschaltet. Er hat vielmehr die Vergänglichkeit des Lebens auf ein neues Ziel ausgerichtet, nämlich auf die Gemeinschaft mit Gott: Leid und Tod, Elend und Trauer sollen verwandelt einmünden in die Liebe des dreifaltigen Gottes.
War der Tod schon für Jesus eine "Verherrlichung", so gilt dies erst recht für den Christen: der Tod ist kein Erlöschen, sondern ist ein Hinübergehen zum Vater, und das bedeutet ein Leben in Fülle, ein vollendetes Glück in der Gemeinschaft der Heiligen und all' derer, die uns auf dem Weg zu Gott schon vorausgegangen sind; unser Leben wird im Tod gewandelt, nicht genommen.
zu Ostern feiern wir die Auferstehung von Jesus, seinen Sieg über den Tod, Erlösung, Befreiung und die Freiheit, die Jesus der gefallenen Menschennatur hat zuteil werden lassen.
Jesus hat uns befreit aus der Knechtschaft des Todes, er hat uns aus seiner Versklavung befreit, er hat uns befreit zur "Freiheit der Kinder Gottes".
Und dies soll nicht nur zu Ostern gefeiert werden! An jedem Tag darf der Mensch frei sein, hat sein Leben die Würde die Freiheit! Und wenn uns die Notwendigkeiten des Alltags auch immer wieder in die Niederungen des Wirtschaftens, des Handelns, des Feilschens, - ja auch des Kampfes - führt, weil unsere physische Existenz der Nahrung, des Obdachs und anderer weltlicher Dinge bedarf, so soll der Mensch wenigstens an einem Tag in der Woche nicht Sklave der Arbeit, der Wirtschaft oder des Berufes sein, sondern frei sein; frei sein um zu sein.
Erlösung soll nicht erst im Tod erfahrbar werden. Die "Freiheit der Kinder Gottes" soll jetzt schon unser Leben erfüllen. Sowohl im innersten Herzen, als auch das gesellschaftliche Leben prägen.
Amen.

Es singt die Sopranistin des Kirchenchors und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde, wir sprechen un das Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Es singt die Sopranistin des Kirchenchors und es spielt das Kirchenorchester.

Messdiener bringen den Kelch mit Korporale und Kelchtüchlein und das Meßbuch zum Altar. Der Erzbischof nimmt die Schale mit dem Brot, hält sie über den Altar und spricht leise. Dann stellt er die Schale auf das Korporale. Als nächstes gießt er Wein und ein wenig Wasser in den Kelch und spricht wieder leise. Der Kelch wird anschliessend über den Altar gehalten. Auch der Kelch wird auf das Korporale gestellt. Nun verneigt sich der Erzbischof davor. Dann wäscht er sich die Hände.

Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, daß er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.

Herr, unser Gott, wir bringen das Brot dar, das aus vielen Körnern bereitet, und den Wein, der aus vielen Trauben gewonnen ist. Schenke deiner Kirche, was die Gaben geheimnisvoll bezeichnen: die Einheit und den Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, Heiliger Vater, immer und überall zu danken durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er ist Dein Wort, durch ihn hast Du alles erschaffen. Ihn hast Du gesandt als unseren Erlöser und Heiland: Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Um Deinen Ratschluß zu erfüllen und Dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holze des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan. Darum preisen wir Dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit. Amen.

Hosanna in excelsis deo! Ja, Du bist heilig, großer Gott, Du bist der Quell aller Heiligkeit

Sende Deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib ...

Der Erzbischof macht ein Kreuzzeichen über Schale und Kelch.

... und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und esset alle davon: das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde nun die konsekrierte Hostie, dann legt er sie auf die Hostienschale und macht eine Kniebeuge.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und trinket alle daraus: das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde den Kelch, dann stellt er ihn auf das Korporale und macht eine Kniebeuge.

Geheimnis des Glaubens: Deinen Tod, o Herr verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Deines Sohnes und bringen Dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar. Wir danken Dir, daß Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen. Wir bitten Dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut, und laß uns eins werden durch den Heiligen Geist. Gedenke Deiner Kirche auf der ganzen Erde, und vollende Dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Papst Innozenz V. und allen Bischöfen und Erzbischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.

Der Erzbischof erhebt Hostienschale und Kelch und spricht:

Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
in der Einheit des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre
jetzt und in Ewigkeit!
Amen.

Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir:
Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

Gebt nun einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!

