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Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 13:09
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Ob es legitim ist, Steuersparmöglichkeiten zu nutzen oder ob man doch sein Eigentum zu großen Teilen in einen teilweise verschwenderischen Staat investieren sollte ist eine weitere Frage.
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat auch das Recht, Steuern zu sparen." - unklar (Wird Helmut Schmidt, dem BGH oder dem BVerfG zugeschrieben)
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:20
von Montgomery Scott
Original von Matt Suchard
Zu den superreichen Steuerflüchtigen:
Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass der Großteil der deutschen Milliardäre im
Forbes - Ranking seinen Wohnort doch noch immer in Deutschland hat. Das ein paar in die Schweiz oder in die USA gehen, ist nicht nur aufgrund der Steuerproblematik verständlich. Auch so ziehen Menschen nun einmal um und beantragen fremde Staatsbürgerschaften. Ihnen daraus einen Strick zu machen, ist wirklich nur links-populistisches Geseier.
Nicht, wenn die Absicht dabei offenkundig ist, die Steuerpflicht in Deutschland zu umgehen.
Achja...hätte man diese "Superreichen" alle rechtzeitig enteignet und somit jeglichen entrepreneurial spirit vernichtet, wären wir wohl heute auf dem wirtschaftlichen Stand von Angola... :rolleyes:
Du musst es ja wissen...gut, dass wir unsere Superreichen haben, ohne die ging es uns bestimmt ganz schön beschissen, was? Hm, warum denn eigentlich? Ich persönlich kenne z. B. Genossenschaftsbanken, die genauso gut (oder besser) arbeiten wie solche, die schwerreichen Großaktionären gehören und zig. Millionen im Jahr an ihre Manager zahlen. Aber es ist wohl "links-populistisches Geseier", ein Konzept zu propagieren, dass eine gerechtere Verteilung ermöglicht...
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:31
von Baudouin de Billancourt
Ganz abgesehen davon, dass mE viele Superreiche wohl zu den produktivsten Menschen dieser Gesellschaft zählen und der Masse der Menschen somit am meisten nutzen - was meinst Du, wie es dem Staat heute gehen würde, wenn jedes Jahr ein Viertel seiner Steuereinnahmen wegbricht?
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:32
von vSzP
Original von Montgomery Scott
Du musst es ja wissen...gut, dass wir unsere Superreichen haben, ohne die ging es uns bestimmt ganz schön beschissen, was? Hm, warum denn eigentlich? Ich persönlich kenne z. B. Genossenschaftsbanken, die genauso gut (oder besser) arbeiten wie solche, die schwerreichen Großaktionären gehören und zig. Millionen im Jahr an ihre Manager zahlen. Aber es ist wohl "links-populistisches Geseier", ein Konzept zu propagieren, dass eine gerechtere Verteilung ermöglicht...
So, welche Genossenschaftsbank ist denn so erfolgreich wie die größten deutschen Bankhäuser? Das würde mich jetzt mal aus deinem reichhaltigen Fundus interessieren.
Verteilung, Verteilung.. immer gehts nur darum, anderen Leuten Geld zu nehmen. Wie wäre es denn mal, wenn sich Linke weniger Gedanken um Verteilung und sich mehr Gedanken um Erwirtschaftung machen?
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:34
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Ich persönlich kenne z. B. Genossenschaftsbanken, die genauso gut (oder besser) arbeiten wie solche, die schwerreichen Großaktionären gehören und zig. Millionen im Jahr an ihre Manager zahlen.
Ich bin mir sicher, dass der Herr Kirsch als Vorstandschef der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank nicht mit einem Korb Kirschen abgespeist wird.
Und wenn wir im Bankenbereich sind, dann finde ich es schon erstaunlich, wieviele Milliarden ausgerechnet die staatseigenen West-LB, Sachsen-LB und Bayern-LB in der Immobilienkrise verloren haben, gar nicht zu sprechen von der seit Jahren bankrotten Berliner LB.
Und nicht zu vergessen die Deutsche Industriebank IKB, die am schlimmsten von der aktuellen Krise betroffen ist - und selbstverständlich als Hauptaktionär die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau hatte...
Kein Wunder, denn für die haftet ja der Steuerzahler - warum da vorsichtig mit dem Geld umgehen...?
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:35
von Montgomery Scott
Original von vSzP
So, welche Genossenschaftsbank ist denn so erfolgreich wie die größten deutschen Bankhäuser? Das würde mich jetzt mal aus deinem reichhaltigen Fundus interessieren.
Die Sparda-Bank in Deutschland. Ihre Kunden sind die zufriedendsten aller Bankinstitute in Deutschland.
