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Verfasst: Mi 7. Nov 2007, 22:21
von Michael Schneider
Original von Oliver von Palm
Lass dir nicht zu Kopf steigen, dass ich einmal eine linke Position teilweise teile. Ich will mehr Marktwirtschaft, mehr Kapitalismus, nicht weniger.
Nur die Marktwirtschaft, die wir wollen funktioniert heute nicht mehr so richtig irgendwie. Die Firmen halten sich nicht mehr an weniger Steuern = mehr Investition = mehr Arbeitsplätze.
Verfasst: Mi 7. Nov 2007, 23:05
von Palin Waylan-Majere
Original von Michael Schneider
Nur die Marktwirtschaft, die wir wollen funktioniert heute nicht mehr so richtig irgendwie. Die Firmen halten sich nicht mehr an weniger Steuern = mehr Investition = mehr Arbeitsplätze.
Ich verrat dir mal ein Geheimnis: das haben sie noch nie.
Verfasst: Mi 7. Nov 2007, 23:49
von Montgomery Scott
Aber: pssst! Sonst merkt am Ende noch jemand, dass Privatisierung gar kein Allheilmittel für niedrige Preise und schuldenfreie Staatshaushalte ist

Verfasst: Do 8. Nov 2007, 00:29
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Aber: pssst! Sonst merkt am Ende noch jemand, dass Privatisierung gar kein Allheilmittel für niedrige Preise und schuldenfreie Staatshaushalte ist
Nun ja. Die Entstaatlichung des Telefonierens hat zweifellos zu massiven Preissenkungen geführt. Und andererseits ist es doch auch einfach nicht wahr, dass Strom und Gas und Co "günstig" waren, als man sie noch von einem staatlichen Monopolanbieter beziehen musste; auch da waren Preissenkungen drin, wenn man denn gewechselt hat (was die wenigsten haben).
Das Problem ist doch eigentlich, dass diese Privatisierung nicht viel verändert hat. Der heutige Strommarkt ist in der Hand von grade mal drei Konzernen: E.on, Vattenfall, RWE.
Die ganze sogenannte Elite dieser Gesellschaft - seien das Politik, Großkonzerne oder Verbände -, das sind doch alles die gleichen Schweinehunde. Und die "Privatisierung" hat für sie den Vorteil, dass sie gleich von der gemeinsamen Aufsichtsratssitzung weg zum Golf gehen können (Beispiel E.on: Da sitzt Georg von Waldenfels, CSU-Politiker und erster Finanzminister unter Edmund Stoiber, neben Henning Schulte-Noelle von der Allianz und Rolf Breuer von der Deutschen Bank, Wilhelm Simson vom Verband der Chemischen Industrie, Ulrich Hocker vom der Deutschen Schutzvereinigung Wertpapierbesitz [!] und selbstverständlich Hubertus Schmoldt von der SPD und Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie einhellig zusammen - alles die gleiche Saubande)
Verfasst: Do 8. Nov 2007, 08:51
von Oliver von Palm
Das Problem ist tatsächlich, dass es nie eine echte Privatisierung gab, sondern dass die Kraftwerke und Netze zwischen 2 verschiedenen Teilen desselben Klüngels verschoben wurden.
Verfasst: Do 8. Nov 2007, 08:55
von Montgomery Scott
Original von Oliver von Palm
Das Problem ist tatsächlich, dass es nie eine echte Privatisierung gab, sondern dass die Kraftwerke und Netze zwischen 2 verschiedenen Teilen desselben Klüngels verschoben wurden.
Was ist daran nicht echt privatisiert? Defekte Märkte sind doch alltäglicher Bestandteil des Kapitalismus, eben weil ein defekter Markt einem Anbieter mehr nützt als einer mit funktionierendem Wettbewerb.
Verfasst: Do 8. Nov 2007, 11:34
von Marko Untrial
Verfasst: Do 8. Nov 2007, 14:25
von Michael Schneider
Original von Palin Waylan-Majere
Ich verrat dir mal ein Geheimnis: das haben sie noch nie.
Das wiederum ist totaler Quark. Natürlich haben sie funktioniert.

Verfasst: Do 8. Nov 2007, 17:36
von Larifari
Welche Marktwirtschaft denn; welcher Kapitalismus bitteschön?
Ich sehe in Deutschland keinen Kapitalismus. Und um hier eine Marktwirtschaft erkennen zu können, muss man schon sehr genau hinsehen und viel wenn und abers beiseite schieben.
Verfasst: Do 8. Nov 2007, 18:47
von Oliver von Palm
Nein, eine Deutsche Bank, ein Siemens und Konsorten sind natürlich keine Kapitalisten :rolleyes:.
Meimeimei Sascha, manchmal redest du auch Müll.