Der Erzbischof bricht die Hostie über die Schale in mehrere Teile zum Zeichen, daß alle von demselben Brot essen und an dem einen Leib Christi teilhaben. Ein kleines Fragment der Hostie senkt er in den Kelch. Der Kirchenchor singt inzwischen:

"Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
gib uns deinen Frieden.
Amen."

Der Erzbischof macht eine Kniebeuge, nimmt ein Stück der Hostie, hält es über der Schale und spricht, zur Gemeinde gewendet, laut:

Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.

Die Gläubigen, die am Abendmahl teilnehmen, kommen nach vorne, während die Orgel ertönt.

Zu jedem Abendmahlteilnehmer:

Der Leib Christi!

Nachdem alle am Abendmahl teilgenommen und wieder ihre Plätze eingenommen, singt die Sopranistin des Kirchenchors und spielt das Kirchenorchester.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus der Kathedrale aus.
 

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Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
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Valsantinus, San Pedro
Donnerstag, der 21. Mai im Jahre des Herren 2009

Büro Seiner Heiligkeit Papst Innozenz V.

Heiliges Konsistorium

Seine Heiligkeit der Papst beruft die ehrwürdigen Kardinäle der Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche zu einem außerordentlichen Konsistorium nach San Pedro de Valsantinus ein. Seine Heiligkeit wird in diesem Konsistorium verdiente Brüder des Glaubens in das Kardinalskollegium aufnehmen.

Das Konsistorium findet am Pfingstmontag, den 01.06.2009, um 18 Uhr statt.

Monsignore
Frederico Gomez
Privatsekretär Seiner Heiligkeit

Dem offiziellen Schreiben ist ein weiteres für den Erzbischof Leber persönlich beigelegt:

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Valsantinus, San Pedro
Donnerstag, der 21. Mai im Jahre des Herren 2009

Büro Seiner Heiligkeit Papst Innozenz V.

Einladung

An Seine Exzellenz, den Erzbischof von St. Luca, Bernhard Leber.

Im Namen des Heiligen Vaters, Papst Innozenz V., seid Ihr hiermit höflichst eingeladen und aufgefordert dem Heiligen Konsistorium am Pfingstmontag beizuwohnen. Der Heilige Vater wünscht Eure Anwesenheit bei der Zusammenkunft der Kardinäle in San Pedro de Valsantinus. Bei Fragen könnt Ihr Euch jederzeit an das Päpstliche Sekretariat wenden.

Das Konsistorium findet am Pfingstmontag, den 01.06.2009, um 18 Uhr statt.

Monsignore
Frederico Gomez
Privatsekretär Seiner Heiligkeit
 

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Monsignore
Frederico Gomez
Privatsekretär Seiner Heiligkeit Papst Pius XIV.
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Beitrag von Bernhard Leber »

Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
in er Heiligen Schrift lesen wir: "Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden."

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
dies ist ein ergreifendes Ereignis, nicht wahr? Da ist ein junger Mann, der sich, wie viele andere auch, nach Freiheit, Abenteuern und Wagnis sehnt. Er will hinaus in die Ferne, raus aus der Enge des Altbekannten und allzu Vertrauten. Nicht nur dasselbe sehen, hören und erleben! Einmal etwas Ungewöhnliches unternehmen, den ständigen Ermahnungen von Eltern und Lehrern entkommen, richtig frei sein und sich nicht immer etwas vorschreiben lassen müssen! Diese Wünsche sind die unseren.
So hat der junge Mann unsere volle Sympathie! Aber nun schüttet unser sympathischer Abenteurer das Kind mit dem Bade aus. Mit dem Vaterhaus zugleich löst er sich von den Werten, die seine Eltern ihm vermittelt hatten.
Die Eltern hatten ihm die 10 Gebote als wichtig hingestellt, nicht als Vorschriften für einen Sklaven, sondern als Lebenshilfe zu einer großen inneren Freiheit. Indem sie ihren Sohn in diesen 10 Lebensregeln unterrichteten, wollten sie, dass er eben nicht Sklave sein sollte.
Indem er den Feiertag beachtete, sollte er nicht Sklave seiner Arbeit werden! Indem er die Eltern ehrte, sollte er nicht Sklave seiner Launen sein; indem er Wahrheit, Eigentum, das Leben und die Ehe anderer respektierte, sollte er nicht Sklave seiner Triebe, seiner Aggressionen und eines grenzenlosen Egoismus sein, sondern frei bleiben.
Aber der jüngste Sohn dachte: Mein Alter engt mich ein. Mit all seinen altertümlichen Regeln geht er mit auf die Nerven. Ich will hier weg vom Vater, um endlich mal machen zu können, was mir und nicht meinem Vater gefällt!
Er ließ sich sein Erbe auszahlen, und das zu Lebzeiten seines Vaters! Dies kam einer Art Beerdigung seines Vaters noch zu dessen Lebzeiten gleich.
Und nun: Hinaus in der Ferne! Ein tolles Leben führen, eine einzige Party! Die Vorstellungen des Vaters sind abgeschafft.
Wo immer in Gasthäusern Runden spendiert werden, gibt es viele Freunde. Und auf diese Weise fand unser junger Abenteurer ganz schnell viele neue Freunde.
Aber dann geht es auf einmal ganz schnell. Plötzlich ist die unendliche Party zu Ende. Das vom Vater sauer verdiente Geld ist mit einem Male ausgegeben. Die Freunde machen sich rar, denn es gibt keine gespendeten Runden mehr. Eine Hungersnot bringt die Krise des Sohnes vollends ans Licht. Er ist am Ende...
In dieser größten Not versucht der Luftikus, sich etwas Geld und Nahrung mit einer Arbeit zu verdienen, auf die man damals verächtlich heruntersah, nämlich das Hüten von Schweinen. Aber trotz dieser erniedrigenden Arbeit blieb der verdiente Lohn aus. Und als er den Bauern darum bat, von den Schoten zu essen, die den Schweinen vorgeworfen wurden, da wurde er nur ausgelacht und weggeschickt. So blieb unser Weltenbummler hungrig, einsam und allein, ohne Hoffnung darauf, dass sich irgendetwas an seiner tristen Lage bessern könnte.
In dieser schrecklichen Not kam in unserem "Taugenichts" plötzlich eine Erinnerung an sein Zuhause, an seine Eltern, an das regelmäßige und gute Essen, das es da gab. Und das alles erschien an diesem Tiefpunkt seines Lebens überhaupt nicht schrecklich und übel zu sein, sondern leuchtete in den herrlichsten Farben.
Unser junger Mann dachte sich: Wenn ich auch alles verprasst habe, was mir mein Vater ausgezahlt hat, wenn ich auch keine Anrechte auf dem elterlichen Hof mehr habe, so schlecht wäre es doch gar nicht, als einer der Zeitarbeiter auf dem heimischen Hof zu arbeiten und davon ausreichend leben zu können.
Er stellte sich vor, dass er zu Hause ankommen, den Vater um Verzeihung bitten, auf die Sohnesstellung verzichten und ihn ersuchen würde, als Tagelöhner auf dem elterlichen Hofe arbeiten zu dürfen. Ob der Vater mir das gewähren wird?, dachte er sich.