Verteilung, Verteilung.. immer gehts nur darum, anderen Leuten Geld zu nehmen. Wie wäre es denn mal, wenn sich Linke weniger Gedanken um Verteilung und sich mehr Gedanken um Erwirtschaftung machen?
Was muss denn erwirtschaftet werden und braucht dazu Superreiche?
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:37
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Und wenn wir im Bankenbereich sind, dann finde ich es schon erstaunlich, wieviele Milliarden ausgerechnet die staatseigenen West-LB, Sachsen-LB und Bayern-LB in der Immobilienkrise verloren haben, gar nicht zu sprechen von der seit Jahren bankrotten Berliner LB. Kein Wunder, denn für die haftet ja der Steuerzahler - warum da vorsichtig mit dem Geld umgehen...?
Da bin ich durchaus Deiner Meinung. Wobei man anmerken muss, dass die Landesbanken in erster Linie ein Abstellgleis für ehemalige Politiker sind, die irgendwie versorgt werden müssen.
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:39
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Die Sparda-Bank in Deutschland. Ihre Kunden sind die zufriedendsten aller Bankinstitute in Deutschland.
Sagt - die Sparda-Bank?
Nun, nichts gegen Genossenschaftsbanken.
Im Bankensektor heisst mein erklärter Feind Sparkasse. Teuer, unwirtschaftlich, staatlich - und nur deswegen die Nummer eins unter den Banken, weil die meisten Kunden schon als Kind gewonnen werden und schlicht nicht wechseln.
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:48
von vSzP
Original von Montgomery Scott
Die Sparda-Bank in Deutschland. Ihre Kunden sind die zufriedendsten aller Bankinstitute in Deutschland.
Quelle?
Was muss denn erwirtschaftet werden und braucht dazu Superreiche?
Alles - von den Klamotten die du anhast bis zu den Lebensmitteln die du isst, die Bücher die du nutzt, das Internet, der Rechner auf dem du schreibst, einfach alles. Und viele von den Sachen hätte es niemals gegeben wenn sich nicht einzelne Menschen hingesetzt hätten um zu tüfteln.. Und ja, manche haben das auch so profanen Dingen wie Geld getan.
Im Übrigen: man kann ja gerne wieder zurück zur Steinzeit. Mehr als ein Dach überm Kopf, was zu essen und Kleidung braucht man nicht. Aber selbst so "einfache" Dinge wie Landwirtschaft kann man nicht einfach sozialisieren. Schau dir dazu einfach mal die Probleme in der DDR an: der Ertrag der dortigen Bauern (LPGs und private Bauern) war im Durchschnitt 10 % niedriger (pro Hektar) als in Westdeutschland.
Und vergleich einfach die Hektarertragszahlen der wenigen freien Bauern mit denen der der LPGS: die 5 bis 10 % der freien Bauern haben mehr als 20 % am Gesamterteil erwirtschaftet.
Warum? Weil die "Kombination der Produtionsfaktoren" eben doch nicht so einfach ist wie es sich Sozialisten immer vorstellen.
Verfasst: Mi 12. Mär 2008, 14:54
von Matt Suchard
Original von Montgomery Scott
Du musst es ja wissen...gut, dass wir unsere Superreichen haben, ohne die ging es uns bestimmt ganz schön beschissen, was? Hm, warum denn eigentlich?
Mir persönlich würde es gar nicht beschissen gehen, da ich weder direkt noch indirekt durch meinen Arbeitgeber (Chemiebranche) von staatlichen Subventionen oder Zuwendungen profitiere.
Aber frag mal einen Teil der Wähler der "Linken". Das Heer der Geringverdiener, Arbeitslosen und Faulen (ich trenne diese Begriffe durchaus bewusst) ist abhängig von der staatlichen Alimentierung aus Transferleistungen des Umverteilungssystems. Und dieses läuft ja bekanntlich nicht ohne Großverdiener bzw. daraus resultierenden "Superreichen".
Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man doch den bösen Großverdienern was wegnehmen bzw. gar nicht erst so viel geben soll und dies lieber gleich den Friseusen, Briefzustellern und Putzkräften dieses Landes zuschachert - aber wer geht dann noch ein unternehmerisches Risiko ein. Hier spreche ich primär nicht einmal von den Vorständen großer Konzerne, da diese zumeist eh gegen Fehlentscheidungen doppelt und dreifach abgesichert sind, aber wenn jemand eine gute Geschäftsidee, Geschäftssinn und Engagement hat, dann gönne ich dem Million um Million.