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Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 12:43
von Rainer Zufall
Behauptest du, ich behaupte die Folge wird nur noch größere Armut sein.

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 13:06
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt
Wenn du meinen letzten Beitrag diesmal mit ein wenig mehr Fokus liest, wirst du feststellen, dass du die Verfassungsbrüche in den USA verpasst hast.
Nicht, dass die Verfassung den Armen Wohlstand garantieren würde - wenn aber die Prinzipien der Verfassung wieder realisiert würden, steigerte sich der allgemeine Wohlstand, gerade auch der der Armen.
Auf welche Prinzipien beziehst Du dich denn da explizit?

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 14:36
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Auf welche Prinzipien beziehst Du dich denn da explizit?
Vor allem auf das Recht auf Leben, auf Freiheit und auf das Streben nach Glück sowie das Recht, eine Regierung mit allen nötigen Mitteln abzuschaffen, die diesen Werten entgegensteht.

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 14:37
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt
Vor allem auf das Recht auf Leben, auf Freiheit und auf das Streben nach Glück sowie das Recht, eine Regierung mit allen nötigen Mitteln abzuschaffen, die diesen Werten entgegensteht.
Und welche Verletzung dieser Werte macht die Armen arm?

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 14:43
von Baudouin de Billancourt
Diese Rechte hängen zusammen und sind untrennbar; das Recht auf Leben ist das Grundlegendste von allen, die anderen leiten sich daraus ab. Um es deutlicher zu machen, würde ich spontan sagen: am ehesten die Verletzungen des Rechts auf Freiheit.

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 15:00
von Montgomery Scott
Aber um welche Verletzungen handelt es sich konkret?

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 15:10
von Baudouin de Billancourt
Beispielsweise um die horrende Steuerbelastung und Gesetze, die von jedem Bürokraten frei nach Laune ausgelegt werden können. Beispiel: Geschäftsleute können dort sehr hart bestraft werden, wenn sie ihre Waren und Dienstleistungen günstig anbieten ("Dumping"), wenn sie ihre Waren zu einem mittelmäßigen Preis anbieten ("Kartellbildung") oder wenn ihr Preis teuer ist ("Wucher"). Das ist nur ein Beispiel, aber auch und gerade das senkt den allgemeinen Wohlstand.

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 16:33
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt
Beispielsweise um die horrende Steuerbelastung und Gesetze, die von jedem Bürokraten frei nach Laune ausgelegt werden können. Beispiel: Geschäftsleute können dort sehr hart bestraft werden, wenn sie ihre Waren und Dienstleistungen günstig anbieten ("Dumping"), wenn sie ihre Waren zu einem mittelmäßigen Preis anbieten ("Kartellbildung") oder wenn ihr Preis teuer ist ("Wucher"). Das ist nur ein Beispiel, aber auch und gerade das senkt den allgemeinen Wohlstand.
Das sind aber insbesondere in den USA Maßnahmen, die als Lehre aus Jahrhunderten kapitalistischer Wirtschaftsgeschichte gezogen wurden. Als es solche Beschränkungen noch nicht gab, hat z. B. die extreme vertikale und horizontale Monopolbildung zu extremen sozialen Problemen geführt.

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 16:40
von vSzP
Original von Montgomery Scott
die extreme vertikale und horizontale Monopolbildung zu extremen sozialen Problemen geführt.
Wo und wann? Bitte mal zwei Beispiele für die Behauptungen...

Verfasst: Mo 26. Mai 2008, 16:50
von Montgomery Scott
James Fulcher: Kapitalismus, Oxford 2004, S. 92
  • Im späten 19. Jahrhundert kam es in den USA zu einer größeren Eigentumskonzentration als in anderen Industriegesellschaften. Zunächst einmal geschah dies in Form "horizontaler" Verschmelzungen mit dem Ziel, eine marktbeherrschende Stellung zu erreichen, wie im Fall von Rockefellers Standard Oil. Zur vorherrschenden Form im 20. Jahrhundert wurde jedoch der "vertikal" integrierte Konzern, der eine starke und sichere Wettbewerbsposition aufbaute, indem er alle Stufen der Produktion und Distribution eines Produktes in sich vereinigte.