Also machte sich der junge Mann auf, den weiten Weg aus der Ferne zurück zu seinem Elternhaus zu gehen. Nach vielen Irrungen und Wirrungen kam er dann dort völlig abgemagert und mit zerschlissenen wie dreckigen Kleidern an.
Aber etwas ganz Überraschendes geschah: Sein Vater, der Gutsbesitzer, der ehrwürdige Herr, tat etwas ganz Ungewöhnliches, was unter seiner Würde war: Er lief, als er seinen Sohn vom Hof aus in der Ferne kommen sah, ihm entgegen!
Machte er sich vor seinen Angestellten damit nicht lächerlich? Einem Sohn, der alles ihm Anvertraute sinnlos verpulvert und nichts aus seinem Leben gemacht hatte, auch noch wie ein Sprinter entgegenzulaufen? Ja, das tat der Vater!
Und dann trifft er auf dem Weg den Versager! Der stammelt nun seine Entschuldigung heraus. Aber noch bevor er ihm den Vorschlag machen kann, auf seine Sohnesstellung zu verzichten und die Rolle eines Zeitarbeiters anzunehmen, umarmt ihn schon sein Vater und erlässt seine Anordnungen: Das beste Gewand für den Sohn zu bringen, dazu neue Schuhe und einen edlen Ring. Außerdem sollte das gemästete Kalb geschlachtet und ein fröhliches Rückkehr- und Wiedersehensfest für den Sohn vorbereit werden. Und so geschah es.
Das Gewand, es deutete auf ein neues Leben hin, das der Vater seinem Sohn schenken wollte. Die heruntergekommen Kleider, die alten Lumpen des sohnes konnten nun verbrannt werden.
Der wertvolle Ring zeigte allen Bediensteten auf dem Hof: Der hat nichts von seinen Rechten verloren! Er hat hier etwas zu sagen.
Die Schuhe waren ein Zeichen der Freiheit. Während die Sklaven und Diener im Orient barfuß liefen, leisteten sich die Herrschaften Schuhe.
Keine Vorwürfe hören wir aus dem Mund des Vaters. Da ist nach der selbst verschuldeten Pleite des Sohnes keine Bewährungsfrist, die ihm der Vater für die Zukunft auferlegt. Bedingungslos nimmt der Vater seinen heruntergekommen und total gescheiterten Sohn an und wieder auf.
Was will ich uns diese Geschichte sagen? Was immer in unserem Leben geschieht, wisst: Es gibt einen Gott, der ist wie dieser Vater. Er ist tausendmal großzügiger, als es jeder irdische Vater sein kann.
Was immer wir in unserem Leben tun, wie sehr oder wie weit wir uns auch von unserem himmlischer Vater entfernen möge, er wartet auf uns.
Es gibt ein ergreifendes Bild, auf dem der Künstler den dramatischen Moment der Begegnung des verlorenen Sohn mit seinem Vater in einen Raum verlegt, in dem eine Lampe brennt. Nicht nur tagsüber, vielmehr auch nachts dachte der Vater an den verlorenen Sohn während dessen langer Abwesenheit. Der Vater ahnte, dass im Leben seines Kindes etwas schief lief, aber weil er über eine lange, schier endlos erscheinende Zeit von seinem Sohn nichts hörte, wusste er darüber natürlich nichts Genaues. Aber die Lampe brannte, ein sprechendes Bild dafür, dass der Vater viele schlaflose Nächte in Sorge um seinen weggelaufenen Sohn verbrachte.
Wo ist eigentlich Jesus in dieser Geschichte?
Jesus sagt einmal: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich" Den Weg zu unserem himmlischen Vater oder zu ihm zurück finden wir durch Jesus.
Woher wüssten wir von diesem Vater wenn nicht durch ihn?
Bleibt in Kontakt mit dem Herrn Jesus und mit solchen Menschen, denen er etwas bedeutet.
Und wisst: Die Lampe im Haus unseres Vaters brennt auch in der der Nacht unseres Versagens und unserer Irrwege.
Der Vater wartet auf uns, auf jeden einzelnen von uns!
Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.
Es singt das Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Lasst uns beten, wie Jeus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Es singt das Kirchenorchester und es spielt das Kirchenorchester.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Es singt der Krichenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Zieht unter den Klängen der Orgel aus die Kathedrale aus.
 

