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Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 15:12
von Jim Tres
Demokratie ist scheisse. Aber alles was hier oder sonstwo als Alternative vorgeschlagen wurde ist noch viel schlechter.

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 16:35
von Julia Elián
Original von Michael Schneider

Warum nicht?

@Grimm

Naund? Wo ist der Unterschied dazu, dass unsere Herrscher (Politiker wie das Wahlvolk als solches) auch Deppen sind? Ob sich nun alle 30 Jahre der Herrscher wechselt oder alle 4-8-12 Jahre... das Ergebnis ist gleich, nur hat die Monarchie mehr Stabilität. :>

Und gut oder schlecht: Berater und Experten sind entscheidend, nicht der Herrscher an sich.
Ich kann durchaus verstehen, dass man einem Monarchen als Staatsoperhaupt eine gewisse Stabilitaet oder auch "Einigungswirkung" zuschreibt, aber dafuer ist eine konstitutionelle Monarchie schon fast notwendige Bedingung, damit der Monarch diese Rolle auch spielen kann.

Welche Vorteile aber das System des Feudalsystem des Mittelalters bringen sollte, ist mir noch nicht ganz klar...

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 16:43
von Konrad Grimm
Original von Julia Elián
Welche Vorteile aber das System des Feudalsystem des Mittelalters bringen sollte, ist mir noch nicht ganz klar...
Die meisten Menschen sind doch gar nicht in der Lage, ihr eigenes Leben zu meistern. Das durch "Fürsorge gegen Treue" gekennzeichnete Feudalsystem war eine gute Antwort auf die anthropologischen Gegebenheiten.

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 17:17
von Michael Schneider
Original von Konrad Grimm

Die meisten Menschen sind doch gar nicht in der Lage, ihr eigenes Leben zu meistern. Das durch "Fürsorge gegen Treue" gekennzeichnete Feudalsystem war eine gute Antwort auf die anthropologischen Gegebenheiten.
Korrekt.

Wenn ich mir die aktuellen Werte der Deutschlandumfrage ansehe und so sehe wie sehr die Leute sich eigentlich jemand wünschen, der sie regiert, ohne dass sie verantwortlich sind für sein tun (um so besser lässt sich schimpfen dass andere schuld sind), dann muss das doch geradezu ein Segen sein.

Und konstitutionell kann die Monarchie sein. Natürlich nur mit Oberhaus und kein Unterhaus.

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 18:36
von Matt Suchard
Lol....dazu fällt mir nicht mehr viel ein. Millionen Menschen weltweit kämpfen für eine Demokratisierung und lassen/ließen dafür ihre Leben und hier gibt es Spaßvögel, die eine Rückkehr zu einem aristokratischen Feudalsystem des Mittelalters fordern.

Ihr habt doch echt einen an der Klatsche!

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 18:41
von vSzP
Original von Michael Schneider

Korrekt.

Wenn ich mir die aktuellen Werte der Deutschlandumfrage ansehe und so sehe wie sehr die Leute sich eigentlich jemand wünschen, der sie regiert, ohne dass sie verantwortlich sind für sein tun (um so besser lässt sich schimpfen dass andere schuld sind), dann muss das doch geradezu ein Segen sein.

Und konstitutionell kann die Monarchie sein. Natürlich nur mit Oberhaus und kein Unterhaus.
Warum sollte ich jemanden anerkennen, nur weil er der Sohn/die Tochter von irgendjemanden ist? Mir ist die demokratische Legitimierung wichtig.

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 18:49
von Konrad Grimm
Original von Matt Suchard
Millionen Menschen weltweit kämpfen für eine Demokratisierung und lassen/ließen dafür ihre Leben und hier gibt es Spaßvögel, die eine Rückkehr zu einem aristokratischen Feudalsystem des Mittelalters fordern.
Es gibt Millionen von Idioten auf dieser Erde.

Womit ich nicht sagen möchte, dass ich für das Feudalsystem bin. Ich bin im Prinzip für gar nichts, weil die einzelnen Systeme nicht vom Grundsatz her besser oder schlechter sind, sondern nur jeweils für mich besser oder schlechter sein können.

Faktisch wäre der Idealzustand: ALLE Macht für MICH.

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 18:52
von Hin Ten-An
Original von vSzP
Warum sollte ich jemanden anerkennen, nur weil er der Sohn/die Tochter von irgendjemanden ist?
Warum sollte ich jemanden anerkennen, nur weil genug Idioten neben seinem Namen ein Kreuz gemacht haben?

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 19:29
von Rainer Zufall
Toll. Dann könntest du auch sagen: Warum soll ich nicht morden dürfen, nur weil irgendwer das in ein Gesetz geschrieben hat? :rolleyes:

Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 19:33
von Damian Fuller
Original von Matt Suchard
Millionen Menschen weltweit kämpfen für eine Demokratisierung und lassen/ließen dafür ihre Leben und hier gibt es Spaßvögel, die eine Rückkehr zu einem aristokratischen Feudalsystem des Mittelalters fordern.
Man kann doch intellektuell ansprechend und unterhaltsam über Staatsformen etc. filosofieren. Es gibt sicher verschiedene Motive, andere Staatssysteme zu phavorisieren. Ich für meine Ansprüche an ein Staatswesen bevorzuge eine Ordnung mit möglichst wenig und gut kontrollierter Herrschaft, einem funktionierenden und verlässlichen (ebenso kontrollierten) Rechtssystem und einer sozialen Grundversorgung.

Ob das dann eine Republik oder eine parlamentarische Monarchie oder eine - wenn es funktioniert - Nomokratie oder Timokratie etc. ist, finde ich nicht so entscheidend.

Wenn die Anhänger eines mittelalterlichen Feudalsystems sachlich begründen können, warum Sie ein solches bevorzugen würden, kann man darüber doch spannend diskutieren.