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Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 17:39
von Baudouin de Billancourt
Original von Konrad Grimm

Ja. Und?
Wenn ein Arbeitsplatz einmal wegrationalisiert wird, muss das nicht heißen, dass es einen Arbeitslosen mehr gibt. Es wird produktive Kraft freigesetzt, die sich anderweitig ausfalten kann. Be- und verhindert wird dieser Prozess nur durch die Politik.

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 17:41
von Konrad Grimm
Original von Baudouin de Billancourt
Wenn ein Arbeitsplatz einmal wegrationalisiert wird, muss das nicht heißen, dass es einen Arbeitslosen mehr gibt. Es wird produktive Kraft freigesetzt, die sich anderweitig ausfalten kann. Be- und verhindert wird dieser Prozess nur durch die Politik.
Ja. Das ändert aber nichts dran, dass die Faktoren Arbeit und Kapital miteinander konkurrieren und das Kapital immer besser wird.

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 17:43
von Baudouin de Billancourt
Original von Konrad Grimm
Ja. Das ändert aber nichts dran, dass die Faktoren Arbeit und Kapital miteinander konkurrieren und das Kapital immer besser wird.
Nein, das ändert nichts daran. Und wenn es diese Politik nicht gäbe, wäre das ein Prozess, über den sich eigentlich jeder freuen könnte.

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 17:46
von Konrad Grimm
Original von Baudouin de Billancourt
Nein, das ändert nichts daran. Und wenn es diese Politik nicht gäbe, wäre das ein Prozess, über den sich eigentlich jeder freuen könnte.
Ich seh ihn auch recht wertneutral. Solange ich auf der Gewinnerseite stehe ist mir jeder Prozess recht...

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 17:53
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Ja. Das ändert aber nichts dran, dass die Faktoren Arbeit und Kapital miteinander konkurrieren und das Kapital immer besser wird.
Infwiefern konkurrieren? Man braucht immer Arbeit um echtes Kapital (also nicht nur staatlich gedrucktes Papier=Geld) zu schaffen.

Die Menschheit hatte durch den gestiegenen erwirtschafteten Wohlstand die Möglichkeiten (Zeit und Kapital) die Technik (und mit ihr die Medizin und die Kultur) weiterzuentwickeln. Dass man dadurch weniger Arbeit für mehr Kapital/Mehrwert/Produkte aufwenden muss, also die Produktivität steigt, hat in der Menschheitsgeschichte bisher immer mittelfristig zu einem allgemeinen durchschnittlichen Wohlstandsanstieg geführt.

Es sei denn durch Diktatur und/oder Krieg wurde Kapital und Wohlstand wieder vernichtet.

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 18:03
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Infwiefern konkurrieren? Man braucht immer Arbeit um echtes Kapital (also nicht nur staatlich gedrucktes Papier=Geld) zu schaffen.
Maschinen, Computer und Roboter sind Kapital (im Sinne des volkswirtschaftlichen Produktionsfaktors)

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 18:19
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Maschinen, Computer und Roboter sind Kapital (im Sinne des volkswirtschaftlichen Produktionsfaktors)
Richtig, Investitionskapital. Diese übernehmen bisher immer noch vor allem Arbeiten, die monoton und abstumpfend sind, oft körperlich hart sind, und im marx'schen Sinne den Menschen von einer sinnstiftenden Tätigkeit entfremden.

Jemand muss außerdem diese Maschinen konstruieren, bauen, warten und verschrotten bzw. recyclen.

Dazu gab es in der Menschheitsgeschichte immer Strukturwandel, oft sogar einen größeren als es ihn heute gibt.

Die Berufe der Vergangenheit - zumindest in den Post-Industrieländern - mögen Bergarbeiter, Ausführer von monotonen Fließbandarbeiten u.ä. sein.

Berufe der Zukunft sind aber mindestens die nächsten Jahre mal:

Alten- und Krankenpfleger,
Sport-, Wellness-, Gesundheits- und allgemein Freizeitberater
und alle Dienstleister, die jeweils freiwillig von den Menschen nachgefragt werden.

Achso, noch eine Frage allgemein zum "Ende der Arbeit": Wenn heute schon so viele Arbeitsplätze eigentlich technisch überflüssig sind, warum werden sie dann noch unwirtschaftlich künstlich erhalten? Mal von den teilweise als Arbeitsbeschafftungsmaßnahme geschaffenen öffentlichen Arbeitsplätzen abgesehen.

Verfasst: Fr 29. Feb 2008, 18:45
von Damian Fuller
Und auch ein Argument gegen das Ende der Arbeit, bzw. zur Relativierung der großen, im globalen Wettbewerb stehenden Konzerne:

Der Großteil der deutschen Wirtschaft war schon immer - sogar zu Zeiten der großen Umbruchsphase der Industrialisierung - mittelständisch geprägt. Warum sollte sich dies nun so plötzlich ändern? Wir befinden uns in den hochentwickelten Ländern in einer, durch den Produktivitätsfortschritt nicht mehr so von Industrie und Produktion geprägten, Dienstleistungswirtschaft. Der Mittelstand, also kleine und mittlere Unternehmen sind für diese Art der komplexen Wirtschaft vermutlich sehr gut geeignet.

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