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Kardinal Bernhard Leber
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Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
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Beitrag von Helen Bont »

Hat dem Gottesdienst beigewohnt.
 

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[b]Dr. h.c. Helen Bont, KEL[/b]
[b]Unionskanzlerin[/b]
[size=85][b] Doctor honoris causa philosophiae politicarum der Montary University[/b]
[b]Trägerin des Großen Ordenskreuzes des Ordens von den Heiligen drei Königen des Königreichs beider Archipele[/b]
[b]Mitglied des Unionsparlaments[/b][/size]
[b]KOMMANDEUR der EHRENLEGION[/b]
[size=85][b]Mitglied und UNIONSVORSITZENDE der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION[/b][/size]
Ehemalige [size=85]Trägerin des astorischen White House Ribbon[/size] (29.03.2015-09.06.2021; aberkannt durch US-Präsident J.U. Smith)
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Beitrag von Jurica Rubil »

Hat andächtig der Predigt zugehört.
 

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Beitrag von Bernhard Leber »

Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Es singt der Kirchenchor unde es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
in der Heiligen Schrift lesen wir:
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.
Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme. Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat. Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein "ein" Fleisch. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht."

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
die Geschichte über die Erschaffung der Welt berührt mich immer wieder auf's Neue: am Anfang war das Wort. Der Schöpfungsakt war ein Willensakt Gottes, der sich durch das Wort offenbarte. Wir sehen: das Wort ist mächtig. So mächtig, dass es aus Chaos Ordnung hervorbrachte, Festland und Ozeane, Tiere, Pflanzen und Menschen schuf.
Viele Menschen negieren die Schöpfungsgeschichte, und verweisen auf die moderne Evolutionstheorie, wonach schon weit vor der Existenz der uns heute bekannten Flora und Fauna Pflanzen und Tiere existierten. Die Wissenschaften haben die Entstehung der Arten unter den Tieren erforscht. Sie hat entdeckt, daß je nach den Gegebenheiten der Umwelt Tiere besondere Fähigkeiten entwickeln, mit denen sie überleben können. Und allmählich entsteht so eine neue Art von Tier, allmählich entwickeln sich so neue Arten. Man kann also erklären, und das war das Sensationelle und für viele Menschen damals Empörende, wie es zu der Vielfalt der Tiere kommt. Und diese Vielfalt ist nicht statisch, sondern verändert sich ständig, je nach den Gegebenheiten. Ich will es an einem einfachen Beispiel zeigen: 1860 wurde die Amsel als ein scheuer Waldvogel angesehen. Das kommt uns heute beinah lächerlich vor, aber so war es damals. Heute aber ist die Amsel ein vielgesehener und überhaupt nicht scheuer Gast in unserer Stadt und unseren Gärten. Sie nistet, wo sie kann, ungeachtet der Menschen, die um sie herum arbeiten. Die Amsel hat sich also in ihrer Art entwickelt.
Die Wissenschaft wird für ihre Entdeckungen übel angegriffen als Zerstörer des Glaubens. Man nimmt ihr oft übel, daß sie eine Erklärung für die geheimnisse der Schöpfung gefunden hat, alle Geheimnisse dadurch erklärbar und aufgelöst werden. Besonders übel nahm man ihr, daß sie das Ebenbild Gottes, den Menschen, aus der Arten-Entwicklung der Tiere nicht ausgenommen hatte. Der Mensch stammt vom Affen ab, ist oft die Kampfformel der Gegner der modernen Ecolutionstheorie, aber auch ihrer Befürworter. Damit schien der Schöpfungsglaube der Christen zerstört. Es war so wie damals, als behauptete wurde, nicht die Sonne dreht sich um die Erde, sondern die Erde bewegt sich um die Sonne. Immer mehr schien man sozusagen Gott auf die Finger zu schauen, immer mehr erwiesen sich die biblischen Schöpfungserzählungen im Sinne der Naturwissenschaft als unrichtig. Als dann die Naturwissenschaftler entdeckten, daß man die kreisförmige Planetenbewegung um die Sonne nicht als ein Wunder Gottes, sondern physikalisch erklären konnte als Gleichgewicht der Fliehkraft der Planeten und der Anziehungskraft der Sonne, da schien es mit dem lieben Gott aus. Als ein Wissenschaftler einmal gefragt wurde, wo denn nun Gott sei, antwortete dieser: Ich hatte für meine Theorie Gott nicht nötig.
