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Verfasst: So 25. Mai 2008, 12:41
von SRM
Ich oute mich hier ungern, aber ich halte den Ansatz für nicht schlecht, allerdings ist er nicht tauglich, die Probleme zu lösen. Beitragszahler und -Empfänger liegen prozentual auf die Bevölkerung gerechnet fast gleich auf (knapp je 40%) - das Problem ist doch, dass der heutige Beitragszahler auch sein eigenes Alter finanzieren muss, während er die jetzigen Alten und Bedürftigen stützt.
Der einzige Weg ist: Weg mit dem derzeitigen Sozialsystem und das eingesparte Geld einerseits als Entlastung auf Steuerseite, zum anderen als Wirtschaftsförderung zu investieren. Der Konsum und der Aufschwung kommen im Anschluss von alleine.
RE: Einigkeit und Recht und RCDS
Verfasst: So 25. Mai 2008, 12:41
von Baudouin de Billancourt
Original von Vittorio Camerani
Selbst in meiner Ausbildung musste ich insgesamt mit weniger Geld zurechtkommen als ein Hartz IV-Empfänger mit durchschnittlich teurer Wohnung.
Das muss praktisch jeder Student. Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren - außer der horrenden Steuerbelastung meiner Eltern, deren Geld nicht dahin fließt, wo sie es gern sehen möchten.
Verfasst: So 25. Mai 2008, 15:25
von Konrad Grimm
Zunächst mal ist es kreuzdämlich, sowas öffentlich vorzuschlagen. Mit "one man, one vote" ist es im Zeitalter der Idee eines Kinderwahlrechts ja nicht mehr soweit her, von daher ist die Empörung darüber natürlich recht albern; aber im Gegensatz zu Kindern sind die Leistungsträger alias die Reichen eben reichlich unbeliebt. Der Vorschlag ist schon in sich bescheuert, weil er eben wegen des Problems (?), das er lösen will - nämlich des gewaltigen Einflusses der "Netto-Transferempfänger" -, niemals Realität werden kann.
Mit solchem Unsinn treibt man nur noch mehr Wähler in die Arme der Linkspartei. Langsam sollte man es wirklich innerhalb der CDU/CSU begriffen haben, dass die "neoliberale" Party ausgefeiert ist. Wir müssen uns als Union mehr Gedanken darüber machen, wie wir die Menschen mitnehmen können, nicht darüber, wie wir möglichst radikal am System herumschrauben können. Herr Ludewig gefährdet mit seinem Vorschlag den ohnehin inzwischen höchst fragilen sozialen Frieden in Deutschland.
Die "Reichen" sollten sich mehr Gedanken darüber machen, welches Glück sie haben, dass die "Armen" sie dulden, als darum, wie sie noch ein Stückchen reicher werden können. Die Belastung der Top-Ten-Verdiener in Deutschland ist nicht zu hoch, die dürfte ruhig höher sein. Andererseits sollte die Einkommenssteuerprogression weniger schnell ansteigen, um den Mittelstand - denn der ist es doch, der in Deutschland wirklich die Zeche zahlt - zu entlasten.
Wenn wir in Deutschland eine Wahlrechtsänderung brauchen - und diese würde ich befürworten - dann ist das eine hin zum relativen Mehrheitswahlrecht - wie ja etwa unlängst mal wieder von Roman Herzog vorgeschlagen -, weil wir damit Lafontaine und seinen Gespenstern genauso das Wasser abgraben wie NPD, DVU, aber auch den Grünen und der FDP.
Verfasst: So 25. Mai 2008, 15:26
von Fabian Montary
Endlich wieder Zensuswahlrecht! Der Reaktionäre Clan Debiler Studenten macht's möglich... :rolleyes:
Verfasst: So 25. Mai 2008, 16:20
von Carl Philipp van Tulpe
Original von Konrad Grimm
Zunächst mal ist es kreuzdämlich, sowas öffentlich vorzuschlagen. Mit "one man, one vote" ist es im Zeitalter der Idee eines Kinderwahlrechts ja nicht mehr soweit her, von daher ist die Empörung darüber natürlich recht albern; aber im Gegensatz zu Kindern sind die Leistungsträger alias die Reichen eben reichlich unbeliebt. Der Vorschlag ist schon in sich bescheuert, weil er eben wegen des Problems (?), das er lösen will - nämlich des gewaltigen Einflusses der "Netto-Transferempfänger" -, niemals Realität werden kann.
