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Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 21:49
von Konrad Grimm
Versichern Sie, was immer Sie möchten. Mir egal. Frau Heidenberg glaubt irrtümlich, dass mir irgendetwas von dem, was im Krisenstab gesagt oder getan wurde mir peinlich wäre, oder stellt es jedenfalls so hin. Ich stehe zu allem, was dort war. Ich habe gegen die Veröffentlichung Bedenken, da es sich um Dokumente handeln dürfte, die der Geheimhaltung unterliegen.

Aber mir geht es eben genau darum, dass Frau Heidenberg aufhören möge so zu tun, als gäbe es da etwas, dessen Veröffentlichung ich fürchten würde oder zumindest müsste. Derartiges gibt es nicht, da mein Verhalten im Zweifel - ohne mich selbst loben zu wollen - einen Orden, keinen Tadel rechtfertigt.

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 21:53
von Heinrich von Löwenherz
Original von Konrad Grimm
Versichern Sie, was immer Sie möchten. Mir egal. Frau Heidenberg glaubt irrtümlich, dass mir irgendetwas von dem, was im Krisenstab gesagt oder getan wurde mir peinlich wäre, oder stellt es jedenfalls so hin. Ich stehe zu allem, was dort war. Ich habe gegen die Veröffentlichung Bedenken, da es sich um Dokumente handeln dürfte, die der Geheimhaltung unterliegen.

Aber mir geht es eben genau darum, dass Frau Heidenberg aufhören möge so zu tun, als gäbe es da etwas, dessen Veröffentlichung ich fürchten würde oder zumindest müsste. Derartiges gibt es nicht, da mein Verhalten im Zweifel - ohne mich selbst loben zu wollen - einen Orden, keinen Tadel rechtfertigt.
Glauben Sie, Herr Grimm, dass ihr dortiges Verhalten politisch nicht getadelt werden könnte?

Ich gebe Ihnen aber insofern Recht, dass ich nicht vermute, dass in diesem Krisenstab Äußerungen Ihrerseits gefallen sind, die strafrechtlich relevanz haben.

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:00
von Heinrich von Löwenherz
Und eine weitere Frage an Sie, Herr Grimm. Wie bewerten Sie diese, ziemlich konkrete, Aussage von Ihnen vom 03.03.2008 - 22:01 Uhr:
Wenn ich tun würde, wonach mir zumute ist, ich würde entweder heute alles hinschmeißen, mir einen Platz in der ersten Reihe zusichern und mir genüsslich den Untergang unserer Nation ansehen. Oder ich würde ab heute in die Fundamentalopposition gehen, denn mit diesen Leuten aus UFD und SPDU, die ich - ich will da heute keine Mördergrube aus meinem Herzen machen - für Verräter an ihrem Eid, am Volk und der Republik halte, und das sind noch die mit Abstand nettesten Worte, die ich dafür finde, will ich von tiefstem Herzen nichts mehr zu tun haben.
Ich weiss noch nicht, ob ich das tun werde, oder mich ein letztes Mal für mein Land in die Schlacht gegen die Kräfte des Untergangs werfen werde.
Können Sie da konkrete Ehrverletzung entdecken?

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:04
von Konrad Grimm
Original von Heinrich von Löwenherz
Glauben Sie, Herr Grimm, dass ihr dortiges Verhalten politisch nicht getadelt werden könnte?
Politisch tadeln kann man mit der entsprechenden Weltanschauung alles. Aus Sicht eines Pazifisten war mein Handeln falsch. Aus der Sicht eines Patrioten, eines Konservativen, auch nur eines Realpolitikers war es das nicht.