Die Entwicklung der Naturwissenschaft ist nun unendlich weiter gegangen, und sie geht auch immer weiter. Die Erbanlagen werden
entschlüsselt, man weiß, wie die Erbanlagen sich neu kombinieren bei der Verschmelzung von Same und Ei. Immer mehr erfahren wir, wie
die Dinge physikalisch, chemisch und biologisch funktionieren. Und je mehr wir erklären können, umso weniger ist Gottes geheimnisvolle Macht zur Naturerklärung nötig.
Das wollen wir festhalten. Denn es ist so. Das ist unsere Realität. Ein Naturwissenschaftler, der Gott für Naturerklärungen zu Hilfe nähme, wäre kein Naturwissenschaftler mehr. Denn ein Naturwissenschaftler befaßt sich mit den Erklärungen der Dinge, mit Ursache und Wirkung, mit der Theorie, wie etwas entstanden sein könnte und welche Kräfte und Gegenkräfte innerhalb der Natur wirken. Dazu braucht er Gott nicht, ja, darf ihn nicht dazu gebrauchen. Denn Gott ist kein Erklärungsprinzip.
Und, liebe Gemeinde, das können und sollen wir ruhig so sein lassen als glaubende Christen. Wir müssen auch nicht nach Dingen suchen, die noch nicht erklärt sind und da dann den lieben Gott ansiedeln. Gott ist kein Lückenbüßer für Dinge, die wir noch nicht wissen. Und, davon abgesehen, Wissenslücken pflegen sich zu schließen. Und dann fangen wir wieder an, mühsam einen Raum für Gott zu finden.
So an die Sache des Glaubens heranzugehen, ist einfach verkehrt und führt in die Ausweglosigkeit. Denn der Glaube richtet sich auf etwas ganz anderes.
Diejenigen, die die Schöpfungsgeschichte ablehnen, tun dies, weil sie sich wie Fundamentalisten an das geschriebene Wort klammern, ohne zu erkennen, dass man zwischen den Zeilen lesen und hinter das Wort schauen muss. Wir haben heute die Schöpfungsgeschichte gehört, eine der beiden Schöpfungsgeschichten am Anfang unserer Bibel. Wer sie genau liest, entdeckt, daß sie gar keine Beschreibung dessen ist, wie die Welt entstanden ist, sie ist kein Bericht. Sondern sie beschreibt die Welt in sechs Abschnitten, die den Wochentagen abgeschaut sind. Und sie beschreibt die Fülle der Welt, was sie bedroht und was sie erhält. Bedrohen tut sie das Chaos, das Tohuwabohu, bedrohen tut sie das Wasser. Und wehe, wenn das Wasser einbricht, nicht in Schach gehalten wird. Es ist so wie immer: Wo Chaos ausbricht, gehen die Menschen unter, werden vernichtet. Erst Ordnung macht lebensfähig, gibt dem Raum zum Leben vor. Und überhaupt ist uns alles vorgegeben, die Pflanzen, die Tiere, das Himmelgewölbe, die Orte des Meeres und des Landes, darin leben wir oder darin ist Leben möglich. Aber das haben wir doch nicht selbst geschaffen. Wir sorgen auch nicht dafür, daß die Sonne scheint. Wir sorgen doch nicht dafür, daß die Pflanzen wachsen, daß es überhaupt die Möglichkeit des Wachsens gibt. All unsere Lebensgrundlagen sind uns vorgegeben, wie wir uns auch selbst mit unse-rem Leben vorgegeben sind. Wir haben uns nicht ausgesucht! Wir müssen doch unser Leben nehmen, wie es ist. Selbst, wenn einmal die Möglichkeit bestehen würde, daß Eltern mit Genmanipulationen die Art der Kinder bestimmen können, Junge-Mädchen, blond-schwarz und was dergleichen mehr, dann muß das Kind selbst das so hinnehmen. Und wenn es sein Leben verflucht, verflucht es dann vielleicht auch seine Eltern?! Aber das Leben, so, wie es uns vorgegeben ist, annehmen oder ablehnen, das ist allein unsere eigene Sache. Die Schöpfungsgeschichte erzählt, was uns vorgegeben ist und ohne das wir nicht leben können. Und wenn dieses Vorgegebene zerstört wird, weil Chaos einbricht, vom Menschen oder der Natur erzeugt, dann ist es aus. Das erzählt sie. Sie erzählt nicht, wie was und wann was entstanden ist. Aber sie erzählt, daß Gott hinter allem steht.
Nicht er ist die Welt, und die Welt ist nicht Gott, und weder Sonne und Mond sind Gott. Im Psalm 19 wird die Sonne als Diener Gottes hingestellt.
