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Verfasst: So 14. Sep 2008, 15:59
von Palin Waylan-Majere
Original von Michael Schneider

Oh doch hat er. Kommunismus ist die Diktatur des Proletariats. Das ist so nunmal in der Ideologie festgelegt. :)
Ich weiß nicht, was in deiner Ideologie so alles festgelegt ist, aber die Begriffe "Diktatur des Proletariats" und "Kommunismus" sind nun ganz gewiss nicht synonym.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 16:09
von Wolfgang Müller
Original von Michael Schneider

Oh doch hat er. Kommunismus ist die Diktatur des Proletariats. Das ist so nunmal in der Ideologie festgelegt. :)
Erkläre das mal nem Anarchokommunisten oder nem Anarchosyndikalisten.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 16:47
von Nicolas Fournier
Original von Wolfgang Müller
Erkläre das mal nem Anarchokommunisten oder nem Anarchosyndikalisten.
Unabhängig vom ideologischen Nachschulungsbedarf von Herrn Schneider ;). Man muss schon feststellen, dass die Anarchisten und andere Staatsskeptiker im linken Spektrum eine kleine Minderheit darstellen.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:24
von Gunnar Svensson
Die Diktatur des Proletariats ist die Übergangsphase zwischen Kapitalismus und Kommunismus und somit nicht mit dem Kommunismus identisch.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:34
von Wolfgang Müller
Original von Gunnar Svensson
Die Diktatur des Proletariats ist die Übergangsphase zwischen Kapitalismus und Kommunismus und somit nicht mit dem Kommunismus identisch.
Nach marxistischer Definition die Art der Durchführung des gesellschaftlichen Umbaus. Lenin baute dazu noch seine Idee, dass dies nur unter Führung einer Partei möglich sei.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:37
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Lenin baute dazu noch seine Idee, dass dies nur unter Führung einer Partei möglich sei.
Da war es natürlich praktisch, dass er gleich noch die passende "auserwählte" Partei dazu im Sortiment hatte. ;)

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:39
von Wolfgang Müller
Original von Rafael van der Linden

Da war es natürlich praktisch, dass er gleich noch die passende "auserwählte" Partei dazu im Sortiment hatte. ;)
Jepp, und es gibt Leute die glauben immer noch, dass dies richtig war und wollen nicht einsehen, dass gerade so Dinge wie Fraktionsverbot zu so Barbareien wie unter Stalin und Mao geführt haben.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:42
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Jepp, und es gibt Leute die glauben immer noch, dass dies richtig war und wollen nicht einsehen, dass gerade so Dinge wie Fraktionsverbot zu so Barbareien wie unter Stalin und Mao geführt haben.
Das Problem ist, dass man sich entscheiden muss. Die "bourgeoise parlamentarische Demokratie" oder eine Diktatur des Proletariats. Mit dem Bekenntnis zur Demokratie hält man den korrekten marxschen Dienstweg zum Sozialismus nicht ein.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 17:48
von Wolfgang Müller
Original von Rafael van der Linden

Das Problem ist, dass man sich entscheiden muss. Die "bourgeoise parlamentarische Demokratie" oder eine Diktatur des Proletariats. Mit dem Bekenntnis zur Demokratie hält man den korrekten marxschen Dienstweg zum Sozialismus nicht ein.
Naja, es gab genügend Leute, die die marxschen Schriften anders interpretiert haben, oder eigene Denkmodelle entwickelten.

Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:01
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Naja, es gab genügend Leute, die die marxschen Schriften anders interpretiert haben, oder eigene Denkmodelle entwickelten.
"Revisionisten" und "Konterrevolutionäre Elemente" gab es genügend in der Geschichte des Sozialismus. Aber durchgesetzt hat sich entweder der sozialdemokratische Revisionismus oder die staatssozialistische Einparteien- und Funktionärs-Diktatur.
Der sozialdemokratische Weg jedoch weiß heute noch nicht, wie der "demokratische Weg zum Sozialismus" aussehen soll.