Wie gesagt: Es geht mir darum, dass Ihre Mandantin den Eindruck erweckt, ich hätte etwas getan, wofür ich mich schämen müsste. Ich bestehe darauf, dass mir nichts von dem, was da drin steht, peinlich ist oder sein müsste und ich entsprechend auch die Veröffentlichung nicht fürchte, weil jedermann, dessen Meinung mit irgendetwas bedeutet, an meinem Handeln keinen Anstoss nehmen wird. Da die Beklagte aber immer nur droht, kann ich mich nicht wehren gegen den öffentlichen Eindruck, da gäbe es was. Und das kann es nicht sein. Wenn ich überall herumerzählte, ich wüsste was über Sie, Herr von Löwenherz, "wenn das rauskäme...!", dann wären Sie so wenig begeistert darüber wie ich.

Es ist ganz klassisch: Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:07
von Konrad Grimm
Original von Heinrich von Löwenherz
Können Sie da konkrete Ehrverletzung entdecken?
Nein. Ich habe nämlich schon mehrfach gesagt, woran ich den Vorwurf des Verrats gegenüber den damalig politisch Verantwortlichen festmache. Das ist meine Bewertung eines Sachverhalts, der bekannt ist und über den sich jeder frei eine Meinung bilden kann - mithin also freie Meinungsäußerung.

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:21
von Sean William Connor
..

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:22
von Sean William Connor
...

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:23
von Sean William Connor
sitzt im Zuschauerraum

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:24
von Heinrich von Löwenherz
Original von Konrad Grimm

Politisch tadeln kann man mit der entsprechenden Weltanschauung alles. Aus Sicht eines Pazifisten war mein Handeln falsch. Aus der Sicht eines Patrioten, eines Konservativen, auch nur eines Realpolitikers war es das nicht.

Wie gesagt: Es geht mir darum, dass Ihre Mandantin den Eindruck erweckt, ich hätte etwas getan, wofür ich mich schämen müsste. Ich bestehe darauf, dass mir nichts von dem, was da drin steht, peinlich ist oder sein müsste und ich entsprechend auch die Veröffentlichung nicht fürchte, weil jedermann, dessen Meinung mit irgendetwas bedeutet, an meinem Handeln keinen Anstoss nehmen wird. Da die Beklagte aber immer nur droht, kann ich mich nicht wehren gegen den öffentlichen Eindruck, da gäbe es was. Und das kann es nicht sein. Wenn ich überall herumerzählte, ich wüsste was über Sie, Herr von Löwenherz, "wenn das rauskäme...!", dann wären Sie so wenig begeistert darüber wie ich.

Es ist ganz klassisch: Audacter calumniare, semper aliquid haeret.
Meine Mandantin beklagt, wie Sie gearbeitet haben. Mehr lese ich auch nicht wirklich raus.

Eigentlich wollte ich nur von Ihnen wissen, ob man Ihre arbeit auch politisch Tadeln kann und das haben Sie mir ja treffend beantwortet, Herr Grimm. Vielen Dank.

Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 22:25
von Heinrich von Löwenherz
Original von Konrad Grimm

Nein. Ich habe nämlich schon mehrfach gesagt, woran ich den Vorwurf des Verrats gegenüber den damalig politisch Verantwortlichen festmache. Das ist meine Bewertung eines Sachverhalts, der bekannt ist und über den sich jeder frei eine Meinung bilden kann - mithin also freie Meinungsäußerung.
Aha also auch eine politische Äußerung. Was sagen Sie zum folgenden Interview vom 10.04.2008, wo Sie folgendes sagen:
[...]
Die gleichen Akteure – Vain, von Kurzschluss, Untrail, Connor und Heidenberg – die in der Regierungsverantwortung in einer Art und Weise versagt haben, dass es schon schwer ist, es überhaupt in Worte zu fassen, die mit ihrer eklatanten Schwäche eine Sezession heraufbeschworen haben, die bei der Verteidigung dieses Landes desaströs versagt und das Land und seine Menschen im Stich gelassen haben [...]
Implizieren Sie hier nicht eine Mitschuld der damaligen Regierung an der Sezession und können Sie diese bitte belegen?