Nichts in der Welt ist Gott. Diese Aussage war damals ganz sensationell. Denn Sonne und Mond wurden als Götter verehrt, das Meer als göttliche Kraft und Gewalt verstanden Unser Erzähler wehrt das richtig ab und sagt: Nichts in der Welt ist göttlich. Warum? Weil alles vergeht in der Welt, ins Chaos zurückfällt oder sterben muß. Und alles ist voneinander abhängig, nichts bleibt, wenn die ordnende Macht sich zurückzieht. Ein Beispiel ist die Sintflut, was eigentlich Urflut heißt. Da zieht Gott seine ordnende Macht ab und alles versinkt im Chaos der Urflut. Alles vergeht, auch der Mensch, wir und die Welt sind der Vergänglichkeit unterworfen. Psalm 104: Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie, die Menschen, nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.
Und wo das erfahren wird, beim Tod eines Menschen, bei Katastrophen, bei Kriegen, die die Menschen anzetteln und sich gegenseitig den Tod geben, bei Bosheiten, die aus unserem Herzen quellen, dort stellt sich eine ganz andere Frage, nämlich: Warum ist das so? Warum ist alles vergänglich? Warum müssen wir dieses Leid mit dem geschenkten Leben hinnehmen? Warum tun sich Menschen so etwas an? Wir fragen dann nicht mehr: Wie entsteht das alles? Es geschieht ja! Wir fragen auch nicht mehr: Wie funktioniert das alles? Sondern wir fragen nach dem Wofür und Warum, nach dem Sinn. Aber das ist ja beileibe noch nicht alles, was wir fragen. Wir fragen auch danach: Was ist der Mensch? ist er einfach ein Tier, das man schlachten kann, um es zu verzehren? Ist der Mensch nicht viel mehr? Aber was ist er? Und, weil wir ein bohrendes Gewissen haben: Wann gelangt und wie gelangt der Mensch zu seinem wahren Wesen, und was ist das wahre Wesen von uns? Wann kommen wir zu uns selbst? Was müssen wir dazu tun?
Darauf, auf diese vielen Fragen, die nach dem Wesen des Menschen suchen und danach, was er hoffen darf und was nicht, danach, was gut ist und was böse, darauf versucht der Erzähler der Schöpfungs-geschichte eine Antwort zu geben. Wir müssen mit dieser Antwort nicht einverstanden sein, aber wir können von seiner Erzählung lernen, selber uns diese wichtigen Fragen zu stellen und versuchen, sie für uns selbst zu beantworten. Auf diese Fragen gibt die Naturwissenschaft keine Antworten, vielleicht immer nur die eine: Ob‘s dich gibt oder nicht, zählt in der Natur und im Universum nichts.
Aber was heißt das: Wir sind der Vergänglichkeit unter-worfen, aber auf Hoffnung. So schreibt Paulus. Wir alle sind der Vergänglichkeit unterworfen, die viel Leid und Angst bringt. Wir könn-ten daraus schließen, daß alles letztlich egal ist, denn alles geht den Bach runter. Wir könnten aber die Antwort der Schöpfungsgeschichte bedenken, in der Gott sagt: Und siehe, es war alles sehr gut. Wo-her nehmen wir unsere Hoffnung? Aus der uns vorgegebenen, vergäng-lichen Pracht der Welt, die vielleicht ein Versprechen von Glück ist? Nehmen wir sie aus den unbegreiflichen Wundern der Natur, die, selbst wenn wir sie erklären können, immer noch Wunder bleiben. Wie der 19 Psalm sagt: Die Himmel erzählen die Ehre Gott, ohne Sprache noch Rede ist ihre Stimme und sie bedürfen nicht der Rede, ohne sie wird ihre Stimme gehört. Das ist alles mög-lich, aber diese Welt ist eben zwiespältig in ihrer Wirkung auf unsere Seele, darum, weil alles Schöne und Gute vergänglich ist.
Darum braucht es wirklich eines Mittlers, der die Güte Gottes durch seine Schöpfung verstehbar macht. Darum braucht es wirklich einen Menschen, der ohne Angst das wahre Menschsein hervorbringt, daß wir uns an ihm orientieren können. Und er hat diese Angst nicht, weil auf den Gott hofft, der alles zum Guten hin geschaffen hat. Und weil er es zum Guten hin geschaffen hat, wird er es nicht umsonst und zum Vergeblichen hin geschaffen haben wollen, im 89. Psalm fragt einmal der Beter: Warum willst du alle Menschen umsonst ge-schaffen haben?, sondern um von Neuem seine Herrlichkeit durch den Tod hindurch zu offenbaren. Das ist die Hoffnung, durch die Jesus Christus die Angst genommen wurde und die ihn zum wahren Menschen machte. Von dieser Hoffnung erzählt auch die Schöpfungsge-schichte, wenn Gott am Ende die Schöpfung vollendet und wir diese erhoffte Vollendung feiern, und zwar am siebten Tag, dem Sonntag.
Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Lasst uns beten, wie Jeus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Es singt der Tenor des Kirchenorchesters und es spielt das Kirchenorchester.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Es singt die Sopranistin des Kirchenorchesters und es spielt das Krichenorchester.

Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Kardinal Bernhard Leber aus die Kathedrale aus.
 

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Kardinal Bernhard Leber
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Ist während der Predigt beim Schlafen beinahe vom Stuhl gefallen - Himmel, kann der sich nicht kürzer fassen?!?
 

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Beitrag von Cosma Snow »

*kommt im Gewand zur Messe*
*ist sichtlich erbost über das missratene Benehmen von Herrn Sperling*
*spricht kurz nach dem gottesdienst mit herrn Leber*
 

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Doppel-As
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Doppel-As

Beitrag von Bernhard Leber »

Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof in die Kathedrale ein.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
in der Heiligen Schrift lesen wir: "Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße1. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam - die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten -, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn."

Es ertönt die Orgel und es singt die Gemeinde.

Liebe Gemeinde,
mit der Taufe am Jordan beginnt das Wirken Jesu. Sein erstes "Wunder" vollbringt Jesus auf einer Hochzeit: er verwandelt Wasser in Wein. Er setzt sein erstes Zeichen. Doch wofür? Es ist ein Zeichen für das Anbrechen einer neuen Zeit, einer neuen Wirklichkeit: Das Reich Gottes ist schon mitten unter Euch.
Wasser wird in Wein umgewandelt. Während Wasser das Sinnbild des Lebens ist, ist Wein etwas Edles und für den Genuss bestimmt, Man soll ihn nur in Maßen genießen.
Aber wofür steht dieses erstes Zeichen Jesu? War es nur ein "Partygag", wie man heute sagen würde, ein Kunststückchen zur Unterhaltung der Gäste? Nein, liebe Gemeinde, es war kein Partygag, als Jesus Wasser in Wein verwandelte. Dieses Wunder versinnbildlicht das Anliegen von Jesus: er verwandelt unser natürliches Leben zu einem ewigen Leben. Unser Menschsein ist mehr als nur eine Naturgegebenheit, der Mensch ist zu mehr berufen als zu einem bloßen Überleben oder Vegetieren. Der Mensch ist berufen zu einer sinnvollen Existenz, zu einem Leben, das einen besonderen Wert hat und das erkannt wird als Geschenk eines liebenden Gottes. Ein Leben mit Gott macht aus Ödland einen Garten Eden.
Das Evangelium macht auf zwei Dinge aufmerksam:
zu einen kommt Maria als Wegweiserin zu Wort: "Was er euch sagt, das tut!". Maria als weist uns den Weg zum Glück.
Zum anderen sagt Jesus zu Maria: "Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen." Wann aber kommt seine Stunde? Das Evangelium gibt uns eine Antwort auf diese Frage: "Amen, Amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben."
Die Stunde der Erlösung geschieht nicht ohne das Kreuz. Es ist die große Stunde des Herrn: Tod und Auferstehung, die Gabe des ewigen Lebens.
Wir, die Gemeinde, sind zu dieser Hochzeit eingeladen, so wie geschreben steht: "Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind."
Christus ist die Gabe, "das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt". Wasser wurde zu Wein, Wein wurde zu Blut. Zu dem "Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden."
Amen.

Es singt der Kirchenchor.

Liebe Gemeinde, wir sprechen un das Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Messdiener bringen den Kelch mit Korporale und Kelchtüchlein und das Meßbuch zum Altar. Der Erzbischof nimmt die Schale mit dem Brot, hält sie über den Altar und spricht leise. Dann stellt er die Schale auf das Korporale. Als nächstes gießt er Wein und ein wenig Wasser in den Kelch und spricht wieder leise. Der Kelch wird anschliessend über den Altar gehalten. Auch der Kelch wird auf das Korporale gestellt. Nun verneigt sich der Erzbischof davor. Dann wäscht er sich die Hände.
Zu den Anwesenden zugewandt, spricht der Erzbischof nun:


Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, daß er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.

Herr, unser Gott, wir bringen das Brot dar, das aus vielen Körnern bereitet, und den Wein, der aus vielen Trauben gewonnen ist. Schenke deiner Kirche, was die Gaben geheimnisvoll bezeichnen: die Einheit und den Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, Heiliger Vater, immer und überall zu danken durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er ist Dein Wort, durch ihn hast Du alles erschaffen. Ihn hast Du gesandt als unseren Erlöser und Heiland: Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Um Deinen Ratschluß zu erfüllen und Dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holze des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan. Darum preisen wir Dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit. Amen.

Hosanna in excelsis deo! Ja, Du bist heilig, großer Gott, Du bist der Quell aller Heiligkeit

Sende Deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib ...

Der Erzbischof macht ein Kreuzzeichen über Schale und Kelch.

... und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und esset alle davon: das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde nun die konsekrierte Hostie, dann legt er sie auf die Hostienschale und macht eine Kniebeuge.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und trinket alle daraus: das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde den Kelch, dann stellt er ihn auf das Korporale und macht eine Kniebeuge.

Geheimnis des Glaubens: Deinen Tod, o Herr verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Deines Sohnes und bringen Dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar. Wir danken Dir, daß Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen. Wir bitten Dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut, und laß uns eins werden durch den Heiligen Geist. Gedenke Deiner Kirche auf der ganzen Erde, und vollende Dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Papst Innozenz V. und allen Bischöfen und Erzbischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.

Der Erzbischof erhebt Hostienschale und Kelch und spricht:

Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
in der Einheit des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre
jetzt und in Ewigkeit!
Amen.

Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir:
Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

Gebt nun einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!

Der Erzbischof bricht die Hostie über die Schale in mehrere Teile zum Zeichen, daß alle von demselben Brot essen und an dem einen Leib Christi teilhaben. Ein kleines Fragment der Hostie senkt er in den Kelch.
Der Domchor singt inzwischen:


"Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
gib uns deinen Frieden.
Amen."

Der Pfarrer macht eine Kniebeuge, nimmt ein Stück der Hostie, hält es über der Schale und spricht, zur Gemeinde gewendet, laut:

Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.

Die Gläubigen, die am Abendmahl teilnehmen, kommen nach vorne, während die Orgel ertönt.




Zu jedem Abendmahlteilnehmer:

Der Leib Christi!

Nachdem alle am Abendmahl teilgenommen und wieder ihre Plätze eingenommen haben, breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus der Kathedrale aus.
 

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Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
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