Mit solchem Unsinn treibt man nur noch mehr Wähler in die Arme der Linkspartei. Langsam sollte man es wirklich innerhalb der CDU/CSU begriffen haben, dass die "neoliberale" Party ausgefeiert ist. Wir müssen uns als Union mehr Gedanken darüber machen, wie wir die Menschen mitnehmen können, nicht darüber, wie wir möglichst radikal am System herumschrauben können. Herr Ludewig gefährdet mit seinem Vorschlag den ohnehin inzwischen höchst fragilen sozialen Frieden in Deutschland.
Die "Reichen" sollten sich mehr Gedanken darüber machen, welches Glück sie haben, dass die "Armen" sie dulden, als darum, wie sie noch ein Stückchen reicher werden können. Die Belastung der Top-Ten-Verdiener in Deutschland ist nicht zu hoch, die dürfte ruhig höher sein. Andererseits sollte die Einkommenssteuerprogression weniger schnell ansteigen, um den Mittelstand - denn der ist es doch, der in Deutschland wirklich die Zeche zahlt - zu entlasten.
Wenn wir in Deutschland eine Wahlrechtsänderung brauchen - und diese würde ich befürworten - dann ist das eine hin zum relativen Mehrheitswahlrecht - wie ja etwa unlängst mal wieder von Roman Herzog vorgeschlagen -, weil wir damit Lafontaine und seinen Gespenstern genauso das Wasser abgraben wie NPD, DVU, aber auch den Grünen und der FDP.
Ich bin erstaunt wie wandlungsfähig deine Argumentation ist, bzgl. der Armutsdebatte.
Verfasst: So 25. Mai 2008, 16:25
von Michael Schneider
Original von Fabian Montary
Endlich wieder Zensuswahlrecht! Der Reaktionäre Clan Debiler Studenten macht's möglich... :rolleyes:
Der RCDS ist weder reaktionär noch debil. Im Gegenteil. Nur Einzelidioten kann man nie ausschließen.
Verfasst: So 25. Mai 2008, 16:27
von Rainer Zufall
Ach, die sind doch nur frustriert, daß fast flächendeckend 80 % der Mitstudenten linker wählt als sie selbst

Verfasst: So 25. Mai 2008, 16:28
von Fabian Montary
Original von Michael Schneider
Der RCDS ist weder reaktionär noch debil. Im Gegenteil. Nur Einzelidioten kann man nie ausschließen.
Einzelidioten, die zufälligerweise auch Bundesvorsitzender sind?! Wer hat den denn gewählt?
Verfasst: So 25. Mai 2008, 16:58
von Konrad Grimm
Original von Fabian Montary
Einzelidioten, die zufälligerweise auch Bundesvorsitzender sind?! Wer hat den denn gewählt?
Ulrich Clauss erklärt in seinem Leitartikel in der "Welt" die merkwürdigen Einfälle von Ludewig und etwa auch Mißfelder zum Ausdruck des Prinzipien-Vakuums der Merkel-CDU.
"Merkel zerschrödert die CDU"
Solange die CDU Schnapsideen wie von der Leyens Elterngeld oder Althaus' Bürgergeld hinterher läuft und damit in geradezu ekelerregender Weise etatistische Ideen vertritt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich die Wut darüber dann in einer Gegen-Radikalisierung entlädt.
Verfasst: So 25. Mai 2008, 17:27
von Carl Philipp van Tulpe
Original von Konrad Grimm
Ulrich Clauss erklärt in seinem Leitartikel in der "Welt" die merkwürdigen Einfälle von Ludewig und etwa auch Mißfelder zum Ausdruck des Prinzipien-Vakuums der Merkel-CDU.
"Merkel zerschrödert die CDU"
Solange die CDU Schnapsideen wie von der Leyens Elterngeld oder Althaus' Bürgergeld hinterher läuft und damit in geradezu ekelerregender Weise etatistische Ideen vertritt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich die Wut darüber dann in einer Gegen-Radikalisierung entlädt.
Ich warte auf den Tag an dem es heißt: "Die Nationalkonservativen verlassen die Union".