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Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 11:20
von Oliver von Palm
Original von Peter Vain
Ich wüsste jetzt nicht, was sich an einem meinem Lebensgefühl nun verändert, wenn ich aufeinmal nicht mehr an der von-Trotha-Straße sondern an der Hererostraße wohne. Immer noch selbe Nachbarschaft, immer noch die selbe Straße. Es ist das selbe nur in blau und blau ist durchaus beruhigend ;)

Irgendwo muss der Stadt ein Zeichen setzen und einen Feldweg in Hereroweg umzubenennen wäre sicher falsch, nur weil ein paar liebe Bürger zu stur sind, sich ihrer historischen Schuld bewusst zu werden, wenn sie weiterhin das Verbrechen in Namibia vergessen.
Da muss kein "Zeichen" gesetzt werden wegen eines Verbrechens von vor 100 Jahren. Auch hat heute keiner mehr eine "historische Schuld" daran. Ganz ehrlich: Ich würde, wäre ich dort Anwohner, genauso handeln. Ich würde sogar noch weiter gehen und den alten Namen weiter benutzen, um ein Zeichen gegen linken Zeitgeist zu setzen.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 11:49
von Peter Vain
Oh doch muss man. Gerade, wenn man 100 Jahre lang etwas verschlafen hat. Das Verbrechen damals wird gerade erst dadurch perfekt, indem man es vergisst und nicht mehr in Erinnerung hält. Zum Teil wissen die Nachkommen der Üverlebenden selber gar nicht mehr, welches Schicksal sie erlitten haben. Stell dir nur vor man würde genauso mit den Juden oder den Armeniern umgehen. Diese Verbrechen sind nun auch schon 90 oder über 60 Jahre her. Zeit darf bei Verbrechen keine Ursache spielen.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 11:57
von Oliver von Palm
Oh bitte, das ist doch schwachsinnig. Warum dann nicht ein "Platz der Opfer der Römischen und Allgemeinen Inquisition"? Oder für die Opfer irgendeiner Stammesfehde aus der Steinzeit?

Noch wichtiger ist dieser Fakt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_d ... o_und_Nama
Zunächst sahen sich nur die Herero durch die Anwesenheit der Deutschen auf ihrem Gebiet seit 1884 in ihrer Lebensgrundlage bedroht. Im Januar 1904 begann der Aufstand dieses Volkes unter ihrem Kapitän Samuel Maharero gegen deutsche Einrichtungen und Farmen. Daneben gingen die Herero auch gegen unliebsame kleinere Stämme vor. Die personalschwache Schutztruppe der Kolonie war anfänglich den Aufständischen nicht gewachsen. Die deutsche Reichsregierung entsandte daraufhin umgehend ein Marineexpeditionskorps in Stärke von 4 Kompanien und später Verstärkungen der Schutztruppe - Insgesamt etwa 15.000 Mann unter Generalleutnant Lothar von Trotha, dem es bis zum August gelang, den Hereroaufstand niederzuwerfen.
Das Deutsche Reich schützte nur seine Bürger vor Mord und Totschlag durch einen wildgewordenen Buschstamm! Genauso wie die Briten es in den 50ern gegen die Mau-Mau taten.

Tatsächlich ist sogar die Darstellung des Ganzen als Völkermord umstritten. So eine Debatte hat nur unter Historikern was zu suchen und gehört nicht in die Politik!

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 12:17
von Fabian Montary
Freiheit durch Kolonialismus? ?(

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 12:30
von Peter Vain
Original von Fabian Montary
Freiheit durch Kolonialismus? ?(
Ja wollte ich auch gerade fragen. Das ist ja mal eine Begründung, wenn die allgemein akzeptabel wäre, so kann man jeden Preventivkrieg legitimieren. So wie schon Volker Pispers sagte im Bezug auf irgendeine NATO Richtlinie zur Sicherstellung der strategischen Versorgung des Westens.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 13:32
von Michael Schneider
OvP

in allen Ehren, abe rich habe mich umfassend mit dem Thema beschäftigt. Du kannst darüber streiten ob du es Totschlag oder Vöermord nennen willst, aber wenn man ein ganzes Volk in der Wüste verdursten läßt, auch wenn du kaum einen Schuß abgibst dabei, dann ist das für mich persönlich Mord. Zumal die Kolonisierung nicht gerade ein friedvoller Weg ist. Allerdings ein damals allgemein praktizierter und rechtmäßiger weg! Den die afrikanischen Stämme ebenso untereinander vollzogen. Jede andere Vorstellung ist Ergebnis des Denkens des Endes des 20.Jhds. Damals war es ohne Frage ein für damalige Verhältnisse auch moralisch (und da snicht nur von westlichen Staaten!) gebilligtes Vorgehen Länder zu erobern, wie es seit tausenden jahren gemacht wurde.

Abgesehen davon stimmt es aber: wo bleiben gedenktafeln für die von Cäsar gemeordeten Gallier? Wo das Gedenken an an die von den Arwaren gemeuchelten Sachsen und Bajuwaren? Wo sind die Denkmäler zur Erinnerung an die Ermordung des deutschen Königs Konradin durch den Franzosen Anjou? Wo sind die Straßenschilder, die an von Stein, Gneisenau und Scharnhorst erinnern? Sogar in der Bundeswehr gehen ihre Namen in ausgemusterten Kasernen unter und Straßennamen wurden im Osten einmal umbenannt zu sozialistischen Unholden nicht wieder zurückbenannt.

Ich fordere ein Bekenntnis zu deutschen Großtaten und deutschen Opfer ebenso wie es zu deutschen Verbrechen und Untaten besteht. Das ist nur gerecht.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 13:43
von Oliver von Palm
Es war damals nun mal so, dass die Herero damit anfingen, deutsche Siedler zu massakrieren. Die Schutztruppe war hoffnungslos überfordert und in der Unterzahl. Also schickte Berlin Hilfstruppen. Als von Trotha es doch zu Weit trieb, wurde er von Berlin zurückgepfiffen. Übrigens gehen etliche "Tatsachen" über diesen "Völkermord" auf britische Propaganda aus dem 1. Weltkrieg zurück. Und damals sparte keiner an Greuellügen über den "Feind".

PS: Sicher war es Mord, wenn man die Menschen in eine Wasserlose Wüste gejagt undn icht mehr rausgelassen hat. Aber Völkermord war es nicht.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 16:48
von Fabian Montary
Dann schicken wir jetzt mal Soldaten vor dein Haus und mal schauen, wie du reagierst... :rolleyes:

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 16:50
von Oliver von Palm
Man hat die Soldaten erst geschickt, nachdem die Herero 120 deutsche SIedler abgeschlachtet hatten. Obs dir jetzt passt oder nicht: Das Deutsche Reich hat für die damalige Zeit völlig normal reagiert. Oder hätte der Kaiser seine Bürger massakrieren lassen sollen?

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 16:53
von Fabian Montary
Edit: Ich steig wieder aus...

:rolleyes: