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Verfasst: Di 20. Nov 2007, 23:26
von Konrad Grimm
Original von Palin Waylan-Majere
@Grimm: Wenn man willfährig alles gleichsetzt
Allen gemeinsam ist, dass es sich um Ideologien handelt. Und damit gilt: "Aus fixen Ideen entstehen die Verbrechen." (Stirner)

Verfasst: Di 20. Nov 2007, 23:39
von Palin Waylan-Majere
"Fixe Ideen" haben ja lustigerweise die Eigenschaft, dass sie sich verändern. Man kann und muss Ideologien vergleichen, man kann sie auch ablehnen. Aber einfach zu sagen, das alle wäre ein und das selbe, nützt bei der Betrachtung der Thematik nichts.
Ja, ich bin der Auffassung, dass zwischen der Dönerverkäuferin mit Kopftuch auf der anderen Straßenseite, dem buddhistischen Mönch in Myanmar und dem linken französischen Gewerkschafter doch einige Unterschiede bestehen. Asche auf mein Haupt.

Verfasst: Di 20. Nov 2007, 23:54
von Konrad Grimm
Original von Palin Waylan-Majere
Ja, ich bin der Auffassung, dass zwischen der Dönerverkäuferin mit Kopftuch auf der anderen Straßenseite, dem buddhistischen Mönch in Myanmar und dem linken französischen Gewerkschafter doch einige Unterschiede bestehen. Asche auf mein Haupt.
Dass da Unterschiede bestehen hat ja niemand bestritten. Ich halte zum Beispiel die liberale Ideologie der heiligen Freiheit für nachrangig zu bekämpfen gegenüber dem Egalitarismus, der heiligen Gleichheit. Und ich halte den Daoismus für nachrangig zu bekämpfen gegenüber dem Islam(ismus). Nicht, weil es wichtiger ist, sondern, weil es dringender ist.

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 09:24
von Oliver von Palm
Original von Nicolas Seroux de Fay
Was ist denn das für Hetzpropaganda?! Ein Niveau wie der "Stürmer". Ich muss mich doch sehr wundern über Sie, Herr Grimm, ich dachte immer, ich habe es mit einem Ehrenmann zu tun.
Wer sich mal ganz ehrlich mit dem Koran befasst, wird darin Hetze gegen "Ungläubige", Aufruf zum Mord an ihnen und generell Intoleranz und Hass finden. Der Islam gebietet ja eine Ausbreitung per Gewalt von sich aus. Und man komme nicht mit "das ist aber Auslegungssache". Der Koran sagt über sich selbst aus, dass er wörtlich genommen werden muss, weil er ja das Wort Gottes wäre und nicht verändert werden dürfe. Die Bibel sagt entsprechendes an keiner Stelle aus, sie ist tatsächlich Auslegungssache.
Wenn Muslime also gegen Terrorismus sind, ist das natürlich lobenswert. Aber es ändert NICHTS daran, dass der Koran Terror billigt.

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 09:40
von Angelo Falcone
Welche Übersetzung hast du gelesen? Oder kannst du arabisch?

Das gefährliche am Koran ist meiner Meinung nicht das was drin steht, sondern die Tatsache dass die meisten Moslems es nicht lesen können...sie sind auf Gedeih und Verderb demjenigen ausgeliefert der es von der Kanzel predigt. Und da wären wir wieder bei der Gefahr jeder Religion: Wenn der Schäfer seinen Schafen lange genug einredet sie wären Wölfe, glauben sie irgendwann selbst dran.

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 09:41
von Oliver von Palm
Original von Angelo Falcone
Welche Übersetzung hast du gelesen? Oder kannst du arabisch?

Das gefährliche am Koran ist meiner Meinung nicht das was drin steht, sondern die Tatsache dass die meisten Moslems es nicht lesen können...sie sind auf Gedeih und Verderb demjenigen ausgeliefert der es von der Kanzel predigt. Und da wären wir wieder bei der Gefahr jeder Religion: Wenn der Schäfer seinen Schafen lange genug einredet sie wären Wölfe, glauben sie irgendwann selbst dran.
Da gibt es eine Reihe von Zitaten im Koran. Bpw. "Haut ihnen (den Ungläubigen) die Köpfe ab, wo ihr sie findet."

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 10:11
von Konrad Grimm
Original von Angelo Falcone
Und da wären wir wieder bei der Gefahr jeder Religion:
Die Gefahr der Religion ist die Religion an sich.

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 10:26
von Nicolas Seroux de Fay
@ Oliver von Palm

Es ist sicher richtig, dass es solche Textstellen im Koran gibt. Das heisst aber nicht, dass man alle Mohammedaner grundsätzlich als willfährige Ausführungswerkzeuge dieser Textstellen abqualifizieren kann. Zwischen dem Text eines Glaubenswerkes wie des Korans oder auch der Bibel und der tatsächlich ausgeübten Religion liegen Welten.

Ich sehe keineswegs in einem Mohammedaner grundsätzlich einen Frauenverprügler oder einen Heiligen Krieger, der mir an den Hals will, weil ich Christ bin, sondern einen Mitmenschen, mit dem ich friedlich zusammenlebe und er mit mir.

Gerade in den sich in den vergangenen Jahren gebildeten westeuropäischen multikulturellen Gesellschaften sieht man doch am besten, dass das friedliche Bei- und Miteinander so gut wie problemlos funktioniert. Selbstverständlich gibt es hier und da Reibungspunkte und Ausreisser aus der Norm des friedlichen Zusammenlebens, aber das sind die Ausnahmen. Oder will hier irgendjemand allen Ernstes behaupten, Kreuzberg sei fundamentalistisch islamisch?

Tatsache ist: Die sich innerhalb kaum 20 Jahren überstürzt, unkoordiniert und nicht geführt gebildete multikulturelle Gesellschaft funktioniert erstaunlich gut, und zwar weil die Menschen begriffen haben, dass sie zuerst einmal Menschen sind und dann irgendetwas anderes. Hetzparolen von dieser wie von jener Seite sind nicht zeitgemäss und tragen nichts zur Sozialisierung der Menschen innerhalb dieser neuen multikulturellen Gesellschaft (die nun einmal Fakt ist, womit man sich abzufinden hat) bei.

Richtig ist ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen, wie es vielerorts sehr gut auch funktioniert. Als gläubiger Katholik habe ich absolut kein Problem damit, wenn jemand aus Gründen der Religion einen Schleier trägt oder ein orthodoxer Jude seinen Hut und seine an den Ohren herabhängenden Haarzöpfchen oder ein Buddhist mit seiner traditionellen Tracht herumläuft. Das geht mich gar nichts an. Ich wurde schon in eine Moschee eingeladen und in einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas, mache Geschäfte mit orthodoxen Juden und fahre oft an einem buddhistischen Tempel mitten in der schweizerischen Landschaft vorbei - wo ist das Problem?

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 10:40
von Angelo Falcone
Original von Oliver von Palm
Da gibt es eine Reihe von Zitaten im Koran. Bpw. "Haut ihnen (den Ungläubigen) die Köpfe ab, wo ihr sie findet."
Hier mal was zum Lesen:

http://www.we-are-church.org/de/fulda-h ... Gewalt.htm

Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 12:04
von Oliver von Palm
Original von Nicolas Seroux de Fay
@ Oliver von Palm

Es ist sicher richtig, dass es solche Textstellen im Koran gibt. Das heisst aber nicht, dass man alle Mohammedaner grundsätzlich als willfährige Ausführungswerkzeuge dieser Textstellen abqualifizieren kann. Zwischen dem Text eines Glaubenswerkes wie des Korans oder auch der Bibel und der tatsächlich ausgeübten Religion liegen Welten.

Ich sehe keineswegs in einem Mohammedaner grundsätzlich einen Frauenverprügler oder einen Heiligen Krieger, der mir an den Hals will, weil ich Christ bin, sondern einen Mitmenschen, mit dem ich friedlich zusammenlebe und er mit mir.

Gerade in den sich in den vergangenen Jahren gebildeten westeuropäischen multikulturellen Gesellschaften sieht man doch am besten, dass das friedliche Bei- und Miteinander so gut wie problemlos funktioniert. Selbstverständlich gibt es hier und da Reibungspunkte und Ausreisser aus der Norm des friedlichen Zusammenlebens, aber das sind die Ausnahmen. Oder will hier irgendjemand allen Ernstes behaupten, Kreuzberg sei fundamentalistisch islamisch?

Tatsache ist: Die sich innerhalb kaum 20 Jahren überstürzt, unkoordiniert und nicht geführt gebildete multikulturelle Gesellschaft funktioniert erstaunlich gut, und zwar weil die Menschen begriffen haben, dass sie zuerst einmal Menschen sind und dann irgendetwas anderes. Hetzparolen von dieser wie von jener Seite sind nicht zeitgemäss und tragen nichts zur Sozialisierung der Menschen innerhalb dieser neuen multikulturellen Gesellschaft (die nun einmal Fakt ist, womit man sich abzufinden hat) bei.

Richtig ist ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen, wie es vielerorts sehr gut auch funktioniert. Als gläubiger Katholik habe ich absolut kein Problem damit, wenn jemand aus Gründen der Religion einen Schleier trägt oder ein orthodoxer Jude seinen Hut und seine an den Ohren herabhängenden Haarzöpfchen oder ein Buddhist mit seiner traditionellen Tracht herumläuft. Das geht mich gar nichts an. Ich wurde schon in eine Moschee eingeladen und in einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas, mache Geschäfte mit orthodoxen Juden und fahre oft an einem buddhistischen Tempel mitten in der schweizerischen Landschaft vorbei - wo ist das Problem?
Multikulti funktioniert eben gerade nicht so rosig. Es wäre wünschenswert, wenn es funktionierte, aber das ist eben nicht der Fall.

Wenn du jetzt sagst, dass man nicht alle Muslime über einen Kamm scheren soll, hast du sicher Recht. Ich habe aber den Unterschied zwischen Christentum und Islam schon erklärt. Das Neue Testament ist von seinen gesamten Ansätzen her sehr humanistisch geprägt und rechtfertigt an keiner Stelle Gewalt zur Ausbreitung des Glaubens. Im Gegenteil wird Gewalt sogar strikt abgelehnt. Der Koran wiederrum tut das nicht. Der Islam ist eine Religion, die sich schon in ihren Anfängen auf Gewalt und Hass stützte.